in Wirtschaft

Die Menschenrechtsorganisation „Global Exchange“ veröffentlicht jährlich eine Liste der Top 10 der Verbrechen gegen die Menschenrechte und die Umwelt von Wirtschaftsunternehmen. Die Liste liest sich wie das Who-is-who der internationalen Konzerne. Auf der Liste finden sich Größen wie Shell, Nike, Blackwater und Nestlé. Nachfolgend eine Zusammenfassung der Vorwürfe gegen die einzelnen Unternehmen für das Jahr 2013.

1. Shell/ Royal Dutch Petroleum

für die Kontamination der Luft und der Wasserwege im Niger Delta und der Entrechtung von eingeborenen Ogoni Dorfbewohnern durch die Bedrohung ihrer Gesundheit, Sicherheit, ihres Besitzes und ihres Wohlergehens.

[su_spoiler title=“Shell/Royal Dutch Petroleum und das Niger Delta“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Peter Voser

Chairman: Jormin Ollila
Phone: 713-767-5300
Shell Energy North America:
1000 Main, 12th Floor
Houston, TX 77002

Royal Dutch Schell hat eine lange Historie bei der Erdölförderung im Niger Delta seit 1958. Zwischen 1990 und 1995 hat Shell in Zusammenarbeit mit der damaligen Militär Junta den Einsatz von tödlicher Gewalt gegen die Ogoni finanziert, die sich, auf Grund der umfassenden Umweltzerstörung für die sie den Konzern verantwortlich machen, gegen die Präsenz des Konzerns in der Region wehren. Das „Delta Natural Resource Damage Assessment and Restoration“ Projekt bezeichnet das Niger Delta als „eines der am stärksten ölverschmutzten Ökosysteme der Welt“.

75% der 27 Millionen Bewohner des Niger Deltas sind auf die Umwelt als Lebensgrundlage für Fischerei und Landwirtschaft angewiesen. Aufgrund der Präsenz von Shell in der Region, sind die Ogoni verarmt, da ihr Ihr Land von Big Business vereinnahmt wurde. Shell betreibt außerdem die Praxis des Abfackelns von Erdgas, das als Nebenprodukt des Ölförderung anfällt. Dies schädigt alle Menschen die in der Nähe leben durch giftige Abgase in der Luft und die durch anschließenden Niederschlag vergifteten Gewässer. Die dabei freigesetzten Chemikalien sind krebserregend und führend zu Krämpfen, Schädigung des Erbgutes und Geburtsfehlern. Das Höchstgericht in Nigeria hat das Abfackeln von Gas als Menschenrechtsverletzung verurteilt, trotzdem betreiben Shell und andere Unternehmen diese Praxis weiter.

Die Ogoni haben wiederholt Shell für die Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht, doch Shell hat kaum Kompensationen geleistet. Die Exekution des Aktivisten Ken Saro Wiwa im Jahr 1995 hat internationale Aufmerksamkeit auf die Aktivitäten von Shell gelenkt. Der aktuelles Fall vor Gericht betrifft Kiobel gegen Royal Dutch Petroleum. Esther Kiobel klagt Shell auf Schadenersatz für Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter, und aussergerichtliche Exekutionen die an den Ogoni verübt wurden, einschließlich für den Tod ihres Ehemanns Dr. Garinem Kiobel. Trotz dieser schweren Vorwürfe hat ein US Gericht die Klage nicht zugelassen, da eine solche Klage in den USA von Ausländern nur gegen Individuen, nicht aber gegen Unternehmen, eingebracht werden kann. Aktuell gibt es keine gesetzliche Grundlage um Shell für Folter an den Ogoni und Umweltzerstörung haftbar zu machen.

Mehr Fotos vom verschmutzten Niger Delta auf flickr.com

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 2. Nike

für die Ausbeutung von Arbeitern in Sweatshops, das Versagen für sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen und für Verträge mit Baumwolllieferanten in die nachweislich auf Sklavenarbeit zurückgreifen.

[su_spoiler title=“Nike und die Zwangsarbeit“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Mark Parker
Chairman: Phillip Knight

Nike Inc. Phone: 1-800-344-6453
Nike USA:
Consumer Services
1 Bowerman Drive
Beaverton, OR 97005-6453

Nike, einer der weltweit führenden Hersteller von Schuhen, Sportartikeln und Bekleidung ist seit den 1990er Jahren über das Outsourcing der Produktion in Entwicklungsländer, um von niedrigen Löhnen zu profitieren und damit den Gewinn zu maximieren, unter Druck geraten. Global Exchange hat die Verstöße verfolgt und untersucht. 2001 wurde das Buch „Still Waiting for Nike to Do It: Nike’s Labor Practices in three years since CEO Phil Knight’s speech to the National Press Club.“ herausgegeben. Das Buch umfasst alle Verstöße von Sweatshops, zu niedirgen Löhnen, langen Arbeitszeiten und Sicherheitsrisiken sowie der Unterdrückung von Arbeitnehmervereinigungen. Der damit verbundene Imageverlust hat die PR Abteilung veranlasst, zahlreiche Statements abzugeben, wie Nike versuchen werde, die Arbeitsbedingungen seiner Arbeiter zu verbessern. Nikes Verantwortlichkeitsklausel auf ihrer Webseite liest sich wie folgt:

„Wir haben seit mehr als 15 Jahren mit Fabriken von Lieferanten an diesen Problemen [Arbeiterrechte und Schutz, Lebensbedingungen für Arbeiter, Löhne und Umweltbeeinträchtigungen durch den Herstellungsprozess] gearbeitet und sehr hohe Ansprüche für die Arbeiter und die Umwelt zu Grunde gelegt, sowie Training und Ausrüstung bereitgestellt um diesen Ansprüchen gerecht zu werden und den Erfolg zu messen.“ -Nike.Inc. II. „How We Do Business“

Trotz der zahlreichen Versprechungen betreibt Nike noch immer genau das selbe Geschäftsmodell, das Arbeiter in Ländern mit wenig oder gar keinen Arbeitsbestimmungen entrechtet. Im April 2013 wurde bekannt, dass Nike mit Daewoo International zusammenarbeitet, einem der größten Gesetzesbrecher bezüglich Zwangsarbeit in Usbekistan. Laborrights.org zufolge wurden Arbeiter von Daewoo International vom usbekischen Regime für das Auftreten gegen Menschenrechtsverletzungen eingesperrt, misshandelt, bedroht und gefoltert. 141 Vertragspartner haben Nike dazu aufgefordert, die Zusammenarbeit mit Daewoo International zu beenden. Menschenrechtsorganisationen haben Nike in scharfem Ton dazu aufgefordert, seine Geschäftsbeziehungen mit Daewoo International abzubrechen. Ruslan Nurullaev von AwarenessProjects.org stellte fest:

„Nikes Entscheidung Daewoo zu schützen sendet eine gefährliche Botschaft an andere Unternehmen und fügt den Bemühungen von Bürgern, die ihr Leben riskiert haben um die Bedingungen auf den usbekischen Baumwollfeldern zu verbessern, schweren Schaden zu.“

Usbekische Menschenrechtsorganisationen protestieren gegen Nike:

„Nike hofiert offensichtlich lieber Firmen in seiner Lieferantenkette die von Menschenrechtsverletzungen profitieren, als dazu beizutragen, das abscheuliche Zwangsarbeitssystem in Usbekistan zu beenden. „

Erst am 29. Mai 2013 berichtete die International Business Times davon, dass in einer Fabrik von Nike in Kambodscha Proteste und ein Streik ausgebrochen seinen, weil die Arbeiter eine Lohnerhöhung von 14 Dollar forderten, um die steigenden Lebenserhaltungskosten decken zu können. Die meisten dieser Arbeiter verdienten gerade einmal die 74 Dollar Mindestlohn pro Monat. Die Kambodschanische Polizei rückte in voller Montur mit dem Auftrag an, 3000 Protestierende zu entfernen. Dabei gab es 23 Verletzte.

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3. Ahava

für das Operieren und Profitieren auf konfisziertem, palästinensischen Land, was internationales Recht verletzt und für die Irreführung der Konsumenten über die genaue Herkunft der Produkte.

[su_spoiler title=“Ahava schöpft seien Profit aus konfisziertem Land“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Alana Drell-Szyfer
Chairman: Arie Cohen
Phone: 1-800-366-7254
Ahava USA:
411 5th Avenue New York, NY 10016

Die Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern bestehen seit mehr als 65 Jahren. Nach dem Arabisch-Israelischen Krieg 1948 wurde das Land in drei Teile geteilt, Israel (770% der Fläche), den Gaza Streifen und die Westbank. Hunderttausende wurden zu Flüchtlingen in Nachbarländern oder gar in Gaza und der Westbank. Als 1967 ein neuerlicher Krieg ausbrach übernahm Israel die Kontrolle über die Westbank und den Gaza Streifen. Nach dem Rückzug aus Gaza 2005 siedelte Israel Bürger die im Gazastreifen lebten in die nördliche Westbank um, hält aber nach wie vor eine Blockade des Gaza Streifens aufrecht.

Die UNO verurteilt die Besetzung von palästinensischen Territorien nach der Resolution 242 als illegal. Trotzdem werden bis zum heutigen Tag weiter isralische Siedlungen in der Westbank gebaut, was die Hoffnung auf einen souveränen palästinensischen Staat zunichte macht. Die Siedlung Mitzpe Shalem, errichtet 1970 auf besetztem Land, ist die Heimat von AHAVA, einem Unternehmen das aus dem mineralstoffreichen Schlamm des Toten Meeres hochwertige Hautpflegeprodukte herstellt. Schlamm des Toten Meeres hat AHAVA, Mitzpe Shalem und anderen Teilhabern wie Gaon Holdings und Shamrock Holdings seit 1988 reichhaltige Gewinnen beschert. Währendessen Palästinenser keine Vorzüge aus dem Konfiszierten Land ziehen können und sich nicht frei zwischen den israelischen Siedlungen bewegen dürfen, geschweige denn darin wohnen.

International wird mit der Bezeichnung „made in Israel“ eine Falschinformation verbreitet. Falsche Werbung soll die Tatsache verschleiern, dass beim Kauf von AHAVA Produkten die Ungerechtigkeiten gegenüber den Palästinensern mitfinanziert werden und so mit Möglichkeiten schwächt, Israel für seinen ungesetzlichen Landraub verantwortlich zu machen. Der Boycott von AHAVA ist eine der Aktion in einer breiteren Bewegung unter den Namen Boycott, Divemstment und Sanctions Movement (BDS), die alle die internationale Gemeinschaft auffordern, sich wirtschaftlich von Israel zurückzuziehen, um den Druck auf die israelische Regierung zu verstärken sich an internationale Gesetze zu halten und das Profitieren von besetztem Land zu beenden.

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4. Syngenta

für die Vermarktung von schädlichen Pestiziden, die Kontaminierung von Wasserläufen und für die Weigerung Verantwortung für den Schaden an Personen die ihren Chemikalien ausgesetzt waren, sowie der Dezimierung der Bienenpopulation anzuerkennen.

[su_spoiler title=“Syngentas tödliche Produktpalette“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO Michael T. Mack
Chairman: Michele Demare
Phone: 302-425-2000
US Corporate Headquarters:
3411 Silverside Road
Wilmington, DE 19810

Geschäft und Politik sind der globalen Wirtschaft oft deckungsgleich. Wenn jedoch Konzerne, lokale Gemeinschaften und die Umwelt aufeinander treffen, wird die Konsensfindung meist schwierig und es entstehen Spannungen. Syngenta, einer der weltgrößten Saatgut und Pestizidhersteller sieht sich mit exakt diesem Problem konfrontiert.

Syngenta wurde beschuldigt schädliche Pestizide herzustellen, die der Landwirtschaft schaden anstatt zu helfen. Zum Beispiel hat Syngenta ein starkes Pestizid namens Thiamethoxam entwickelt und vermarktet, das angeblich Honigbienen vor Varroamilben schützt. Bienenzüchter die dieses Mittel eingesetzt hatten, berichteten jedoch, dass ihre Bienen in großen Zahlen starben. Um sich zu schützen behauptete Syngenta „es gibt keine direkte Korrelation zwischen dem Einsatz von Neonicotinoiden und einer schlechten Bienengesundheit, aber es kann eine Verbindung von Bienensterben und dem Vorhandensein von Varroamilben gezogen werden.“ Aktivisten beharrten darauf, dass alle Variablen in die Untersuchungen  zum Bienensterben miteinbezogen werden müssen, auch der Einsatz von Thiamethoxam, einer sehr wahrscheinlichen Ursache. Der schnelle Rückgang der Bienenpopulation ist schädlich für die globale Nahrungsmittelproduktion und die Verbreitung von kontraproduktiven Pestiziden erhöht noch das Risiko.

Zusätzlich ist Syngenta tief involviert in schmutzige Politik. Ein weiteres umstrittenes Pestizid von Syngenta ist Atrazin, welches in den Maisfeldern des mittleren Westens der USA eingesetzt wird. Atrazin ist bei den Farmen seit den 1950er Jahren sehr beliebt, weil es eine große Anzahl von Unkräutern effektiv vernichtet. Nichts desto trotz lassen Berichte darauf schließen, dass das Pestizid schädliche Wirkung auf Personen die nahe den Einsatzorten leben entfaltet. Forschungen haben aufgezeigt, dass sich das Gift in Wasserläufen die von den Feldern abfließend befindet sowie in der Luft, nachdem es über den Feldern versprüht wurde. Studien legen nahe, dass das Pestizid schädlich für den menschlichen Fötus ist und die Spermienqualität bei Männern verringert. Eine weitere Studie hat ergeben, dass Frauen die in Gebieten mit erhöhter Konzentration von Atrazin im Trinkwasser leben, eine höhere Chance aufweisen, Kinder mit mißgebildeten Genitalien zu gebären.

Als eine Sammelklage gegen Syngenta und den Verkauf von Atrazin eingebracht wurde, kritisierte Syngenta die Studie mit dem Hinweis, dass ein Verbot des Produkt ein schlechter Dienst an den Bauern wäre. Eine Stellungname des Konzerns behauptet „[die Klage] würde das Verbot eines kritischen Produkt bedeuten, das seit mehr als 50 Jahren das Rückgrat einer sicheren Unkrautvernichtung bildet.“ Zusätzlich traf Syngenta noch größere Vorkehrungen durch die Anheuerung von „verbündeten Drittparteien“ die unabhängig voneinander den Konzern unterstützen und loben sollten. Syngenta setzte darüber hinaus Schritte um das Privatleben des zuständigen Richters zu durchleuchten und holte psychologische Gutachten über die Wissenschaftler ein, die Beweise gegen das Mittel gefunden hatten.

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5. Blackwater International (Xe Services)

für das Profitieren von der Entsendung privater Waffen und unterqualifiziertem Personal in fremde Länder und die Schaffung von gewalttätigen Situationen und Gesetzesbruch.

[su_spoiler title=“Enorme Gewinne mit Krieg und Tod“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Ted Wright
Phone: 252-435-2488
Blackwater Headquarters:
1001 19th Street
19th floor
Arlington, VA 22209

In Kriegszeiten enstehen oft Angebots- und Nachfrage-Chancen zwischen Regierungsstellen und privaten Unternehmen. Nach dem 9/11 rief die Bush Administration einen „Krieg gegen den Terror“ aus, der eine größere Zahl an militärischen Services erforderte als die Staatsbediensteten und die US-Soldaten zu leiste im Stande waren. Seit 2003 arbeitete die US Regierung eng mit Blackwater International zusammengearbeitet, ein gewinnorientiertes Unternehmen das auf die Vertragsarbeit im Bereich Militär und Waffen spezialisiert ist. Die Auslagerung von Tätigkeiten an den privaten Sektor sollte eine kosteneffektive Maßnahme für die USA sein um den „Krieg gegen den Terror“ führen zu können. Blackwater erhielt Verträge im Wert von einer Milliarde Dollar und hat seitdem tausende Angestellte in verschiedenen Ländern eingesetzt, vornehmlich dem Irak. Im Jahr 2003 war einer von drei Bediensteten der internationalen Truppe im Irak ein privater Dienstnehmer von Blackwater, eine erstaunliche Steigerung im Vergleich zum ersten Irakkrieg, bei dem die US Regierung nur bei einem von 60 Angestellten auf einen privaten Vertragsbediensteten zurückgriff. Heute befinden sich im Irak und in Afghanistan mehr private militärische Angestellte als reguläre US Truppen.

Das militärische Vertragsgeschäft war zu Beginn von Bushs „War on Terror“ eine attraktive Jobmöglichkeit für Amerikaner. Der Tagessold lag bei großzügigen 750 Dollar pro Tag verringerte sich aber im Lauf der Zeit mit dem entstehen eines unterqualifizierten Pools an Angestellten. Die Anforderungen an die Qualifikation wurden heruntergesetzt um den Bewerbungsprozess zu beschleunigen und um den Bedarf an Personen decken zu können. Damit kamen auch Bedenken in Zusammenhang mit dem Fehlen von klaren Verhaltensregeln für Bedienstete auf, mit denen sich auch der Kongress zu beschäftigen begann. Ungeachtet des Risikos die die Blackwater Angestellten für das Land in dem sie operierten darstellen, arbeitet die US Regierung nach wie vor mit Blackwater zusammen.

Am bekanntesten ist die Verantwortung von Blackwater Mitarbeitern am Tod von 17 unschuldigen Zivilisten im Irak auf dem Nisour Platz 2007. Ankläger warfen dem Unternehmen die Verletzung von internationalen Gesetzen und die „Einführung und Förderung einer Kultur der Gesetzlosigkeit  unter ihren Angestellten sowie sie zu ermuntern im finanziellen Interesse des Unternehmens zu handeln auf Kosten von unschuldigen Menschenleben“. Im Jahr 2009 wurde der Fall zu den Akten gelegt, zum Schock der Iraker die nicht geglaubt hatten, dass die US Regierung ihren privaten Auftragnehmern erlaubt über dem Gesetz zu stehen. Die irakische Regierung verweigerte Blackwater die Lizenz für Aufgaben im Irak, ungeachtet dessen arbeitet Blackwater nach wie vor mit dem Außenministerium zusammen und führt seine Aufträge fort. Im Zuge dieser Ereignisse, die die Reputation von Blackwater stark beschädigten, benannte sich die Firma in Xe Services um, ist aber nach wie vor unter dem Namen Blackwater allgemein bekannt. Im Jahr 2013 wurde der Fall aus dem Jahr 2007 neu aufgerollt und befindet sich nach wie vor in Bearbeitung.

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6. Barrick Gold

für die Vergiftung der Wasserversorgung in Lateinamerika und dem Bruch von Sicherheitsversprechen gegenüber der lokalen Bevölkerung.

[su_spoiler title=“Schmutziges Edelmetall – wenn nur der Profit zählt“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Jamie Sokalsky
Chairman: Peter Munk
Phone: +1 801 990 3900
Barrick Gold North America, Inc:
460 West 50 North, Suite 500
Salt Lake City, UT 84101

Das Minengeschäft ist extrem schmutzig. Barrick Gold hat eine lange Historie im willkürlichen Betrieb von Minen in ganz Lateinamerika und hat das Leben der Menschen in Pascua Lama, einer bergigen Region zwischen Argentinien und Chile, beeinträchtigt. Das Gebiet ist reich an Gold und die Zeit bis zum vollständigen Abbau wird auf 20 Jahre geschätzt.

Im Jahr 2007 legte Barrick Gold Pläne auf, die Lagerstätten mit Hilfe der Regierungen von Chile und Argentinien auszubeuten, die in dem Projekt eine Chance auf wirtschaftliche Entwicklung sahen. Einige führende Regierungsvertreter behaupteten, die Schaffung einer Mine in der Region würde den Menschen ein besseres Auskommen mit höheren Löhnen und einem langfristigen Arbeitsverhältnis bescheren sowie eine Alternative zum hauptsächlich saisonalen Geschäft in der Landwirtschaft darstellen. Barrick Gold versicherte, dass ihre „modernen Abbaumethoden absolut sicher seien und Vorkehrungen zum Schutz der Umwelt ergriffen würden“, berichtete die BBC. Während dieser Zeit brachten besorgte Bürger ihre Bedenken bezüglich der Sicherstellung der Wasserqualität zum Ausdruck, zumal der Abbau von Gold den Einsatz von schädlichen Chemikalien inkl. Zyanid erfordert. Die dort lebenden Menschen sind besonders auf die Wasserversorgung aus Gletscherwasser angewiesen um in der sonst sehr trockenen Gegend Ackerbau betreiben zu können. Es gab Befürchtungen, dass die Wasserversorgung in Gefahr gerät und die Erschütterungen durch die Bohrungen und der dadurch entstehende Staub die Gletscher zerstören könnte. Viele der betroffenen Personen ersuchten die UNO um Hilfe, aber es wurde nichts unternommen um die Pläne von Barrick Gold in Pascua Lama zu stoppen.

2013, sechs Jahre nach dem Beginn der Bohrungen hat sich die Wasserqualität dramatisch verschlechtert. Es gibt Beweise dafür, dass aus der Anlage in dem die Säurebehandlung durchgeführt wird Abwässer in den Fluss Estecho gelangt sind. Die chilenische Regierung haben daraufhin den Konzern zu einer Strafzahlung von 16 Millionen Dollar für die Umweltschäden verurteilt. Der Ausbau der Mine wird gestoppt bis Barrick eine Lösung für die Wasserverschmutzung vorweisen kann. Chilenische Behörden haben festgestellt, dass Barrick keine adäquaten Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat, entgegen der Versprechungen. Barrick hat gezielt Umwelt- und Menschenrechte verletzt auf der Suche nach gewinnbringenden Ressourcen.

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7. Herakles Farms

für das Aufzwingen nicht gewollter Palmölplantagen in Kamerun, den Raub von Ackerland und den Betrieb von Monokulturen.

[su_spoiler title=“Gib mir dein Land, ich zerstöre es!“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Bruce Wrobel
Phone: 212-351-0002
Herakles Farms:
277 Park Avenue, 40th floor
New York, NY 10172

Viele multinationale Agrarkonzerne heben die positiven Effekte ihrer Unternehmen in Bezug die Kultivierung von marginalen Böden rund um Welt hervor. Dagegen wird den negativen Konsequenzen für die Umwelt und die einheimische Bevölkerung wenig Beachtung geschenkt. Harakles Farms ist eines dieser Unternehmen die behaupten große und nachhaltige Agrarprojekte in Afrika zu entwickeln. Dagegen hat sich herausgestellt, dass deren Ativitäten in Afrika für die Länder eher abträglich als nachhaltig waren. In Kamerun hat sich Herakles als Vorreiter der Palmölproduktion hervorgetan. Diese Aktivitäten führte zu großflächigen Entwaldungen und bedroht den Lebensunterhalt der Bevölkerung die auf Ackerbau zur Deckung des täglichen Bedarfs angewiesen ist. Herakles Farms hat weiters unrichtige Angaben bei ihrem „Enviromental and Social Impact Assesment (ESIA)“ gemacht. Laut den Angaben von Herakles Farms leben auf dem Gebiet, das für die Palmölproduktion vorgesehen ist, lediglich 14.000 Menschen währen mehrere NGOs berichten, dass es über 45.000 potentiell Betroffene Einwohner gibt. Der Konzern hat auch unterlassen darauf hinzuweisen, dass tausenden von Kleinbauern ihr Land weggenommen werden würde, ohne jeglichen Plan zur Entschädigung. Herakles Farms hat lediglich vage Aussagen gemacht, dass die enteigneten Farmer eine Möglichkeit auf eine Anstellung als Arbeiter hätten ohne zu spezifizieren wie diese Vereinbarungen zu Stande gekommen sind und was den Dorfbewohnern überhaupt für eine Arbeit angeboten würde. Weiters wird wenig über die Mengen an Chemikalien in Form von Pestiziden und Düngern, die eingesetzt werden, gesprochen. Diese sind potentielle gefährlich für die Versorgung mit Trinkwasser und die Fischpopulation.

Laut foodfirst.org haben im Jahr 2012 zahlreiche NGOs aus Kamerun darauf hinwiesen, dass das Land ca. 30% seine Bruttoinlandsprodukts für den Import von Nahrungsmitteln ausgibt. Mit Investitionen in die lokal produzierende Landwirtschaft könnten diese Kosten signifikant reduziert werden. Wirtschaften in Afrika können selbstständig nachhaltig wachsen ohne die Intervention von ausländischen Agrarkonzernen die tatsächlich daran arbeiten die souveränen Staaten der Selbstbestimmung und der ursprünglichen Rechte auf Land und Produktion zu berauben.

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8. Nestlé

für die unsinnige Vermarktung von Babynahrung an stillende Mütter, die Ankurbelung des Verkaufs von abgefülltem Wasser und das Versagen die Kinderarbeit auf den Kakaofeldern zu unterbinden.

[su_spoiler title=“Neu gebaute Schulen helfen nicht, wenn die Kinder keine Zeit haben hinzugehen.“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Joe Weller
Phone: 818-549-6000
Fax: 818-549-6952
Nestlé USA:
800 N. Brand Blvd.
Glendale, CA 91203

Nestlé ist sehr bekannt für seine Schokolade (nicht Fair Trade) aber in Wahrheit ist der Konzern einer der weltgrößten internationalen Lebensmittelhersteller, der alles produziert, von Tiefkühlkost bist zur Babynahrung. Neslté Offizielle beschreiben den Konzern als „das weltgrößte Ernährungs-, Gesundheits- und Wellness Unternehmen“. Nichts desto trotz handelt es sich um einen der umstrittensten Konzerne der Welt. Nestlé wurde kritisiert den Verkauf von abgefülltem Wasser in Entwicklungsländern voranzutreiben, was nicht nur für die lokale Bevölkerung teuer kommt, sondern auch die dortigen Regierung davon abhält, die lokale Wasseraufbereitung zu verbessern. Ähnlich wird Nestlé vorgeworfen in der Türkei eine Werbekampagne für Babynahrung gestartet zu haben in der behauptet wird, die Muttermilch sein nicht ausreichen für ein gesundes Baby. Seit dieser Marketingkampagne sind die Verkäufe von Babynahrung in der Türkei dieses Jahr um 15% gestiegen. Das sind nur einige wenige Beispiele für die fragwürdigen Praktiken von Nestlé. Gewinnmaximierung kommt vor „Ernährung, Gesundheit und Wellness“ der Menschen an die Nestlé seine Produkte verkauft.

Nestlé war bereits auf dieser Liste von Global Exchange wegen der Kinderzwangsarbeit auf den Kakao-Feldern in der Elfenbeinküste. Dieses Jahr wird Nestlé in diese List aufgenommen um an diesem Thema dran zu bleiben.

Die ökonomischen Herausforderungen der globalisierten Konzerne setzen Kinder dem Risiko aus, dass das Gewinnstreben und die Suche nach den geringsten Löhnen Armut und Notwendigkeit erzeugt in den Arbeitsmarkt eintreten zu müssen. Die Kakaoproduktion von Nestlé in der Elfenbeinküste steht seit Jahren in der Kritik, zumal Kinderarbeit dort ein übliches Phänomen ist. Die Anlagen des Konzerns in Afrika wurden von der Presse ihres Glanzes beraubt auf Grund eines Dokumentationsfilmes über Kinderarbeit in der Region. Als Reaktion darauf hat Nestlé einige Schritte unternommen um die Situation zu verbessern, jedoch waren diese Bemühungen nicht ausreichend um die Sicherheit von Kindern und die faire Bezahlung von Arbeitern zu gewährleisten.

Neslté hat den „Nestlé Kakao Plan“ aufgelegt, der das Leben der lokalen Bauern verbessern sollte. Der Plan beinhaltete den Bau von 40 Schulen in der Elfenbeinküste und die zur Verfügung Stellung von 1 Million Kakaobäumen mit höherem Ertrag für die Bauern. Nichts desto trotz führen eine höhere Anzahl an Schulen und Bäume mit mehr Ertrag nicht zu einer Verringerung von Kinderarbeit. Tatsächlich wären die Kinder bereits ohnehin zur Schule gegangen, wenn es nicht finanziell notwendig gewesen wäre auf den Kakaoplantagen zu arbeiten. Weiters können Kinder die an die Kakaoplantagen als Arbeitskräfte verkauft werden nicht von den zusätzlichen Schulen profitieren. Viele der Eltern arbeiten für Löhne die einfach nicht ausreichen um die Familie zu ernähren. Die Kinderarbeit könnte am effektivsten zurückgedrängt werden, wenn die Erwachsenen Plantagenarbeiter einen fairen Lohn erhalten würden, davon steht jedoch nichts im „Nestlé Kakao Plan“.

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9. Clear Channel Communications

für die Monopolisierung von Medienunternehmen, die Verringerung der Vielfalt, die Zensur von Inhalten und die Verbreitung einer politischen Agenda.

[su_spoiler title=“Du weißt, was ich entscheide, dass du wissen sollst.“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Robert Pittman
Message “Contact Us” page:
http://www.clearchannel.com/Pages/ContactUs.aspx

Menschen haben das Recht auf Vielfalt in der Medienberichterstattung. Dagegen wurde die Diversität in der amerikanischen Medienindustrie durch einige wenige Konzerne monopolisiert die nach Gewinnmaximierung streben und gleichzeitig eine Kontrolle darüber ausüben welche Information die Öffentlichkeit erreicht. Vor dem Telecommunications Act im Jahr 1996 durfte kein Unternehmen mehr als 40 Radiostation im Land besitzen. Nach der Verabschiedung des Acts fiel diese Einschränkung und Konzerne konnten legal eine unbegrenzte Anzahl an Sendern erwerben und so den Inhalt kontrollieren, den sie verbreiten. Clear Channel ist einer der Konzerne die ihre neue Einkaufsfreiheit dazu nutzten, Radiostationen, Fernsehstationen, Reklameflächen und andere Freiluftwerbemöglichkeiten zusätzlich zu der Mehrzahl an Konzertveranstaltungsorten, Arenen und Klubs in den Vereinigten Staaten zu übernehmen. Zum Beispiel monopolisiert Clear Channel Medienwerbung über Reklameflächen die Clear Channel gehören für von Clear Channel veranstaltete Shows die an Clear Channel gehörenden Veranstaltungsorten stattfinden.

Eine weiterer Kritikpunkt ist die von Clear Channel angewandte Technologie des „Voice Tracking“, bei dem ein einzelner DJ aufgenommen wird und auf einer ganzen Reihe von Radiostation ausgestrahlt wird als wäre er live in diesem einen Sender, ohne Rücksicht auf lokale Nachrichten, Politik, Musik oder andere Kultur. Clear Channel hat damit nicht nur die Möglichkeiten für lokal produzierte Sendungen verringert sondern die Kontrolle über die Mainstreammedien stellen eine Gefahr für die lokale Bevölkerung dar. Im Jahr 2002 war die Stadt Minot von einem schweren Leck in einem Frachtzug betroffen aus dem Ammoniak austrat. Die lokalen Behörden wollten die Einwohner über das Radio warnen im Haus zu bleiben und der Belastung aus dem Weg zu gehen aber alle 6 örtlichen Radiosender gehören Clear Channel und es waren keine Mitarbeiter an keinem der 6 Radiostation anwesend.

Die Federal Communications Commission (FCC) sah diesen Vorfall als eine Warnung aber argumentierte gleichzeitig, dass lokale Sender nicht die Kapazität hätten, qualitativ hochwertige Nachrichten zu produzieren, was in einer Studie der Columbia University widerlegt wurde die zum Schluss kam, dass lokale Sender im Allgemeinen gute lokale Nachrichtensendungen produzieren. Später kam heraus, dass Clear Channel den Partnern der FCC all-inklusive Reisen finanzierte was der FCC den Vorwurf der Parteilichkeit einbrachte und Clear Channel eine bevorzugte Behandlung sichern sollte.

Letztes Jahr bewarb Clear Channel „Voter Supression“ Reklameflächen und adere Werbeformen die in farbigen Gemeinden konzentriert waren um diese vom Aufsuchen der Wahllokale abzuhalten. Im Oktober 2012 zeigten Clear Channel Reklameflächen im ganzen Saat Pennsylvania den Hinweis in spanischer Sprache, dass jeder der an den Wahlen teilnehmen möchte einen Ausweis mit Bild vorlegen muss. Das obwohl ein Gericht geurteilt hatte, dass die Vorlage eines Ausweises mit Bild nicht Voraussetzung für die Teilnahme an den Wahlen ist. Weiters wurden im gleichen Jahr in Wisconsin und Ohio in Gegenden mit überwiegend schwarzer oder latino Bevölkerung ähnliche bedrohliche Reklamefläche angebracht auf denen zu lesen war, „Wahlbetrug ist eine Straftat, 3,5 Jahre Haft und 10.000 Dollar Strafe“. Diese Reklameflächen sollten Wähler die Minderheiten angehören und mit ihren Rechten nicht voll vertraut waren einschüchtern. Es stellte sich später heraus, dass die Sponsoren dieser Werbeflächen Stephen und Nancy Einhorn waren, Unterstützer der Republikanischen Partei. Die Reklameflächen wurde erst entfernt als tausende Protestierende in einer Petition Clear Channel dazu aufforderten.

In diesem Jahr hat sich der Ruf von Clear Channel bezüglich Zensur und Kontrolle wieder gezeigt. Das „South Wind Women’s Center“ aus Wichita, Kansas hat zwei Werbeeinschaltungen produziert die auf zu Clear Channel gehörenden Radiostationen hätten laufen sollen. Das „South Wind Women’s Center“ bietet Gesundheitsdienstleistungen in Zusammenhang mit Fortpflanzung und auch Abtreibung an. Clear Channel hat sich geweigert die Werbespots zu spielen da sie von dem Konzern als „entzweiend“ und „unanständig“ befunden wurden. Clear Channel strahlt jedoch Werbespots für lokale Erotikläden und für „Produkte zur Stärkung der Männlichkeit“ aus, ohne Bedenken hinsichtlich „Anständigkeit“.

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10. SNC Lavalin

für die Finanzierung von politischen Parteien, die Bestechung von Beamten um Aufträge zu erhalten und die missbräuchliche Verwendung öffentlicher Gelder.

[su_spoiler title=“Korruption die sogar der Weltbank zu weit geht.“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Robert G. Card
Chairman: Ian A. Bourne
Telephone: 514-393-1000
Fax: 514-866-0795
Head Office:
455 Rene-Levesque Blvd. West
Montreal, Quebec Canada

SNC Lavalin, einer der größten Baukonzerne mit Sitz in Montreal, hat sich einen sehr unvorteilhaften Ruf zugezogen. Kürzlich wurde bekannt, dass SNC Lavalin große Geldbeträge an die Quebec Liberal Party und die Parti Quebecois überwiesen hatte und damit ein 30 Jahre altes Gesetz der Provinz verletzt hatte, das genau solche Aktivitäten verbietet. Über 1 Million Dollar wurde von SNC zwischen 1998 und 2010 an die Parteien verteilt. Der Vizepräsident von SNC berichtete Verantwortlichen, dass der Nutzen größer sei als die Spenden wenn Gelder an beide Parteien gehen würden.

SNC erhielt 550 Aufträge im Wert von 247,5 Millionen Dollar vom Quebecer Verkehrsministerium bestritt aber, dass die Aufträge etwas mit den Spenden an die Parteien zu tun hätten.

Zusätzlich hat die Weltbank im April dieses Jahres einen 10 jährige Sperre gegen SNC Lavalin verhängt, wegen Vorwürfen von organisierter Bestechung in Bangladesh. SNC hat angeblich zumindest sechs Offiziellen in Bangladesh große Summen an Bestechungsgeldern geboten im Gegenzug für den Auftrag zu einem großen Brückenbauprojekt. Diese Bestechungsvorwürfe veranlassten die Weltbank einen 1,2 Milliarden Dollar Kredit für SNC zurückzuziehen womit der Konzern von Geboten für weitere Aufträge in dem Land ausgeschlossen wurde.

Die jüngsten Kontroversen mit Beteiligung von SNC handeln von einem Plan einen 163 Millionen Dollar Krankenhauskomplex in Trinidad und Tobago zu errichten welcher von der kanadischen Regierung großzügig unterstütz wird. Im Juni erhielt SNC einen Vertrag mit der Empfehlung der „Canadian Commercial Corporation (CCC)“ das Krankenhaus in der Stadt Penal zu entwerfen und zu bauen. Die CCC ist eine Vertragsverwaltungs- und Beschaffungsstelle die die Entwicklung von zahlreichen Industrien ausserhalb von Vereinbarungen der Welthandelsorganisation fördert. Sie wurde nach dem zweiten Weltkrieg in erster Linie dazu benutzt, Europa beim Wiederaufbau zu helfen, heute aber hauptsächlich in Entwicklungsländern tätig ist.

Afra Raymond, ein Sprecher des Infrastrukturministeriums, drängte die Regierung von Trinidad und Tobago dazu, den Vertrag nicht mit Firmen abzuschließen die von der Zusammenarbeit mit der Weltbank ausgeschlossen wurden, da öffentliches Geld unter diesen Umständen leicht veruntreut werden könnte. Trotzdem steht die CCC hinter ihrer Entscheidung den Auftrag an SNC Lavalin zu vergeben und sagt zu dem Projekt „dass sie eine sorgfältige Überprüfung des Unternehmens durchführt bevor sie den Vertrag unterzeichnet“ was auch eine Evaluierung der „finanziellen, Management-, technischen Kapazitäten und sozialen Verantwortung“  beinhaltet, berichtet die Huffington Post. Die CCC veröffentlicht ihre Untersuchungsergebnisse jedoch nicht was für den Steuerzahler bedeutet, er muss darauf vertrauen, dass das Unternehmen in seinem besten Interesse handelt.

Weder die Regierung von Kanada noch von Trinidad und Tobago halten sich an ausreichende Standards bei öffentlichen Projekten und fördern ein Unternehmen das eine übel riechende Vergangenheit bezüglich finanzieller Korruption hat.

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Unehrenhafte Erwähnung POSCO

für den Versuch Land von Dorfbewohnern zu konfiszieren und die Zusammenarbeit mit Regierungsführern welche die Dorfbewohner verfolgt und misshandelt um einen privaten Hafen und ein Stahlwerk gegen den Willen der Bevölkerung zu errichten.

[su_spoiler title=“Verschwinde von deinem Land oder ich lass auf dich schießen!“ style=“fancy“ icon=“chevron-circle“]

CEO: Chung-Joon Yang
Tweet: @poscoway
phone: 82-31-723-3420
Head Office:
622 Sampyeong-Dong, Bundang-gu,
Seongnam-si, Kyeonggi-do, 463-400, Korea
email:
yw@poscoict.com

Im Rennen um Bodenschätze schreckt Big Business offenbar bei der Beschaffung von profitablen Rohmaterialien vor nichts zurück, auch nicht vor der gewaltsamen Ausbeutung indigener Völker und der Zerstörung ihrer Lebensgrundlage. Das ist der Fall bei den Aktivitäten von POSCO im Jagatshinghpur Bezirk von Indien. POSCO, ein Stahlkonzern aus Süd Korea, hat mit aggressiven Methoden Dorfbewohner in Orissa unter Druck gesetzt, ihr Ackerland zu verlassen damit das Unternehmen dort ein Stahlwerk und einen privaten Seehafen errichten kann.

Die Auswirkungen von POSCOs Projekt wären enorm für Orissa. Erstens entzieht POSCO damit tausenden von Dorfbewohnern ihre Lebensgrundlage die ihr Land seit Generationen kultiviert haben. POSCOs Projekt würde möglicherweise 22.000 Menschen von 1600 Hektar ihres Ackerlandes vertreiben. Weiters würde es 25.000 zusätzlicher Menschen in den benachbarten Dörfern betreffen die in der Gegend arbeiten oder Geschäfte betreiben.

Die Mehrzahl der Dorfbewohner bestreitet ihren Lebensunterhalt mit dem Anbau und Verkauf von Reis, Kokosnüssen, Cashewes und den berühmten Betel Blättern für die die Region bekannt ist. Nichts desto trotz hat POSCO eng mit der indischen Regierung zusammengearbeitet um die Dorfbewohner zu zwingen ihr Land für das Unternehmen aufzugeben. Die Regierung zerstört systematisch Betel Blatt Anbauten, schießt mit Gummigeschossen auf die protestierenden Dorfbewohner und verwehrt den Bewohner den Zugang zu medizinischer Hilfe und Bildung, neben anderen Ungerechtigkeiten.

Zweitens plant POSCO den Bau eines privaten Hafens in der nähe des geplanten Stahlwerks obwohl dort bereits ein Hafen existiert. POSCOs privater Hafen würde die Dorfbewohner entrechten, zumal der Konzern kaum Arbeiter ohne technische Ausbildung einstellen würde. Der private Hafen würde Fischer von wertvollen Küstenstreifen abschneiden und ihr Geschäft kaputt machen.

Die Dorfbewohner sind bei ihrem gewaltfreien Protest standhaft geblieben, trotz der Verfolgung durch Partner von POSCO und der Regierung. Bewohner haben friedliche Protestmärsche und Sitzstreiks neben anderen Aktivitäten organisiert, haben aber weiterhin Probleme sich zu organisieren und gleichzeitig ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft zu bestreiten, zumal ihnen die Regierung unterdrückende Regulierungen und Zwangsmittel auferlegt hat.

Die Dorfbewohner verteidigen ihr Land seit 2005, es scheint jedoch dringend notwendig zu sein, dass die internationale Gemeinschaft auf die groben Ungerechtigkeiten die den Dorfbewohnern von Orissa auferlegt wurden aufmerksam wird, um größeren Druck auf POSCO ausüben zu können. Am 16 Juli 2013 hat die BBC berichtet, dass POSCO einen anderen Plan für ein Stahlwerk in Karnataka verworfen hat, auf Grund der Unmöglichkeit Land für den Bau zu sichern und des starken Widerstandes der lokalen Bevölkerung. Das Projekt in Orissa soll hingegen fortgesetzt werden.

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Quelle:

http://www.globalexchange.org/corporateHRviolators

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Kommentar

  1. Darüber hinaus laufen noch weitere Verbrecher herum:

    Rockefellers Exxon Mobil – Exxon Valdez-Katastrophe in Alaska, Grundwasservergiftung druch Fracking aus niederer Profitgier.

    Großgrundbesitzer in Brasilien, die Sklaven von ihrer Miliz bewachen lassen, um die Sklaven dann auf Zuckerrohrplantagen unter gesundheitsschädlichen Bedingungen totzuschinden.

    H&M sowie C&A, die laut ARD Kleidung von Kindern in Bangla Desh und Gefängnisinsassen in China ausbeuten sollen.

    Tepco – verseucht den Pazifik durch tonnenweises Abpumpen von atomar verseuchtem Wasser ins Meer.

    Kapitalismus ist ein Verbrechersystem, von Verbrechern, für Verbrecher.

  2. Länder ohne private Zentralbank wurden in der letzten Zeit genötigt, den Vertrag über private Zentralbanken zu unterschreiben oder zu sterben. Afghanistan, Lybien und Syrien gehören zu den letzten umgewandelten Staaten, Iran gehört noch zu den drei Staaten ohne private Zentralbank. Dieses Machtmittel wird überall etabliert. Die Banken sind nur das sichtbare Werkzeuge zur Plünderung des Planeten. Wer steht über diesen Banken, die meistens vor großen Kriegen zu deren Finanzierung gegründet wurden. Das wäre eine gute Frage. Immer mit dem Finger auf Erscheinungen zu zeigen, ermüdet ein wenig.

  3. @Drusius: „Immer mit dem Finger auf Erscheinungen zu zeigen, ermüdet ein wenig.“

    So ist es. Es ist so offenkundig, wer da profitiert, dass es ihnen nicht entgangen sein kann, dass sie zusammen die ganze Macht haben. Gleich, ob sie die Situation planvoll geschaffen haben, sich also verschworen haben oder nicht, inzwischen ziehen sie alle an einem Strang.