in Wirtschaft

Die Altersarmut in Deutschland nimmt zu. Die Statistik in Deutschland, die jetzt vom „Destatis“, dem „Statistischen Bundesamt“, veröffentlicht wurde, ist eindeutig. Die Zahlen zeigen zum Beispiel, das auch die Armutsgefährdungsquote steigt.

Armutgefährdung steigt

Sehen wir uns die Zahlen im Detail an. Als „alt“ gelten dieser Definition nach die Menschen ab „65+“. Dabei sei der Anteil der Menschen, die „gemessen am Bundesmedian“ armutsgefährdet seien, in den zurückliegenden 15 Jahren um 4,7 Prozentpunkte gestiegen. Er beträgt nun 15,7 % (Bewertungsjahr: 2019). Die Statistiker führten aus, dass es in keiner anderen Altersgruppe einen derart hohen Anstieg gegeben habe (seit 2005).

Der Bundesmedian beschreibt, wie hoch das Einkommen bei dem Menschen ist, der exakt 50 % aller Menschen übertrifft. Dies ist ein statistischer Mittelwert, der also unterstellt, dass die Verteilung in etwa gleichförmig ist.

Die weiteren Zahlen: Die Armutsgefährdungsquote ist 2019 insgesamt um 1,2 Prozentpunkte auf immerhin 15,9 % gestiegen. Im Westen liegt die Armutsgefährdungsquote bei den in diesem Sinne „Älteren“ gegenüber 2005 4,6 Prozentpunkte höher und beträgt 16,2 %. Im Osten ist die Quote auf 13,8 % gestiegen. Wer im Saarland wohnt, ist besonders armutsgefährdet: Dort beträgt die Armutsgefährdungsquote 18,4 %.

Da hier Zahlen seit 2005 vorgestellt werden, erinnern wir daran, dass Frau Merkel seit 2005 Kanzlerin der Republik ist. Die Massenmedien hatten gleichfalls schon über das Problem berichtet.

„Inzwischen sind die Zahlen so alarmierend, dass auch die „Tagesschau.de“ und das „Morgenmagazin“ der ARD die Augen nicht mehr verschließen. Die „Tagesschau“ etwa zitiert die ARD-Sendung „Monitor“ mit Zahlen, die alarmierend sind. Allein im Jahr 2017, für das hier – in dieser Untersuchung – die Zahlen vorliegen, ist der Anteil der Rentner und Pensionäre, die als armutsgefährdet gelten, auf 18,7 % der Bevölkerung gestiegen. Noch 2010 waren war 14 %. Der Anstieg also errechnet sich ausgehend von diesen 14 % zu 33 %. In absoluten Zahlen wird das Drama deutlich: 803.000 Rentner und Pensionäre zusätzlich gelten nun als armutsgefährdet.

Statistisches Bundesamt hat die Zahlen noch nicht veröffentlicht

Noch sind die Zahlen des statistischen Bundesamtes nicht veröffentlicht. Allerdings sind alleine im Jahr 2017 215.000 Rentner und Pensionäre zusätzlich als armutsgefährdet eingestuft worden. Insgesamt ist die Anzahl der Rentner und Pensionäre, die als armutsgefährdet gelten, mit 3,2 Millionen Menschen schon alarmierend groß.

Nach der vom statistischen Bundesamt zugrunde gelegten Definition ist armutsgefährdet, wer – alleinstehend – maximal 13.628 Euro Einkommen pro Jahr erzielt. Geht es nach Meinung der Redaktion von „Monitor“, wird sich die jetzt genannte Zahl in den kommenden Jahren im Merkel-Land noch einmal erhöhen. In den kommenden 10,15 Jahren würde die Zahl „sehr, sehr deutlich“ wachsen, insofern immer mehr Menschen für geringe Löhne gearbeitet haben, Teilzeitjobs nachgehen mussten oder „unterbrochene Erwerbsbiographien“ haben.“

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Mit Hartz-4 und den prekären Jobs, mit denen Deutschland zum Billiglohnland verkommen ist, hat aber die SPD mit Schröder schon angefangen. Die Merkeln macht da nur weiter (wenn man sich mal vor Augen hält, wie lange sie den Mindestlohn abgelehnt hat).
    Der Arbeiter hat 8 h gearbeitet und der Unternehmer den Gewinn eingesteckt, während der Arbeiter nach einem langen Arbeitstag noch zusätzlich Aufstockungen aus Steuergeldern beziehen musste, um seine Familie zu ernähren. Und von Billiglohn und Aufstockung fließen nun mal keine Rentenbeiträge in die Kasse.

    Man sollte da mal forschen, wer die wahren Schmarotzer sind und wieviele „Sofort-Rentner“ ins Land geholt werden, die die soziale Lage in DE noch zusätzlich verschärfen.