in Wirtschaft

2007 notierte die Deutsche Bank Aktie noch mit 80 Euro an der Börse. Heute steht der Kurs bei 6,50 Euro. Wird die Deutsche Bank zum ersten Rettungsfall in der Eurokrise? Werden weitere Banken folgen? Ist das der Beginn der Euro-Krise und damit des nächsten Finanz- und Wirtschaftskollapses? Es sieht so aus, denn das Imperium der Deutschen Bank befindet sich seit Monaten auf einem sinkenden Stern. Die Geschäftslage sieht dramatisch aus, denn die Deutsche Bank will zwischen 18.000 und 20.000 Stellen streichen. Selbst die Gewerkschaft ver.di unterstützte diese Pläne.

Nur einen Tag nach Veröffentlichung (7. Juli) ihrer radikalen Umbaupläne mussten erste Angestellte in New York, London und Asien ihre Sachen packen. Zugangskarten wurden teilweise bereits deaktiviert. Die Pläne, mindestens 18.000 Angestellte zu entlassen, kommen bei Deutsche-Bank-Anlegern allerdings nicht gut an. Die Aktie sinkt weiter und weiter, denn die Entlassungen erinnern an die dunklen Tage von 2008 und Lehman Brothers.

Die „Sanierung“ der Bank soll rund 7,4 Milliarden Euro kosten. Nach drei Verlustjahren und einem vernachlässigbar geringen Gewinn im Jahr 2018 drohen der Bank 2019 erneute rote Zahlen. Der seit einem Jahr amtierende Vorstandschef Christian Sewing will die Deutsche Bank nach zahlreichen Finanzskandalen wieder „zu ihren Wurzeln“ zurückführen. Es gehe darum, „eine neue Epoche einzuleiten. Er wolle die Bank wieder voll und ganz auf die Kunden ausrichten.“

Der Ausflug in den Aktienhandel soll bald Geschichte sein. Viele Investmentbanker aber auch „normale“ Bankangestellte müssen sich nun neue Jobs suchen, denn das Management will die hauseigene Investmentbank deutlich reduzieren. Praktisch jede fünfte Stelle fällt weg. Aktionäre müssen 2019 und 2020 erneut auf Dividenden verzichten. Der Bereich, der viele Jahre für Milliardengewinne stand, verursachte seit der Finanzkrise allerdings viele Milliardenstrafen.

Der Konzernumbau wird die Deutsche Bank noch tiefer in die roten Zahlen stürzen. Im zweiten Quartal werden Verluste von etwa 500 Millionen Euro Steuern erwartet und 2,8 Milliarden Euro nach Steuern im Zeitraum April bis Ende Juni. Bei diesen „Verlusten“ dürfte es kaum bleiben. Es würde kaum verwundern, wenn der Deutschen Bank hinter den Kulissen Milliarden zugesteuert werden, um das marode Schiff weiter über Wasser zu halten.

Wie es weiter geht….

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Kommentar

  1. Hallo, keinen Überblick mehr über solch einen Spuk? Die Großaktionäre, die von Spekulantenfirmen wie Black Rock und Soros vertreten werden, haben das Sagen. So werden Kleinaktionäre enteignet wie damals bei der Telekom, gleichzeitig werden Jobs gestrichen um die Profite zu straffen. Zwei Jahre keine Dividenden für die Großaktionäre ist lachhaft, denn die kommen im 3. Jahr verzehnfacht nach. Und was machen die geschassten Vorstände? Sie kassieren zig Millionen Abfindung und von den anderem Rest, was sie noch nachgeschmissen bekommen, ganz zu schweigen. Gute Nacht für all jene, die Wissen verweigern.

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  • Deutsche Bank-Kurse im freien Fall – Rette sich wer kann? - Leserbriefe 11. Juli 2019

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