in Wirtschaft

Präsident Putin baut die Goldbestände Russlands stetig aus. Seit vielen Monaten lässt Putin jede Woche rund 5 Tonnen Gold von der russischen Zentralbank kaufen. Die Goldreserven Russlands betragen nun rund 2.000 Tonnen. Allein im Juni hat Moskau über 18 Tonnen Gold gekauft. Seit Beginn des Jahres sind die Goldreserven insgesamt um 100 Tonnen gestiegen. Analysten beziffern den Wert des Goldes in der russischen Zentralbank auf mehr als 100 Milliarden Dollar. Putin verkündete stolz: „Zum ersten Mal in unserer Geschichte decken unsere Reserven die gesamte Auslandsverschuldung, sowohl staatliche als auch private ab.“

Schon vergangenes Jahr war Russland mit 274 Tonnen Gold der größte Goldkäufer. Mit den Goldreserven will sich Putin aus der Abhängigkeit des Dollars befreien. Auch die Importe und Exporte werden systematisch auf Landeswährung umgestellt, US-Staatsanleihen im Wert von rund 168 Milliarden Dollar wurden verkauft.

Nach einer Bloomberg-Analyse werden immer größere Handelsströme von und nach Russland ohne Dollar abgewickelt. Immer mehr Staaten stellen ihren Handel auf ihre eigene Landeswährung um. Gold ist zudem die perfekte Anlage, um sich gegen Dollar-Sanktionen zu schützen.

Der Goldkauf Putins hat zwei Effekte. Zum einen steigt der Goldpreis durch den amerikanisch-chinesischen Handelsstreit. Jede dadurch verursachte Verunsicherung an den Weltfinanzmärkten führt zu steigenden Goldpreisen. Denn Gold gilt noch immer als sichere Anlage für Krisenfälle. Der Wert von Putins Goldbesitz steigt also mit jedem Handelsstreit zwischen Amerika und China. Durch die Zinssenkung der Fed wird Gold als globale Geldanlage wieder interessanter.

Auch die Chinesen kaufen Gold im großen Stil. Im ersten Halbjahr kaufte China 74 Tonnen Gold. Aktuell hat China rund 1.800 Tonnen Gold und soll planen, seine eigenen Goldreserven auf 8.500 Tonnen Gold aufzustocken um sich von der Dominanz der US-Währung emanzipieren. Womöglich wollen sich Russland und China nicht nur aus von der Dominanz des Dollars befreien, sondern sich gegen einen möglichen Dollar-Crash, d. h. einen neuen globalen Finanzcrash absichern, der nächstes Jahr stattfinden soll. Wir bereiten Sie hier darauf vor.

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