in Wirtschaft

Diese Woche trifft sich die globale Finanzelite der sogenannten „Währungshüter“. Im amerikanischen Jackson Hole findet das alljährliche globale Treffen der Notenbank-Chefs statt. Die Finanzwelt befindet sich an einem Scheidepunkt. Die Wahrscheinlichkeit ist gegeben, dass dort dieses Mal folgenreiche Entscheidungen getroffen werden.

Die globale Konjunktur ist am Stagnieren, Warnungen vor einer Welt-Rezession werden laut. Das bisherige Instrumentarium der Notenbanker ist weitgehend ausgeschöpft. Neue Ideen sind gefragt, um den globalen Finanzcrash noch weiter hinauszuzögern, die Finanzelite soll noch mehr am Bürger verdienen. Die Agenda des Treffens, bei der es um die „Herausforderung für die Geldpolitik“ gehen soll, klingt zunächst harmlos. Doch angesichts der welt- und finanzpolitischen Lage dürften die dort getroffenen Entscheidungen hochbrisant werden – für jeden Einzelnen von uns.

Die Möglichkeiten der Politik des billigen Geldes, das die Märkte überschwemmt und zur Blasenbildung beigetragen hat, sind ausgeschöpft. Niedrig- und Nullzinsen helfen nicht mehr, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Demnach soll eine neue Form der Geldpolitik her: die Währungshüter wollen ohne den Umweg durch Banken und Finanzinstitute private und öffentliche Investitionen direkt mit der Notenpresse finanzieren.

Das klingt wie die Neuauflage des Helikoptergeldes, bei dem die Notenbanken Geld quasi auf alle Haushalte regnen lassen. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied zum Helikoptergeld: Nicht jeder Bürger wird von dem Geldregen profitieren. Die Notenbanken wollen mit den Regierungen bei der Geldverteilung gemeinsame Sache machen. Die Grenzen zwischen Geld- und Fiskalpolitik würden dadurch aufgehoben. Verfasst wurde diese Idee von dem Vermögensverwalter BlackRock sowie dem früheren Schweizer Notenbankchef Philipp Hildebrand und dem ehemaligen Vizechef der Bank of Canada.

Auch die EZB unter Mario Draghi betreibt eine Geldpolitik die sich mehr und mehr zu einer veritablen Einmischung in die Politik entwickelt hat. Mit den massiven und rechtswidrigen Anleihekäufen hat Draghi und die EZB de facto Staatenfinanzierung praktiziert – eine Einmischung in die Politik, die Notenbanken nicht erlaubt ist. Die in den vergangenen Jahren vollzogene Politisierung der Notenbanken würde sich mit diesem geplanten Szenario noch beschleunigen. In den Entscheidungsgremien finden sich dann immer mehr Nicht-Ökonomen.

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