in Wirtschaft

Vergangene Woche hat der scheidende EZB-Chef Mario Draghi sein Abschiedsgeschenk an die Europäische Union veröffentlicht. Die Zinsen werden noch weiter nach unten gesenkt und die EZB will noch mehr Staatsanleihen kaufen. Damit hat Draghi dem Euro den endgültigen Todesstoß versetzt – der Euro-Crash ist nun unausweichlich geworden und nur noch eine Frage von wenigen Monaten.

Draghi erhält dafür harsche Kritik von deutschen Banken. Wie das „Handelsblatt“ berichtete, hat der Präsident des Privatbankenverbands BdB, Walter Peters, gesagt, „die EZB hätte schon längst umdrehen müssen, um endlich wieder auf ein normales Zinsniveau zusteuern zu können“. Der sogenannte Einlagensatz wird von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Ab November will die EZB monatlich Staatsanleihen für 20 Milliarden Euro kaufen.

„Es ist ein Irrglaube, in der derzeitig hochgradig labilen weltwirtschaftlichen Lage Nachfrage und Investitionen mit noch tieferen Minuszinsen und noch üppigerer Liquidität anheizen zu wollen. Die Wahrscheinlichkeit ähnlicher Zinssenkungen in anderen Wirtschaftsräumen steigt und das kann eine Abwertungsspirale in Gang setzen. Es wäre jedoch überfällig gewesen, dass die EZB nun endlich für ihre negativen Einlagensatz einen Staffelzins einführt“, so Peters.

Auch Helmut Schleweis, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands äußerte sich erneut zur EZB-Geld-Politik: „Die noch expansivere Geldpolitik bringt mehr Schaden als Nutzen. Die negativen Auswirkungen dieser Politik überwiegen mittlerweile, gleichzeitig haben sich die positiven Effekte abgenutzt. Die beschlossenen Maßnahmen tragen nicht dazu bei, die realwirtschaftliche Entwicklung oder die Preise anzuschieben.“ Schleweis rechnet mit weiter steigenden Belastungen für Banken.

Bundesbank-Bankenaufseher Joachim Wuermeling ist über die anhaltenden Tiefzinsen im Euroraum alarmiert: Bislang hätten Banken einen großen Teil ihres Ertrags aus dem Zinsgeschäft gezogen. Dies sei bei immer niedriger werdenden Zinsen kaum noch möglich, weil die Margen immer kleiner würden, sagte Wuermeling dem „Focus“. Die Geldhäuser müssten handeln, wenn sie keine Verluste machen und überleben wollten. Banken müssten die Minuszinsen wahrscheinlich bald noch stärker an die Kunden weitergeben.

Durch den anhaltenden Negativzins steigt die Blasenbildung in der Bankenbranche. Banken werden immer mehr geschwächt, weil sie kaum noch Erträge erwirtschaften, um Arbeitsplätze zu sichern und Investitionen in die digitale Infrastruktur tätigen zu können. Einige Banken verlangen bereits Strafzinsen von ihren Kunden auf Guthaben. Dies könnte bald auf mehr Banken zutreffen. Die Deutsche Bank ist ohnehin bereits insolvent. Sie wird jedoch noch weiter „durchgeschleppt“, weil ihr Zusammenbruch einen weltweiten Finanzcrash auslösen wird, der weitaus schlimmer als 2008 werden könnte, sagen Finanz-Experten. Sie lesen genau zu diesem anstehenden Crash hier mehr…

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