in Wirtschaft

Einem Bericht der US-Nachrichtenplattform „Law & Crime“ zufolge hat die Deutsche Bank einen „langjährigen Freund“ von US-Generalstaatsanwalt William (Bill) Barr, den ehemaligen US-Botschafter und Rechtsanwalt Robert Kimmitt, überraschend engagiert. Kimmitt soll bei den strafrechtlichen Ermittlungen, die gegen die Deutsche Bank aufgrund der Epstein-Geschäfte laufen, helfen. Kimmitt soll die „Präsenz der Bank in Washington verstärken“, wo die Firma aufgrund mehrerer, strafrechtlicher Untersuchungen unter die Lupe genommen wurde.

Leitende Angestellte in der Frankfurter Zentrale „hoffen, dass Kimmitts langjährige Beziehung zu Barr dazu beitragen könnte, den Stau in den Ermittlungen des Justizministeriums zu beseitigen“. Die Leiter der Bank „seien sich bewusst, dass wenn Trump im November nicht wiedergewählt werde, jede Einigung mit einem zukünftigen Justizministerium wahrscheinlich schwieriger werden dürfte als mit Bill Barr. Dem Bericht zufolge wurde die Leitung der Bank in den USA kaum in die Einstellung Kimmitts einbezogen, obwohl das Rechtsteam der Bank in laufenden Verhandlungen mit dem Justizministerium steht.

Genauere Details über die mögliche Rolle Kimmitts, welcher vom Aufsichtsrat der Deutschen Bank angeheuert wurde, gab der Journalist der „New York Times“, David Enrich, welcher auch Autor des Buches „Deutsche Bank, Donald Trump und eine Spur der Verwüstung“ ist. Eine „der Bank nahestehende Person habe erzählt, dass Kimmitt beurteilen solle, wie gut die Führungskräfte der Bank mit Aufsichtsbehörden, Staatsanwälten etc. zusammenarbeiten. Kimmitt werde aber keine Lobbyarbeit für die Deutsche Bank betreiben“, so Enrich.

Im Juli stimmte die Deutsche Bank einem Vergleich in Höhe von 150 Millionen Dollar mit den Finanzaufsichtsbehörden des Bundesstaates New York über ihre Beziehungen zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu, was ein Licht auf die konsequente Nichteinhaltung der Finanzvorschriften durch die Bank in Bezug auf verdächtige Transaktionen in Millionenhöhe wirft. Ein nicht namentlich genannter persönlicher Anwalt, der für Epstein arbeitet, tätigte zwischen 2013 und 2017 97 Barabhebungen von Epsteins Konten in Manhattan. Die Barabhebungen, die zwei- bis dreimal pro Monat stattfanden, beliefen sich alle auf einen Betrag von 7.500 Dollar, dem Limit der Deutschen Bank für Abhebungen durch Dritte.

Die Bank war sich nicht nur bewusst, dass Epstein sich schuldig bekannt und eine Gefängnisstrafe wegen Sex mit einer Minderjährigen verbüßt hatte, sondern auch, dass es öffentliche Anschuldigungen gab, dass sein Verhalten durch mehrere namentlich genannte Mitverschwörer erleichtert wurde. Trotz des Wissens unternahm die Bank offenbar wenig oder gar nichts, um zahlreiche Zahlungen an namentlich genannte Mitverschwörer zu untersuchen oder wofür Epstein im Durchschnitt mehr als 200.000 Dollar pro Jahr in bar verwendete. Dem Bericht zufolge soll die Deutsche Bank auch in ein russisches Geldwäscheprogramm in Höhe von 20 Milliarden Dollar verwickelt sein.

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