DIW-Chef rechnet mit Pleitewelle

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Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, ist der Ansicht, dass der Staat nur einen Teil der verlorenen Wirtschaftsleistung, verursacht durch die Corona-Krise, kompensieren kann. In einem Interview mit dem Dlf sagte er, dass er im kommenden Jahr mit vielen Insolvenzen rechne.

Sollte der Lockdown noch bis Februar oder März andauern, werde auch die Rekordverschuldung von 180 Milliarden Euro nicht mehr ausreichen, um viele Unternehmen zu retten, so Fratzscher. Bis zum Ende dieses Jahres könnten der Wirtschaft insgesamt rund 400 Milliarden Euro durch die Corona-Krise verlorengehen.

Nach Berechnungen des DIW werde die deutsche Wirtschaft mindestens zwei Jahre brauchen, um zu ihrem ursprünglichen Wachstum zurückzukehren. Wenn das jedoch nicht der Fall sein sollte, könnte der Schaden noch größer ausfallen. Fratzscher ist der Ansicht, dass man die „zweite Welle“ unterschätzt habe. Jetzt seien viele Unternehmen am Ende und hätten keine Rücklagen mehr. Vielen würde daher im kommenden Jahr die Insolvenz bevorstehen, so die Annahme Fratzschers.

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Deutschland müsse sich jetzt noch drei, vier Monate auf eine schrumpfende Wirtschaft einstellen. Solange würde es dauern, bis die „zweite Welle“ unter Kontrolle sei. Trotz aller Finanzhilfen vom Staat sei eine Pleitewelle aller Voraussicht nach nicht zu vermeiden. Man dürfe aber nicht zu hohe Erwartungen an den Staat haben. Falls die Maßnahmen aber das Frühjahr überdauern sollten, müsse der Staat „nachlegen“. Denn Arbeitsplätze müssten gesichert werden.

Das Beispiel Schweden zeigt, dass mit „Infektionswellen“ auch vollkommen anders umgegangen werden kann, nämlich so, wie immer oder zumindest mit etwas mehr Vorsicht. Viele Experten und Mediziner sagen schon seit der „ersten Welle“, dass es sich bei dem Coronavirus um ein Erkältungsvirus handele, welches nicht gefährlicher sei, als die gewöhnliche Influenza mit schwerem Verlauf wie etwa 2018. Die sogenannte „zweite Welle“ dürfte auf Basis des Befunds dieser Experten eine weitere, vollkommen normale Erkältungs- und Grippewelle sein, wie sie alljährlich in Herbst, Winter und Frühjahr auftritt – mit schwerem Verlauf.

Der wirtschaftliche, finanzielle, gesundheitliche und psychische Schaden, welcher durch die Lockdowns und Einschränkungen an der deutschen Bevölkerung verübt worden ist, hätte leicht verhindert werden können. Doch offenbar wollte die Bundesregierung nicht wie Schweden handeln. Insofern muss man von Vorsatz ausgehen und nicht von Versagen. Denn wie man jetzt sieht, hat die Regierung nichts aus der vermeintlichen „ersten Welle gelernt“. Der Plan, welchem die Bundesregierung und viele andere Regierungen folgen, nennt sich nach Meinung von Beobachtern „The Great Reset“.

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