in Wirtschaft

Die Deutsche Bank kommt nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Wegen ihrer Geschäfte mit dem Sexualstraftäter und Kindersexhändler Jeffrey Epstein und ihrer Verwicklung in den Geldwäsche-Skandal der Danske Bank wurde die Deutsche Bank aufgrund „erheblicher Verfehlungen“ von der New Yorker Bankenaufsicht zu einer Geldstrafe von 150 Millionen Dollar verdonnert. Insgesamt ist die Summe für die Deutsche Bank – im Vergleich zu früheren Strafzahlungen – dennoch überschaubar.

Der Fall Epstein aber, der über Jahrzehnte Minderjährige an zahlende Kundschaft vermittelte, wirft ein schlechtes Licht auf die internen Kontrollen der Bank und ihre mangelndes Wissen über ihre Kundschaft. Womöglich wusste die Bank – zumindest in den oberen Chefetagen – aber ganz genau von den Geschäften des Millionärs, so wie die meisten, die in diesen Kreisen geschäftlich tätig sind.

Das New York State Department of Financial Services wirft der Bank erhebliche Regelverstöße im Zusammenhang mit ihren Geschäftsbeziehungen zu Epstein vor und spricht von Hunderten Transaktionen, die angesichts der Vorwürfe gegen den Sexualstraftäter von der Bank hätten untersucht werden müssen. Denn über die Bank wurden Zahlungen an mutmaßliche Mittäter oder Unterstützer des Netzwerkes getätigt.

Der Bank wird konkret vorgeworfen, Zahlungen an Personen geleistet zu haben, welchen öffentlich vorgeworfen wurde, Epstein beim Missbrauch Minderjähriger unterstützt zu haben. Auch regelmäßige hohe Barabhebungen von insgesamt 800.000 Dollar waren bei der Bank ohne Prüfung möglich. Selbst als ein Risiko-Komitee der Bank einige Geschäfte Epsteins untersuchte, sind die Ergebnisse nicht an die zuständigen Kundenbetreuer weitergeleitet worden. Offensichtlich versucht man dort gezielt, die finanziellen Transaktionen des Sexhandelsnetzwerkes zu vertuschen.

Auf Anfrage teilte die Bank lediglich mit, dass „es ein Fehler gewesen sei, Epstein im Jahr 2013 als Kunden aufzunehmen. Das Unternehmen habe die Schwächen erkannt und aus den Fehlern gelernt. Die Bank unterstütze nun die Strafverfolgungsbehörden bei ihren Ermittlungen.“ Mehr zum Fall Epstein lesen Sie hier…

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Kommentar

  1. Also mal ganz nüchtern betrachtet: Eine Bank hat ihre Geschäfte zu machen. Der Kunde ist König. Wo kämen wir hin, wenn sich eine Bank in die „Sauberkeit“ der einzelnen Transaktionen der Kunden einmischt?
    Dann haben wir ganz schnell den totalen Überwachungsstaat:
    „Papi, darf ich mir ein Eis kaufen?“ – „Nein! Der Eisverkäufer ist in schmutzige Geschäfte verwickelt! Mit dem darfst Du keine Geschäfte machen.“ Oh je, …..
    Ich bin der Meinung, es ist Sache der Ermittlungsbehörden bestimmte Dinge aufzudecken, nicht aber der Banken.

    • Ihre Argumentation überzeugt mich nicht.

      Wenn ich einen Kredit brauche, durchleuchtet mich jede Bank bis ins Private hinein. Wenn ich ein Konto einrichte, Geld darauf einzahle – der Bank also einen Kredit gebe -, dann darf ich die Bank zuvor nicht ebenso auf deren Kreditwürdigkeit überprüfen (lassen). Und ich möchte schon gerne wissen, ob meine Bank krumme Geschäfte finanziert, z.B. Waffenhandel, Spekulation mit Rohstoffen/Lebensmitteln, ob Politiker im Aufsichtsrat sitzen etc. pp.

      Meinen Sie nicht auch, dass gleichartige Vorgänge ungleich bewertet und behandelt werden und zwar stets zugunsten des wirtschaftlich Stärkeren; dessen Interessen vom Staat besonders geschützt, die des schutzbedürftigen Schwächeren jedoch nicht? Reichenrecht?

  2. Was die Amis sich erlauben ist absolut unverschämt. ALL diese Übel haben ihren Ursprung in den USA, Bankencrash ebenso – und am Schluss hat man die verarschten Banken bestraft und nicht die Verursacher. Schamlos werden hier Verursacher und Betrogener auf die falsche Seite gesetzt – und ohne rot zu werden zu MILLIARDEN von US-Dollars verknurrt – was gut daran ist, dass dieses Papier nicht mal dazu gebfraucht werden kann, sich den Arsch zu putzen. Nutzloses kriminelles Lügegeld und millionen von Toten durch verlogene Kriege und Unterjochung. ALLES produziert von den eigenen US-Ganoven.

    • Das haben wir „Europäer“ verursacht und fast jeder Mensch folgt seinem Urinstinkt in der zivilisierten Welt – die Gier !
      Nicht Mal vor ein paar hundert Jahre Geschichte her sind hauptsächlich die besten Leute rüber gegangen und diese Weltmacht wurde suksessiv aufgebaut.
      Jetzt gibt es Silicon Valley und andere Institutionen welche dieses System weiterhin gewährleistet.
      Die Chinesen sind auch nicht viel besser auch wenn sie arbeiten wie die Sklaven und der Fortschritt überall alles steht.
      Was sind Gesetze und Richtlinien das interessiert uns nicht. Nach dem Motto: Wir kopieren und machen alles noch billiger.
      Wir sollten in Deutschland soweit es möglich ist unsere eigene Hausaufgaben machen und unsere Kultur, Werte und Freiheit schützen und nicht für den schnöden Mammon verscherbeln.

      • Und der Ideengeber der EU war der französische US-Banker Jean Monet. Er konzipierte diese Organisation als Interessenvertretung der angloamerikanischen Finanzindustrie, der globalen Konzerne und als Taktgeber, dessen Takt möglichst viele europäische Staaten unter Preisgabe ihrer Souveränität zu folgen haben.

        Einer der großen Vordenker der NeoCons, Milton Friedman, hat ausdrücklich gelehrt: „Das Soziale am Unternehmen ist dessen Gewinn.“ Es ist also gleich, ob der Gewinn ehrliche oder auf krumme Tour eingefahren wird, ob er aus dem Verkauf eines Neuwagens, eines Laib Brots oder aus Drogenhandel, Menschenhandel, Krieg oder Prostitution erwirtschaftet wird.

        Wieso muss eine Bank in einem materialistischen Gangster-System Strafe zahlen?