Angst vor Insolvenzwelle: Banken erhöhen Risikovorsorge

Die Angst vor der mehrfach prognostizierten Insolvenzwelle, die im Herbst über das Land hereinbrechen soll, hat dazu geführt, dass die großen deutschen Banken begonnen haben, ihre Risikovorsorge um ein Vielfaches zu erhöhen. Je länger die Corona-Einschränkungen anhalten, desto größer dürfte das Risiko von Kreditausfällen ausfallen – das zumindest befürchten Ökonomen und Banken.

Die DZ Bank, die zweitgrößte deutsche Bank, musste ihre Risikovorsorge im ersten Halbjahr verfünffachen, wie sie den Medien mitteilte. Die Landesbank Baden-Württemberg hat ebenfalls mitgeteilt, dass sie ihre Risikovorsorge von 63 auf 281 Millionen Euro erhöht hat. Bei der Nord LB wurde die Vorsorge für Kreditausfälle sogar von einer Million auf 99 Millionen Euro erhöht. Die Risikovorsorge der Deutschen Bank lag im vergangenen Jahr bei 301 Millionen Euro. Nach Informationen der „FAZ“ hat die Bank das Kreditrisiko dieses Jahr auf 1,3 Milliarden Euro angehoben.

Bislang sind den Banken noch nicht nennenswert viele Kredite weggebrochen. Den Anteil der tatsächlichen „Problemkredite“ bezifferte die Landesbank Baden-Württemberg auf „niedrige 0,8 Prozent“. Aber die hohen Risikorückstellungen verringern die Handlungsfreiheit, wenn es darum geht, neue Geschäfte zu machen, beklagt die LBBW.

Nachdem die Bundesregierung die Pflicht zur Insolvenzanmeldung bis zum Jahresende verlängert hat, wächst bei den Banken die Sorge um noch größere Kreditausfälle: „Eine steigende Zahl von Unternehmensinsolvenzen sowie eine Rückkehr der Volatilität an den Märkten könnten das Ergebnis neu belasten“, befürchten die Vorstände der DZ Bank.

Sowohl bei der DZ Bank als auch bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist das Geschäftsergebnis zurückgegangen. Die LBBW vermeldet einen vorläufigen Rückgang der Gewinne um gut zwei Drittel. Dennoch konnten beide Banken noch Gewinne vermelden.

Die 20 größten europäischen Geldinstitute haben Rückstellungen von 50 Milliarden Euro gemacht. Damit ist die Risikovorsorge so hoch wie zuletzt im Jahr 2010, also kurz nach der großen Finanzkrise, und weit höher als in den Jahren der Euro-Schuldenkrise. Sie sollten sich vorsehen – hier. 

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