Die Lüge vom Fachkräftemangel

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Werden Wissenschafter der späteren Generationen die Wirtschaftspolitik zum Anfang des 21. Jahrhunderts beleuchten, so werden sie am Thema „Fachkräftemangel“ nicht vorbeikommen. Neben Währungsfragen wird dies häufig als zentrale Problemstellung der nächsten Jahrzehnte genannt. Man ist sich dahingegend einig – der Fachkräftemangel ist existent, er ist dramatisch und wird sich verschlimmern. Doch dieser Begriff muss unbedingt kritisch beleuchtet werden, denn er ist eindeutig Interessengeladen, Auf Spurensuche eines Propagandabegriffs.

Fachkräftemangel – schon immer ein Problem

Als Fachkräftemangel bezeichnet man im allgemeinen den Zustand einer Wirtschaft, in dem eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen für Mitarbeiter mit bestimmten Fähigkeiten nicht besetzt werden kann, weil auf dem Arbeitsmarkt keine entsprechend qualifizierten Mitarbeiter (Fachkräfte) zur Verfügung stehen.

Ausbildungen benötigen eine gewisse Ausbildungsdauer. Wenn ein Fachkräftemangel zu einer erhöhten Zahl an Ausbildungsbeginnern führt (was oft der Fall ist), steigt erst nach einer gewissen Zeit die Zahl der Arbeitnehmer mit dieser Qualifikation. Beispielsweise stieg im Vorfeld der Dotcom-Blase die Zahl der benötigten IT-Spezialisten mit Internet-Kenntnissen kurzfristig massiv an. Dieser Fachkräftemangel führte zu politischem Aktionismus wie dem Sofortprogramm zur Deckung des IT-Fachkräftebedarfs. Dieser Fachkräftemangel löste sich jedoch mit dem Platzen der Blase und dem Ende der Jahr-2000-Problem-Hysterie auf.

Auch im Bereich der Berufsausbildung bestehen Konjunkturzyklen  Die subjektive Wahrnehmung eines Fachkräftemangels führt zu einer verstärkten Ausbildungsleistung in den nachgefragten Bereichen. So führte das genannte Internet-Phänomen zu einer deutlich steigenden Zahl von Informatikern mit Spezialisierung auf Internet-Technologien. Dieser Fachkräftemangel verwandelte sich relativ schnell in einen Überschuss so qualifizierter Informatiker. Infolge der immer lauter werdenden Klagen über einen Fachkräftemangel haben sich die Studienanfängerzahlen in den Ingenieurwissenschaften von 1997 bis 2011 mehr als verdoppelt und sind mit aktuell über 100.000 Erstsemestern pro Jahr deutlich über dem Wert von 70.000 Erstsemestern pro Jahr, der in den 1990er-Jahren zu einer Ingenieurschwemme führte, während der die Arbeitslosenquote bei Maschinenbauingenieuren auf über 16 % im Jahr 1997 stieg. In den nächsten Jahren könnte es eine erneute Ingenieurschwemme geben.

Mangelt es an Fachkräften?

Ausschlaggebend für die Beurteilung eines möglichen bevorstehenden Fachkräftemangels ist die Bruttogehaltsentwicklung. Wie die Grafik zeigt, sind dort in keinster Weiße neue Extrema festzustellen. Im Gegenteil: Die Löhne und Gehälter steigen seit ein paar Jahren immer langsamer. Würde eine Knappheit an Fachkräften herrschen, müssten die Lohnpreise rasant nach oben gehen.

Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 24. Oktober kam zu dem Ergebnis: „Der Großteil der Betriebe konnte seinen Fachkräftebedarf auch 2011 vollständig decken.“ Die Studie beruht auf dem IAB-Betriebspanel, einer jährlich durchgeführten repräsentativen Befragung von 16.000 Betrieben. Nur acht Prozent der Betriebe konnten im ersten Halbjahr 2011 Fachkräftestellen nicht besetzen. 2000 waren es zehn Prozent.

Von einem generellen Fachkräftemangel spricht man daher beim IAB nicht. Engpässe seien bislang auf bestimmte Regionen und Berufe begrenzt, sagt IAB-Mitarbeiter Alexander Kubis. Probleme bei der Besetzung von freien Stellen gebe es vor allem in Ballungsräumen wie München. Gesucht würden derzeit vor allem Fachleute in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen sowie Ärzte und Krankenpfleger. Langfristig rechnet zwar auch das IAB wegen der alternden und schrumpfenden Bevölkerung mit einem Fachkräfte-Engpaß. Aber das „Erwerbspersonenpotential“ schrumpfe erst in der Zukunft, sagt Kubis.

Wer steckt dahinter?

Doch woher kommt also die gesellschaftlich-politische Panik? Wer sind die treibende Kräfte hinter dem „Fachkräftemangel“-Argument? Dafür muss man verstehen, dass diese Debatte immer von Interessen geprägt ist. Eine Förderung und Forderung von Fachkräften drückt einerseits die Löhne, andererseits bekommt man dadurch fast unbegrenzte Möglichkeiten. Hat man der Gesellschaft und Politik erstmal die Dramatik des vermeintlichen „Fachkräftemangels“ vor Augen geführt, ist beim Renteneintrittsalter alles möglich. Qualifizierte Fachkräfte sind für Unternehmen ein wertvoller Produktionsfaktor. Manche Arbeitgeber entlohnen Fachkräfte unangemessen niedrig, wenn ein Überangebot an ihnen existiert. Daher erscheint es für Arbeitgeber oft ökonomisch sinnvoll, einen aktuellen oder zukünftigen Fachkräftemangel zu behaupten, auch wenn es keinen solchen gibt, um ein Überangebot an Arbeitskräften zu erreichen oder um politische Entscheidungen in ihrem Interesse zu lenken (z.B. die Forderung nach Erhöhung der Arbeitszeit, Absenkung von Verdienstschwellen ausländischer Fachkräfte oder Erhöhung des Rentenalters).

Wer steckt also hinter den vielen Debatten zum offensichtlich nicht bzw. nur abgeschwächt auftretenden Fachkräftemangel? Als die ARD in der Tagesschau vom 2.1.15 einen Bericht über das Renteneintrittsalter sendet, wird als ökonomische Begründung für ein notwendiges Umdenken mit dem vermeintlichen Fachkräftemangel argumentiert.

Einstiegssatz des Tagesschau-Sprechers Jan Hofer: „Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet mit einer weiteren Verschärfung des Fachkräftemangels in der deutschen Wirtschaft.“ Vorausgesetzt wird also, dass es einen Fachkräftemangel gibt. Weiter Jan Hofer: „Eine Studie zeige, dass in besonders betroffenen Berufen während der nächsten 15 Jahre mehr als zwei Millionen Arbeitnehmer in den Ruhestand gingen. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise, schlug vor, Arbeitnehmer künftig auf freiwilliger Basis bis 70 im Beruf zu halten. Hierzu müssten Anreize geschaffen werden.“

Die Sprecherin des Beitrags, Marion Kerstholt, bestätigt am Ende noch einmal: „Klar ist, der Fachkräftemangel wird eine große Herausforderung.“ Dazwischen darf Frank-Jürgen Weise in drei Sätzen seine Idee begründen, die ihm wohl ganz spontan gekommen sein muss, nachdem er von der Studie erfahren hat. Damit der Anschein der Ausgewogenheit gewahrt bleibt, liefert Annelie Buntenbach vom Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds ebenfalls in drei Sätzen eine lauwarme Entgegnung ab.

Ganz am Rande erfahren wir, dass die eingangs erwähnte Studie vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführt wurde. Das Institut, das als klar wirtschaftsnah gilt, ist bei genauer Recherche eines der wenigen treibenden Kräfte hinter den Maßnahmen die Infolge des prognostizierten Fachkräftemangels getroffen werden. Dafür nannte das Institut im Jahr 2011 240.000 offene Stellenangebote für Fachkräfte im MINT-Bereich, denen 74.000 gemeldete Arbeitslose mit entsprechenden Qualifikationen gegenüberstanden. Seit Beginn des Jahres habe sich der Fachkräftemangel im MINT-Bereich damit um 73% erhöht. Diese Studie wurde unter anderem von Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) scharf kritisiert, da diese Zahlen hochgerechnet würden, um freie Stellen zu berücksichtigen, die den Arbeitsagenturen nicht vorliegen.

Doch diese Vorgehensweise ist keine Seltenheit wenn es um dieses Thema geht. Um einen Fachkräftemangel zu belegen, obwohl kein solcher existiert, werden häufig mangelhafte oder tendenziöse Statistiken genutzt:

  • Bei der Einbeziehung der Anzahl von offenen Stellen in Statistiken wird häufig übersehen, dass gleichzeitig mehrere Arbeitsangebote von verschiedenen miteinander konkurrierenden Unternehmen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung nur für eine reale offene Stelle gleichzeitig existieren und damit die Anzahl der realen offenen Stellen auf diesem Wege nicht genau erfasst werden kann.
  • Statistiken gehen häufig davon aus, dass jede ausgeschriebene Stelle real existiert bzw. sofort zu besetzen wäre. Das Ausschreiben einer Stelle kann aber andere Hintergründe haben: Unternehmen können dazu verleitet sein ihre Bekanntheit am Arbeitsmarkt durch das Ausschreiben von Stellen zu pflegen. Die Bekanntheit ist wichtig beim Wettbewerb um Talente (siehe Employer Branding). Es werden dazu in großen Stellenbörsen im Internet und bekannten Zeitschriften oder Zeitungen regelmäßig Stellenausschreibungen platziert. Dies kann auch passieren, obwohl das Unternehmen gerade keine reale Stelle mit dieser fachlichen Ausrichtung besetzen möchte oder zu Zeiten in denen das Unternehmen eigentlich kein neues Personal einstellen möchte.
  • Arbeitnehmerüberlassungen können eine durchgängig gefüllte Bewerberdatenbank unterhalten. Die Bewerberdatenbank dient dazu, Anfragen eines Kunden möglichst schnell aus dem bereits vorhandenen Pool an Bewerbern bedienen zu können (siehe Personalbeschaffung). Dazu werden kontinuierlich die typischerweise nachgefragten Profile als Stellen ausgeschrieben. Anfragen an Arbeitnehmerüberlassungen können durch sehr dringenden Bedarf ausgelöst werden, weshalb es für konkurrierende Arbeitnehmerüberlassungen von Vorteil ist, auf die Anfrage eines Kundens möglichst sofort Kandidaten vorschlagen zu können. Es müssen so nicht erst Stellenausschreibungen geschaltet und Bewerbungsgespräche geführt werden.
  • Auch größere Unternehmen können eine durchgängig gefüllte Bewerberdatenbank unterhalten, für die kontinuierlich Stellen ausgeschrieben werden. Es ergibt sich hier ein Vorteil dadurch, dass das Bewerbungsverfahren verkürzt werden kann, sobald ein realer Bedarf entsteht, da sofort Kandidaten verfügbar sind.
  • Ausgeschriebene Stellen können dem Zweck der Arbeitsmarktbeobachtung dienen. Zum Beispiel lassen sich Statistiken zu Gehaltswünschen und Qualifikationen der Bewerber erstellen. Daraus läßt sich ableiten, ob der Arbeitsmarkt gerade günstig für Neueinstellungen ist oder nicht.
  • Manche Statistiken leiten eine Aussage über einen Fachkräftemangel aus der Zeit ab, die benötigt wird, eine Stelle zu besetzen (die sog. Vakanzzeit). Da nicht jede Stellenausschreibung (wie im Beispiel von Arbeitnehmerüberlassungen) einem unmittelbaren realen Bedarf geschuldet sein muss, kann aus einer langen Vakanzzeit nicht zwangsläufig auf einen Fachkräftemangel geschlossen werden.
  • Statistiken können die Anzahl bei der Bundesagentur für Arbeit offen gemeldeten Stellen und die Anzahl arbeitslos gemeldeter Fachkräfte nutzen, um auf einen Fachkräftemangel zu schließen. Einige Statistiken (z.B. des VDI) multiplizieren die Anzahl offen gemeldeter Stellen mit einem Faktor, um Stellen zu kompensieren, die nicht bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet wären. Neben dem beschriebenen Problem der Mehrfachausschreibung einer einzigen realen Stelle, was bereits zu einer Multiplikation führt, wird übersehen, dass es auch arbeitslose Fachkräfte gibt, die nicht bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet sind. Dies wird aber nicht berücksichtigt.

Vor allem Arbeitgeberverbände und arbeitgebernahe Institutionen sehen einen Fachkräftemangel, während neutralere Einrichtungen wie die Bundesagentur für Arbeit und das DIW keinen generellen Fachkräftemangel sehen oder teilweise sogar eine Fachkräfteschwemme nicht ausschließen. Kritiker vermuten, dass Unternehmerverbände einen Fachkräftemangel postulieren, um so den Ansturm auf Ingenieur-Studiengänge weiter zu befeuern, was ein Überangebot an Fachkräften erzeugt und so die Lohnkosten in den entsprechenden Branchen drückt. Der VDI begrüßte 2012 die Absenkung der Verdienstschwelle zur Einstellung ausländischer Ingenieure auf 34.200 Euro sowie den kompletten Wegfall der Vorrangprüfung bei der Einstellung ausländischer Ingenieure. Er veröffentlichte jedoch 2015 einen Beitrag des Personalexperten und langjährigen Autors der VDI-Nachrichten Heiko Mell, in dem dieser einen aktuellen Ingenieurmangel bestritt. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen, ob und wie stark ein Ingenieurmangel besteht und ob der VDI die Interessen seine Mitglieder vertritt. Arbeitnehmervertreter wie Hartmut Meine, IG-Metall-Bezirksleiter in Niedersachsen, kritisierten, mit dieser Regelung werde nicht tarifgebundenen Unternehmen ermöglicht, Ingenieure aus der Dritten Welt anzuheuern. Damit werde das Entgeltniveau für Ingenieure deutlich gedrückt.

Panikmache in den Medien

Wir beobachten also dass eine Dramatisierung eines potentiellen Problems klar von Interessen gesteuert ist. Warum gilt das Fachkräfte-Argument dennoch als Klassiker in der täglichen politischen Debatte? Die Medien leisten dazu einen großen Beitrag.

So ist es Gang und Gäbe den Fachkräftemangel als faktische Situation darstellen. So meldet die „deutsche Welle“ am 3.3.15: „SPD will mit Zuwanderung Fachkräftemangel beheben“. Mit Berufung auf den „Fortschrittsbericht 2014“ berichtet die Wirtschaftswoche am 3.2.15: „Dem Fachkräftemangel ist nicht beizukommen“. Und auch in der „WAZ“ heißt es ohne zu hinterfragen am 9.3.15: „Betriebe beklagen Fachkräftemangel und Russland-Sanktionen“.

Es gehört also zum journalistischen Alltag diverse Vorschläge seitens der Wirtschaft mit dem Argument des Fachkräftemangels unkritisch zu bejahen. Den Medien und der Politik sei gut darin geraten, wenn diese Sache kritischer angegangen wird. Schneller Aktionismus aufgrund von gefälschten Statistiken könnte zu massiven sozialen Misständen führen.

33 Kommentare zu "Die Lüge vom Fachkräftemangel"

  1. Während der größte Teil der ehrlichen deutschen Fachkräfte in Hartz4 langsam aber sicher massakriert wird und die SPD und Grüne für 48 Prozent der deutschen Ausbildungsberufe den Meisterzwang abgeschafft hat, bekommen wir parallel dazu lauter ungelernte Fachkräftige aus dem Ausland mit der Folge das angesichts der Ukraine-USA-Krise nun unsere Bundeswehr sich im BER nach 10 Baujahren auf den Häuserkampf vorbereiten kann. Natürlich haben das unsere Bildungsbürgermedien goldrichtig dargestellt. wir können uns halt von den GEiZgebühren einen Komfortablen Bunker leisten weil wir eben was transatlantisches gelernt haben.

  2. bitte vergesst den Mangel an Krankenhauspersonal nicht! Natürlich wird die Wirtschaft und Industrie etc. immer als erstes und wichtigstes dargestellt, laut vieler Medien. Ich bin mehr und mehr traurig, wenn ich sehe das unser Haus kein gut ausgebildetes Personal mehr bekommt! Wer es sich leisten kann ( Politiker ) geht eh in Privatkliniken!

    • Mitteldeutscher | 13. März 2015 um 08:56 | Antworten

      Es will keiner der Geldsüchtigen gut ausgebildetes selbstbewusstes Personal, weil diese den Gewinn und auch die Gewinnsteigerung schmälern. Ich beobachte dies insbesondere im Gesundheitswesen (mit Ausnahmen).
      Das ist sehr fatal! Ausländische Fachkräfte sind da billiger und höriger. Mit diesem Unwort Fachkräftmangel wird also das Lohnniveau niedrig gehalten. Der Mindestlohn trägt sein Übriges auch noch dazu bei (Sprüche wie „Du kriegst doch mehr als den Mindestlohn !…???)

    • mika frantisek | 13. März 2015 um 09:11 | Antworten

      SO EINFACH!! WIR BRAUCHEN AUSLÄNDISCHE FACHKRÄFTE;WEIL SIE BILLIGER SIND!

      • Glaube nicht das man dadurch die Arbeit „nur“ billiger machen möchte, da steckt viel mehr dahinter.

        Wenn man die Frachtkräfte aus anderen Europäischen-Löndern nach Deutsschelande holt, wat passchiert donn… rischtischt, do wird die Orbeit im eigönen Londe noch billigschärr und, und do andere Lönder geben ihre gut ussgebildeten Leute her.

        Dömit verhinder mon das die onderen Lönder, Deutschelande mol wirtschaftlich nisscht überholen. Alscho, alscho isscht dat gut, dat Frachtkräfte her komme

        (wat glübt ihr wohl, worüm Deutschland Rundrum um Deutschland herum, die Utoindustrie kaputt gemocht hot – wenn Deutschland uss Spanien, Polen usw… rausgeht, können di do keune Outo mehr baue – ohne Lizschenschen goht garnischts!! )

        • Unscher Stööt dönkt an unsch – unsch goht esch „guuuut“!

          • „Gobt nischts um Sonscht…………..“ – Grieschänlond muss blute, donn kommt Sponien dron und wenn wär mit dem fertig schind, kommt Itolien dron!

            Dö müsse noch teuer bezahle, domit esch unsch guuuut goht………….!!!

    • In einer Klinik bei uns in der Gegend wurden zwei Stationen zusammengelegt, um das Personal zu kürzen. Die Krankenschwestern, die bleiben durften, machen jetzt die doppelte Arbeit und zwar im Akkord. Sie haben keine Zeit mehr sich wirklich um die Patienten zu kümmern. Zeitgleich sitzen andere qualifizierte Fachkräfte beim Arbeitsamt oder putzen auf Minikobbasis die Klos in einer Schule. Und das ist nur ein Beispiel von vielen, dass auf alle anderen Sektoren übertragen werden kann. Da kann doch unmöglich von Mangel an Fachpersonal die Rede sein. Wenn dem so wäre, hätten wir nicht Millionen Arbeitslose oder Tausende von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz.

  3. die junker wollen nicht nur billig sondern auch hoch motiviert und extrem belastbar und das sind nun mal nur die jungen fachkräfte da beisst die maus keinen faden ab

  4. Der dramatische Fachkräftemangel stelle ich schon seit jahren in der Politik fest, allerdings nicht im Handwerk. Wer Fachkräfte benötigt soll sie auch Ausbilden, oder sollen die Flüchtlinge vieleichtFachkräfte sein?

  5. Aja, während sie hier davon schwadronieren wird in der Ukraine ein dummer Stall gezüchtet:

    Der IWF gibt Kredite und dafür kommt die Ukraine entgegen:
    imf.org/external/np/loi/2015/ukr/022715.pdf S.18-19 im Pdf-Viewer…

    „Education. We will continue the reforms in education sector, commenced in 2014, aiming to improve the quality and efficiency of education spending.

    Verbesserung der Finanzierung der Bildung heißt Schließung von 500 Universitäten:

    „(i) rationalization and reduction of higher education institutions from 802 to 317“

  6. Der Autor hat vollkommen recht. Die Fachkräftemangel-Lüge ist eine neue Schweinerei des Kapitals zwecks zerstören der Einkommen im Bereich qualifizierter Arbeit.

    Zur Erinnerung: Das gleiche Spiel trieb man Ende der 60er im Bereich der Niedrigqualifizierten, holte Milionenheere ungelernter und primitiver Ausländer ins Land mit dem Effekt, dass der Arbeitsmarkt in diesem Bereich heute hier völlig überfrachtet ist – die Löhne auf Sozialhilfe-Niveau.

    Das Tragische an der Situation ist, dass selbst Akademiker jahrelang die dafür verantwortliche FDP gewählt haben. Jetzt bekommen sie die Quittung.

    Wer Neoliberal wählt verliert irgendwann sein Einkommen – Dummheit bestraft das Leben.

  7. Ich stehe selbst an einem Punkt in meinem Leben in dem ich mich entscheiden muss in was ich mich lernen lassen soll. Ich selbst bin zwar der Meinung, dass dieses ganze hierarchische System mit Ausbildung und Studium auch nur eine Apparatur ist um die Herde in Zaun zu halten. Letztendlich benötige ich natürlich auch Einkommen, nur wem soll ich jetzt glauben, wenn in den Medien und überall sonst manipuliert wird auf die Frage was nun wirklich gebraucht wird und was nicht. Hat hier zufällig jemand eine Idee in was für einem Beruf man nicht zwangsweise auf manipulierte und unterbezahlte Löhne angewiesen ist?
    Peace

    • Welcher Arbeitgeber oder Branche sucht wirklich und wie kann man das erkennen.

      “ Letztendlich benötige ich natürlich auch Einkommen, nur wem soll ich jetzt glauben, wenn in den Medien und überall sonst manipuliert wird auf die Frage was nun wirklich gebraucht wird und was nicht. “

      Du benötigst Einkommen,dann bist du ein Lohnabhängiger(Sklave) wie ich auch und viele andere.

      Verwechseln wir bitte nicht unseren vom Kapital erlaubten Freiaum nicht mit Freiheit,denn der erlaubte Freiraum ist nur ein Knast ohne Gitter der mit Freiheit nichts zu tun hat, aber die Kunst zu beherrschen sich Unabhängig zu versorgen ist die wahre Freiheit.Wir, das sind über 90% der Weltbevölkerung, dürfen nicht von Freiheit reden, da über 90% der…

    • Pressefreiheit ist nicht gleich Meinungsfreiheit, da Pressefreiheit eigentlich Kapitalfreiheit ist.

      Die beste Demo gegen Kernkraft ist,wenn man sich den Strom mit Solar oder/und Wind oder Bachlauf,wenn möglich selbst macht.Der beste Widerstand gegen eine Diktatur ist es, wenn man sich so viel wie möglich das nötige zum Leben selbst macht.

    • Mitteldeutscher | 13. März 2015 um 11:44 | Antworten

      Dieser schlechte Rat kommt mir (S)teuer zu stehen:
      Am Besten in die Politik gehen, aber da Du hier diese Seiten liest und dazu kommentierst, fällst Du schon durch. Schau einfach mal als Beispiel:
      http://www.bmub.bund.de/bmub/ausschreibungen/stellenangebote/
      Das lässt sich natürlich auf andere Ministerien UND natürlich auf die EU erweitern. Eine sichere Bank ! Wenn Deine Verwandten aufgeweckt sind, wirst Du dann bald keine mehr haben, weil Du ja von unseren Fronabgaben lebst. Und außerdem musst Du Dich geschickt verstecken und wieder einbringen, wenn es kracht. (Ich werde Dich dann jedenfalls mit vielen Anderen besuchen und meinen Teil wieder holen) Also viel Spaß bei Deiner Entscheidung.

    • Hallo Schulboy,
      ich bin auch Mitteldeutscher aber sicher älter als Du. Habe zu DDR-Zeiten studiert und mußte mich nach der Wende völlig neu orientieren. Wenn Du Heute studierst oder eine Lehre aufnimmst ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der erlente Beruf schon nicht mehr inn ist.

    • Fakt ist ES GIBT KEINE JOBS mehr

      es gibt immer weniger jobs selbst für anspruchsvolle Tätigkeiten

      Parteibücher und Herkunft entscheiden über Zukunft

      ich habe mal Jobportale und Stellen dort analysiert. Das meiste dort ist leider Fake und eine Fata Morgana. es ist ein Instrument des EMPLOYER BRANDINgS um Wachstum und Gesundheit der Unternehmen zu suggerieren

      Die Jobs werden unter der hand vergeben

  8. Im grunde genommen kann man gleich in den Wald ziehen und sich den ganzen Dung sparen den die Medien ausscheissen. ICh bezweifele dass auch nur 1 Bericht den man in öffentlich rechtlichen heutzutage sieht ungeschönt ist in irgendeiner weise. Als normalbürger wird man halt auf brutalste weise ge**kt damit es die Superreichen immer und immer besser haben.

  9. Durch die Propaganda des Fachkräftemangels wird ein ganzes Volk massakriert und dezimiert.

    „Dann geht man wegen der Propaganda in den Beruf und wird billig abgespeist.“

    Wenn wirklich Fachkräfte gesucht werden, sucht der Arbeitgeber den Arbeitnehmer auf und nicht die Medien.

  10. Sebastian Moran | 13. März 2015 um 16:17 | Antworten

    Fachkräftemangel ist keine Lüge, sondern ein Verständnisproblem: So wie der Zitronenfalter keine Zitronen faltet, hat auch dieses Wort eine vom eigentlichen Wortsinn entkoppelte Bedeutung: Gemeint ist tatsächlich, dass sich keine qualifizierten Arbeitnehmer finden, die bereit sind, zu miserablen Konditionen im Hinblick auf Einkommen und Lebensqualität hochqualifizierte Ansprüche zu erfüllen. Das müssen wir immer im Hinterkopf behalten.

    • mika frantisek | 15. März 2015 um 17:17 | Antworten

      nein !FACHKRÄFTEMANGEL???? EINE HEUCHLEREI!WIR HÖREN DAS AUS MEDIEN!! VON ARBEITSGEBER HÖREN WIR GAR NIX! WARUM? IM PFLEGE DIENST WIRD RATIONALISIERET! DIE ERBEITSPLÄTZE ABGEBAUT!!!ES IST FAST BEI JEDER BRANSCHE!

    • So ein Unsinn

      viele Studenten absolvieren im rahmen des Studiums fachnahe Tätigkeiten und Praktika und das zählt nicht oder was ?

  11. es ist wirklich war wie der staadt lügen kann es gibt hunderte arbeitspläze die zu haben sind aber ein harz 4 empfänger arbeidet ja nicht under 10.00€ die stunde und dan will er ja ein shop wo er sich nicht überanstrengen oder kabutt macht

  12. Definitionsfrage

    Wenn „Fachkraft“ als
    Billig&Willig definiert wird …..
    das ist dann der permanente Mangel in einer kapitalistischen Gesellschaft ,in der die Lohnspirale nach unten geht .
    Weder Gewerkschaften treten dagegen auf und gegen Arbeitskräftemangel ,der zu Lohnsteigerungen führen könnte ,
    wurde der praktisch unbegrenzte Import von Arbeitskräften ermöglicht .
    ME ist die überwiegende Zahl der Arbeitnehmer im Sinn guter Ausbildung überqualifiziert .

    • IKEA Bewerbung befristet als Hochschulabsolvent und arbeitslos

      für eine Stelle im verkauf braucht man mindestens 3 Arbeitszeugnisse und man muss alles hochladen auf dem Portal und zudem kriegt man zeitnah eine Absage

  13. Hier scheint es sich wieder einmal um eine subtile Vorbereitung auf verschiedene unpopuläre Vorhaben des derzeitigen Regimes zu handeln:

    1) der Zuzug weiterer Emigranten aus aller Herrenländer soll so legitimiert werden

    2) das Renteneintrittsalter wird zur Diskussion gestellt und unter diesem Deckmantel angezweifelt

    In Summe also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ein Paradebeispiel subtiler Propaganda und Demagogie.

  14. Ich glaube nicht wirklich, dass wir einen „Fachkräftemangel“ haben.

    Wenn man bedenkt, dass viele nach der Hauptschule/Mittelschule/Gesamtschule (weiß gerade nicht wie es aktuell heißt) arbeitslos bzw. ohne Lehrstelle sind, – das sind doch unsere Fachkräfte. Man bräuchte eben nur jemand der diese Leute ausbildet. Die Schüler wären froh darum.

    Ich gebe regelmäßig Englisch-Nachhilfe in einer Mittelschule, dort hocken viele kluge, intelligente und arbeitswillige junge Leute, die aber alle keine Lehrstelle finden. Wenn man diese Leute ausbildet, hätten wir ja Fachkräfte.

    • Bildungsungleichheit ist das Stichwort

      Wer ausländische Vorfahren hat ist von anfang an stigmatisiert und hat weniger Chancen

      aber was schlimmer ist, es gibt viel zu viele deutsche Jugendliche die klug sind und ein gutes sozialverhalten haben aber sie kommen aus der arbeiterschicht und deshalb weniger Chancen

  15. Die Fachkräfte die wir haben fliegen zur Zeit überall raus oder sind zu
    teuer !

    Siemens, 11600 Stellen abgebaut
    Osram, 1600 Stellen abgebaut
    RWE 5000 Stellen abgebaut
    Hoch & Tief 1200 Stellen abgebaut

    Will mir jemand erzählen, dass es sich dabei ausschließlich um ungelernte Kräfte handelte ?
    Diese Wirtschaftsheinis sollen mal aufhören mit der Verarsche dem Volk gegenüber ! Und was heißt hier „ausländische Fachkräfte“ ? Meinen die Wirtschaftsheinis den, der nicht lesen und schreiben kann aber bei der Oma die Gasheizung einbauen soll ? Na die wird sich wundern, wenn die das Teil aufdreht. Im übrigen empfehle ich mal folgendes zu lesen.

    „Fachkräftemangel in Deutschland ? Ein Lügenmärchen der…

    • es ist natürlich eine Lüge

      ich kenne soviele Ingenieure die jung sind Praktika gemacht haben und vorbildlich sind doch viele von denen auch 1 Jahr nach abschluss ohne job

      ich konnte das nicht glauben. Die kriegen nicht mal einen job über dienstleister

      und das schlimme ist, sogar wir mit migrationshintergrund haben trotz hiesigem Abitur und Uniabschluss keine Chancen und wie soll es dann Flüchtlingen ergehn

  16. ich selber bin ein migrant meine Eltern stammen aus der Türkei
    und ich habe Abitur und Top Noten und einen Uniabschluss und nach dem Studium nix gefunden.

    Und sofort habe ich an diese Studien gedacht, wonach ich als ALI bei Bewerbungen weniger erfolgreich bin wegen Abstammung und Diskriminierung

    Und das ist auch tatsächlich so. Ich schreibe Bewerbungen und habe sogar bessere Noten und ein besseres Bewerbungsverhalten als deutsche Kommilitonen aber werde selten zu Gesprächen eingeladen

    Aber nun habe ich gemerkt, dass darüber hinaus, die Arbeitslosigkeit bei Akademikern alarmierend hoch ist

    wir sprechen nicht von den 2,5 Prozent die offiziell von der BA kommen

    viele meiner Kommilitonen sind ohne job und melden sich nicht bei der BA

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