in Wirtschaft

Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister, will die Deutsche Wirtschaft jetzt „schützen“. Als Notfallmöglichkeit sieht er vor, dass sich der Staat an den privaten Gesellschaften beteiligen könne, die „gefährdet“ seien und eine der sogenannten Schlüsselbranchen in Deutschland prägen. Davon berichtet aktuell die „FAZ“ – und zeigt damit ziemlich genau, in welche Richtung Peter Altmaier denkt. „Liberale Wirtschaftspolitik“ sieht anders aus. Das nennen Kritiker eher „Sozialismus“.

Schutz vor dem Ausland

Der Schutz vor dem Ausland aber obliegt seiner Meinung nach selbstverständlich nicht nur dem Staat. Zunächst solle die Wirtschaft selbst sich schützen, etwa „durch Weiße Ritter“. Also jene Unternehmen, die andere Unternehmen aufkaufen. Nur dürften sie dann, dieser Logik zufolge, nicht aus dem Ausland kommen.

Die „letzte Möglichkeit“ jedoch sehe er darin, eine „öffentliche Beteiligung“ nicht „von vornherein“ auszuschließen. Das mögliche Instrument seien „Beteiligungsfonds“.
Seine Angst richtet sich vor allem gegen die USA und China. Die größten und in diesem Sinne bei Auslandsaktivitäten sicherlich vitalsten Volkswirtschaften, die es weltweit gibt. Die Angst vor Chinesen und US-Amerikaner speist sich sicher aus der Vorstellung, die entsprechenden Unternehmen könnten dominant werden und die „umfangreiche Wertschöpfung“, die es bei uns in Deutschland derzeit gibt, „auf sich ziehen“.

Ein Beispiel: Die Automobilindustrie.90 % der „Wertschöpfung“ würden in Europa hergestellt, wenn es um die in Deutschland produzierten Autos geht. Der Wertschöpfungsanteil könne geringer werden, wenn es in Zukunft tatsächlich in Richtung „autonom fahrender Fahrzeuge“ ginge.

Die „Wertschöpfung“ meint im Kern, dass die höchsten Differenzen zwischen dem Einkauf von Vorprodukten, Rohstoffen und Arbeitskräften und dem Verkauf, auch in Form von Zwischenprodukten, in Deutschland stattfinden müsse. Die wertvollste Veredelung sozusagen.

Sein Vorstoß allerdings widerspricht sämtlichen Vorstellungen des „Freihandels“, die seine Regierung und seine Kanzlerin all die Jahre formuliert hatten. Der freie Handel bezieht auch die Möglichkeit ein, in anderen Regionen produzierte Teile – und seien es die Fahrzeuge „aus Deutschland“ bzw. die früher hier hergestellten Fahrzeuge – bei uns zu verkaufen. Die Geister, die Wirtschaftsliberale vor Jahrzehnten riefen, möchte Altmaier mit einem verstaubten Sozialismus nun vertreiben.

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Kommentar

  1. Beim DLF kam diese Nachricht etwas klarer herüber. Es geht um die Großkonzerne, die geschützt werden müssten. Es ging nicht um mittelständige bzw. kleine Betriebe. Die dürfen nach wie vor ausbluten. Schaut man die deutschen Großkonzerne an, dann kann man beim genauen Hinsehen erkennen, dass sie nur deutsche Namen tragen und schon längst den Spekulanten gehören, die letztendlich bei jedem Konzern dieselben sind. Und wenn diese Firmen zerschlagen, die Filetstücke sich sichern und den Rest wegschmeißen, dabei den Menschen die eiskalte Schulter zeigen, stellt sich der Altmeier hin und will diese Leut noch vor sich selbst schützen. Welch eine Augenwischerei. Aber na ja, es ist ja dieser, der einst als Umweltminister das Guckloch in die Asse gebohrt hat um zu sehen wie schön die Behälter mit dem Atommüll vergammeln. Wenn die Großkonzerne geschützt werden müssen, dann allerhöchstens vor Russland und China, deren Firmen den Konzernen nach und nach den Schneid abkaufen, weil hinter den russischen und chinesischen Firmen Menschen mit gesundem Geist stehen. Und ich bitte die Menschen darum den Begriff Sozialismus nicht falsch zu deuten.

  2. Der Sozialismus, ein Gesellschaftsexperiment mit großem Mißerfolg. Die Idee war genial, allein der Kapitalismus schafft es täglich neu, an die niedrigsten menschlichen Instinkte zu appellieren, mit weltweitem Erfolg, seit Jahrhunderten. Heute gibt es in Deutschland die Rot-Grüne Toleranzdiktatur, die schlimmer als in der DDR (ExOssi), Jedem vorschreibt, was er zu sagen und zu denken hat und was der Biodeutsche zu akzeptieren hat, egal wie unwissenschaftlich und Bildungsfern das Politikgelaber auch sein mag. Schutz vor der ausländischen Konkurrenz ist ebenso Schwachsinnig. Indien und Russland werden in 5 Jahren die deutsche Wirtschaft überholt haben, China ist bereits uneinholbar. Schlussendlich soll der Biodeutsche abgeschafft werden.