in Wirtschaft

Die Grünen melden sich nach ihrer ganz eigenen Coronakrise mit neuen Forderungen zurück. Die Partei verlangte von der Regierung, die neue EU-Ratspräsidentschaft zu einer „Klimapräsidentschaft“ zu machen. Dabei müssten Zukunftsinvestitionen getätigt werden. Der Weg aus der Coronakrise solle auf diese Weise ein Weg aus der Klimakrise werden. Führende Mitglieder der Grünen im Bundestag und im EU-Parlament stellten einen 5-Punkte-Plan vor, über den die Funke-Mediengruppe unterrichtete.

Demnach sollten die Klimaziele der EU bis zum Jahr 2030 unter der deutschen Führung im EU-Rat „deutlich verschärft“ werden. Die CO-2-Reduktion solle von 40 % auf 65 % der Emission in Bezug auf den Ausstoß im Jahre 1990 erhöht werden. Die Merkel-Regierung möchte die Emission derzeit zwischen 50 % und 55 % reduzieren.

Ausgaben auf Klimarelevanz prüfen

Zudem solle die EU alle Ausgaben darauf prüfen, inwieweit diese relevant für das Klima seien. Jeder zweite Euro aus dem aktuell geplanten „EU-Wiederaufbaufonds“ nach der Corona-Krise sowie den Finanzrahmen, der sich aus dem EU-Haushalt ergibt, solle in den Klimaschutz gehen. Dies nennen die Grünen eine „verbindliche Klimaquote“ in Höhe von 50 %.

Zudem sollte die Agrarwende schneller als bislang vorgenommen werden. In den kommenden zehn Jahren sollte ein „70-Millionen-Dächer-Programm“ für Solaranlagen aufgelegt werden. Die aktuell gut 215 Millionen Gebäude innerhalb der EU sollten bis 2050 eine „Renovierungswelle“ – in Bezug auf deren Energieeffizienz“ erfahren. Zudem müsse es einen Investitionsschub für „grüne Forschung und Entwicklung“ geben. Der sogenannte „Green Deal“ von Ursula von der Leyen solle „zum Herzstück für den Aufbruch“ werden, so Franziska Brantner, die europapolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im deutschen Bundestag. Der Klimaschutz sei keine Bremse, sondern würde vielmehr zum Treiber „für neues Wachstum und Jobs“ werden.

Kritiker monieren weiterhin, dass diese Behauptungen bis dato schlicht nicht belegt sind. Alleine die Automobilindustrie wisse derzeit auf Basis der Rahmenbedingungen nicht, ob sich der Bau von Wasserstoff- oder E-Autos lohnte. Wie effizient die neuen Investitionen in Bezug auf den Klimaschutz wären, bleibt ohnehin offen. Mehr dazu lesen Sie hier…

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar