in Wirtschaft

Die Vergangenheit Monsantos könnte nun die Zukunft des deutschen Pharma-Chemie-Konzerns Bayer bedrohen. Eine schlechte Nachricht jagt nach der Übernahme des Agrochemiekonzerns Monsanto die nächste. Erst am Wochenende war bekanntgeworden, dass sich Monsanto illegaler Methoden bedient, um seine Geschäftsinteressen voranzubringen.

Gestern wurde bekannt, dass Bayer in den USA zum dritten Mal innerhalb von neun Monaten einen Prozess gegen sein Glyphosat-haltiges Pestizid „Roundup“ verloren hat. Ein Rentnerehepaar hatte geklagt, das das Pflanzengift jahrelang verwendet hatte und jetzt an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist.

Mit der Übernahme des umstrittenen Gentech-Saatgutherstellers Monsanto hat sich Bayer riesige Rechtsrisiken eingehandelt. Auch dieser verlorene Prozess fand in Kalifornien statt. Die Studie der WHO, gemäß welcher Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft worden ist, war ebenfalls wieder Gegenstand dieses Gerichtsprozesses. Monsanto wurde erneut vorgeworfen, mit manipulierten Studien die Krebsrisiken seines Produktes bewusst verschleiert zu haben. Die Jury befand schließlich am Montag, dass Monsanto in allen Anklagepunkten schuldig sei: Roundup sei krebserregend, Monsanto hätte die Konsumenten auf der Verpackung vor den Krebsrisiken warnen müssen und habe daher fahrlässig gehandelt.

2 Milliarden Dollar….

Die Höhe der verhängten Strafe beträgt laut amerikanischen Journalisten 2 Milliarden US-Dollar, wobei 1 Milliarde Dollar für jeden Kläger des Ehepaars vorgesehen sind. Die Geschworenen folgten mit dieser Geldstrafe dem Vorschlag eines Klägeranwalts. Damit verhängte die Jury des US-Gerichts eine deutlich höhere Geldstrafe als in den beiden vorherigen Urteilen gegen Monsanto. In einem ersten Urteil wurde Bayer zu einer Zahlung von 78 Millionen US-Dollar verurteilt, im März dieses Jahres wurde einem Mann 80 Millionen Dollar zugesprochen. Bayer ging gegen beide Urteile in Berufung.

Angesichts der inzwischen 13.000 eingegangenen Klagen in den USA ist die Zukunft von Bayer ungewiss. Die neuerliche Fusion eines deutschen und amerikanischen Konzerns könnte sich wieder als „Fluch“ herausstellen, genau wie die Fusion von Daimler und Chrysler, die nach dem Desaster wieder aufgelöst wurde – oder der Dieselskandal von VW, der in den USA seinen Anfang nahm und den deutschen Autobauer mehr als 30 Milliarden Euro gekostet hat. Fast könnte man meinen, dass die USA es auf die deutsche Wirtschaft abgesehen haben. Darauf deuten auch andere Umstände, die wir hier für Sie aufbereiten.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Das war klar. Siehe Daimler/Crysler …….
    Wie kann eine deutsche Topfirma so einen Irrsinn eingehen , ohne vorher die Altlasten (anstehende Prozesse) zu klären , wo doch bekannt ist , wie amerikanische Gerichte mit deutschen Firmen umgehen ? Wer verdient , wer zahlt – tausende Mitarbeiter, vor der Entlassung… Jeder Angestellte wär gefeuert ….und verklagt ….Umverteilung Arbeitsleistung Steuern nach US – für nichts

    • Unter einem gesunden Hausverstand unbegreiflich.
      Dafür muss man das deutsche Bildungssystem durchlaufen haben.
      Gehirngewascht, Verkopfung hier wie dort.