in Wirtschaft

Im Oktober wird die Europäische Zentralbank EZB einen neuen Präsidenten bekommen. Mario Draghi, vormals bei Goldman Sachs, muss gehen. Der Mann, der die Zinsen immer nur in eine Richtung verändert hat: nach unten. Die Hoffnung auf eine Wende zum Guten, zu „natürlich“ positiven Zinsen, müssen wir alle allerdings wohl begraben. Schon jetzt wird klar, dass die möglichen Nachfolger uns allen eher noch mehr als weniger in die Taschen greifen werden.

Chef-Volkswirt mit deutlichen Aussagen

Zunächst wird ein neuer Chefvolkswirt bei der Europäischen Zentralbank EZB eingesetzt. Und zwar zum 1. Juni. Der, ein Ire namens Philip Lane, wird sich wohl weder vom bisherigen Chefvolkswirt noch von Draghi sonderlich unterscheiden. Lange gilt nach Meinung von Beobachtern der EZB (siehe Kolumne von Manfred Gburek auf „Goldseiten“) nicht als Mann, der sich der EZB-Spitze gegenüber oppositionell zeigen würde. Sein Vorgänger indes ließ jetzt schon wissen, in welche Richtung die Abteilung auch künftig denkt.

Für den Fall, dass sich die Eurowirtschaft „weiter abschächt“, könnten die Pläne Zinsanpassungen vorsehen. Er meint: Nach unten. Es könnte auch andere Maßnahmen geben. Es sei nun wesentlich wahrscheinlicher, dass die Zinsuntergrenze erreicht würde. All dies ließ der aktuelle EZB-Chefvolkswirt Peter Praet erst vor kurzem durchblicken. Nebulös, aber letztlich deutlich.

Niemand weiß, wo die „Zinsuntergrenze“ gesteckt ist. Bei 0 % jedenfalls nicht, denn die Bank erhebt von den Geschäftsbanken jetzt bereits Negativzinsen, wenn das Geld dort deponiert wird. Dabei kommen Sie ins Spiel:

  • Anleihen sind aktuell mit negativen Zinsen ausgestattet. Die werden weiter sinken, das heißt, mit Staatsanleihen lässt sich effektiv kein Geld mehr verdienen. Einzig aktuell noch mit 10jährigen Anleihen aus Deutschland.
  • Nahezu alle großen Institutionen, mit denen Sie zu tun haben, Lebensversicherungen, Krankenversicherungen, Rentenkassen, kaufen solche Anleihen und müssen dies im Grunde den Vorschriften nach auch. Der Sicherheit wegen. Sie werden auf diesem Wege noch weniger Überschüsse direkt oder indirekt erhalten als ohnehin schon. Für längere Zeit.
  • Die Zinsen auf dem Sparkonto werden – ganz direkt – weiter niedrig bleiben, vermutlich aber sinken.
  • Und die Inflationsrate wird steigen. Mit hoher Sicherheit – und dies kann weit schneller gehen als bislang. Und weit höher: die bisher erreichten 1,5 % sind lediglich ein Vorgeschmack auf das, was kommen kann. Bereiten Sie sich auf eine Zinsenteignung und deutlich steigende Preise vor.
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