in Wirtschaft

Der Dax-Konzern Wirecard hat aktuell die Wirtschafts-Schlagzeilen in allen Medien gepachtet. Das Unternehmen sieht sich als Betrugsopfer, nachdem 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten auf den Philippinen wohl nicht vorhanden sind. Peter Altmaier, Bundeswirtschaftsminister, hat sich das „überall“ vorstellen können, „nur nicht in Deutschland“. Herr Altmaier gehört damit wahrscheinlich, so Kritiker, zu einer Minderheit. Denn der Fall Wirecard lag praktisch in der Luft. Und unter der Führung auch von Peter Altmaier passiert so einiges, was sich vielleicht andere Menschen nicht haben vorstellen können.

„Alles andere als banal“

Herr Altmaier klärt zugleich auf: Dieser Vorgang wäre „alles andere als banal“. Aha. Es sei „ganz wichtig, dass sich ein solcher Fall mit Blick auf das Vertrauen in den Bankenstandort Deutschland so schnell nicht wiederholt“, mahnt er die Branche an. „Deshalb“ (weshalb deshalb? D. Red.) müssen „wir“, wo notwendig, hart durchgreifen.“

Der Mann hat offenbar übersehen, dass Wirecard seit 1,5 Jahren bereits im Verdacht steht, Bilanzmanipulationen zuzulassen. Im April hat der Wirtschaftsprüfer KPMG bei einer dementsprechenden Position seine Freigabe verweigert, nun kurz vor der Präsentation des Jahresabschlusses der Wirtschaftsprüfer EY.

Der frühere Vorstandsvorsitzende Markus Braun wurde einer Ermittlungsrichterin vorgeführt. Das Ganze war medial durch die „FT“ sowie das „Handelsblatt“ seit vielen Monaten begleitet worden. Vielen Menschen im Land fehlt die Vorstellungskraft, dass der Wirtschaftsminister die Zeitung nicht liest.

Vielleicht, so lässt sich mutmaßen, versteht er von den wirtschaftlichen Zusammenhängen auch nicht allzu viel. Schließlich postulierte er zum Ausbruch der Corona-Krise auch, wir würden keinen einzigen Arbeitsplatz in Deutschland verlieren. Zumindest 7,3 Millionen Menschen aber mussten Kurzarbeit beantragen.

Vielleicht übersieht Herr Altmaier auch, dass gerade der Bankenstandort Deutschland ein miserables Image hat. Denn ausgerechnet bei uns kam es zum großen Cum-Ex-Skandal – wohl mithilfe von Banken -, bei dem die Täter gleich mehrfach Steuerrückzahlungen im Zusammenhang mit Aktiengeschäften erhielten. Für ein und denselben Vorgang übrigens.

Vielleicht übersieht Herr Altmaier auch den Umstand, dass der Staat hier unzulässig, da unbegründet und nicht verhältnismäßig die gesamte Wirtschaft lahmgelegt hat. Ein derartiger Eingriff ist nach Meinung des Ex-Verfassungsrichters Papier jedenfalls begründungspflichtig – was hier nicht gelungen ist. Mehr zur Merkel-Regierung lesen Sie hier.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Hinterlasse eine Antwort für reiner tiroch Antwort Abbrechen

Dein Kommentar

Kommentar

  1. Der Altmeier konnte sich noch was vorstellen, und er lag bisher immer schwer daneben, gell? wo andere mit 35% Globalem Einbruch reden erzählt man uns brav was von max. 7% das sind nur 500% daneben so wie immer und bei jedem Thema halt.