in Wirtschaft

Der Familie Porsche geht es bestens. Sie verdient und verdient, wie nun auch der „Spiegel online“ berichtete. Das Familienunternehmen – oder die Unternehmerdynastie, wie es korrekterweise heißt -, konnte in den vergangenen Jahren ein wachsendes Vermögen vermelden. Es wächst sogar noch schneller als das von vielen Milliardären in Deutschland – trotz aller erdenklichen Strafen und Verfahren.

Porsche verdient

Was ist da los? Der Dieselskandal führt an sich zu Fahrverboten in deutschen Innenstädten. Dazu, dass zahlreiche Verfahren in die Vorstände hinein geführt werden. In den Autoländern Niedersachen oder in Bayern. Die Schäden sind immens, Vorstandsvorsitzende wie Matthias Müller bei VW werden ausgetauscht, andere wie R. Stadler bei Audi sitzen in Haft.

All das tangiert die Familie Porsche offenbar nicht. Sie konnte im zurückliegenden Jahr gleich 3,5 Milliarden Euro mehr verdienen. Das Vermögen ist damit auf schätzungsweise 12 Milliarden Euro gewachsen. So jedenfalls sieht es das „Manager Magazin“ in seiner jüngsten Schätzung zu den Vermögen der 1001 reichsten Deutschen. Die Porsche Familie zählt damit erstmals zu den zehn reichsten (Familien) bei uns in Deutschland.

Warum das alles? Die Aktienkurse laufen gut. Sowohl für Volkswagen hat sich der Schock inzwischen gelegt als auch für Porsche. Volkswagen hatte im vergangenen Jahr doppelt so viel verdient wie zuvor. Das erste Halbjahr 2018 lief glänzend. Und dies alles hilft der Familie Porsche.

Das Nachsehen haben die Autofahrer selbst. Die verdienen in aller Regel mit den niedrigen Zinsen in Deutschland wenig Geld, zahlen mehr Steuern auf steigende (!) Benzinpreise, verlieren über den Euro an Kaufkraft und müssen auch noch hinnehmen, dass die Industrie sich offensichtlich weigert, Hardware-Nachrüstungen vorzunehmen. All dies wiederum schadet der Familie Porsche nicht.

Alles wie gehabt. Deutschland den Reichen. Auch im Absturz.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Ich gönne Porsche jedne Cent, den sie verdienen und wünschte Wendelin Wiedeking wäre der Manager von Deutschland. Dann wäre dieses Land innerhalb von 2 – 3 Jahren saniert (Problem- und Schuldenfrei).
    Unter der Links-grünen Regierung und der Öffentlichkeit, welche diese Regierung gewählt hat, rate ich allen Autokonzernen ihren Firmensitz und die Produktion nach Österreich zu verlagern. Zulieferer werden schon aus Nähe zu ihren Kunden nachziehen.
    Das wäre auch eine einmalige Gelegenheit ohne Behinderung von Gewerkschaften die faulen Eier aus dem Korb zu werfen. Mitarbeiter die gebraucht werden sollten natürlich übersiedeln dürfen, das müssten die Konzerne aushandeln.
    Die Wirtschaft muss da hin gehen, wo sie ungestört arbeiten kann.

    • Auch wenn die Erben des legendären Porsche-Gründers Ferdinand Porsche meistens mit Deutschland verbunden werden, so sind sie doch Österreicher. Sie alle sind österreichische Staatsbürger, alle sind in Österreich ansässig und zahlen Steuern in Österreich.