in Wirtschaft

Die Geldpolitik von Mario Draghi wirkt sich immer deutlicher und drastischer auf Sparer aus. Wurden bis vor kurzem die Zinsen auf Erspartes auf nahezu null gesetzt, hat die Commerzbank jetzt angekündigt, Minuszinsen für Sparer einzuführen. Wer sein Geld also auf Commerzbank-Konten herumliegen lässt, muss demnächst Strafzinsen dafür bezahlen. Bankkunden sollen für ihr Ersparten bezahlen, dank Mario Draghi, den Bundeskanzlerin Merkel jüngst bei seiner Verabschiedung für sein Engagement und seinen Einsatz lobte.

Der Finanzchef der Commerzbank, Stephan Engels, sagte: „Wir haben zahlreiche Privatkunden angesprochen. Wir beginnen jetzt, Maßnahmen umzusetzen. Das Potenzial ist sehr groß.“ Bislang habe die Commerzbank keinem Kunden Strafzinsen in Rechnung gestellt. Doch jetzt fange man mit Kunden mit hohen Einlagen an. Ab welcher Einlagenhöhe die Strafzinsen gelten sollen, ließ Engels bislang offen. „Einfache Sparer“ würden aber verschont.

Engels sagte, die Commerzbank versuche Kunden, die „deutlich mehr als eine Million Euro“ auf dem Bankkonto haben, von alternativen Anlagemöglichkeiten zu überzeugen: „Bei privaten Kunden kehren wir die Treppe von oben, wir sind da im Moment noch weit weg von einer Annäherung an die Grenze von 100.000 Euro. Wir wollen die Kunden nicht vertreiben, sondern wir wollen ein Problem, das wir alleine nicht mehr tragen können, vernünftig managen“, so Engels.

Bei Firmenkunden erhebt die Commerzbank ab einer bestimmten Einlagenhöhe schon seit längerem Strafzinsen und passt diese nun an den weiter von Draghi gesenkten Leitzins an. „Wir prüfen auch die Freibeträge“, sagte Engels. Die Commerzbank will mit Preiserhöhungen und Optimierungen des Produktangebots erreichen, dass die Einlagen nicht weiter steigen. Ende September hatte die Commerzbank angekündigt, 2.300 Stellen zu streichen. Zudem wird jede fünfte Filiale geschlossen. Seit 2014 müssen Banken Strafzinsen zahlen, wenn sie Gelder bei der Europäischen Zentralbank parken. Diesen sogenannten Einlagesatz hatte die EZB zuletzt auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Hier lesen Sie, wie Sie sich dagegen wehren.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Scheinbar haben die Briten mit ihrem BREXIT doch nicht so unrecht. Es wird langsam Zeit, dass sich Deutschland die außenpolitische Einmischung verbietet! Hier brauche hier keine Mafiosi, EU-Kommissare und eine GroKo, die das noch alles unterstützt!

  2. DAS ist eine große sauerrei .Der Sparer soll Strafe zahlen das er sein Geld auf der Bank hat,mit dem die Banken arbeiten.Ich finde das ist eine einladung für DIEBE und VERBRECHER wenn man sein ganzes erspartes zuhause liegen hat ,ich sehe das als hilfe für verbrecher von denen wir doch schon genug haben in unserem land

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  • Commerzbank führt Strafzinsen für Privatkunden ein – Die Welt 11. November 2019

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