Die Nach-Merkel-Ära: Sehnsucht nach politischer Radikalwende

CDU und CSU befinden sich seit Monaten im Abwärtstrend. Die CSU, in Bayern bislang immer an der Spitze, wird sie es im Herbst nochmal schaffen? Wohl kaum. Die SPD wurde mittlerweile von der AfD überholt. Die Grünen nimmt sowieso keiner mehr ernst. Und die FDP? Wer war das nochmal? Deutschlands Volksparteien erodieren. Genauso wie die Merkel-Ära. Mit „Merkel-muss-weg“ ist es jedoch nicht getan. Wer soll den Karren aus dem Dreck ziehen, wenn Merkel weg ist? Einen Seehofer, eine Kramp-Karrenbauer oder einen Lindner kann sich niemand an der Spitze vorstellen. Eine Frau Weidel ebenfalls nicht. Hat das System Volksparteien ausgedient?

Immer mehr Menschen, also Wähler gewöhnen sich an den Gedanken, dass überhaupt keine Partei gewählt werden muss. Diesem Trend folgen immer mehr. Die Sehnsucht nach einer radikal politischen Wende ist so stark wie nie. Man ist Merkel-müde, Migranten-müde, Berlin-müde, Politik-müde, System-müde. Einzig die politischen „Ausscherungen“ der AfD erwecken hin und wieder die Gemüter. Doch ist die AfD wirklich eine Alternative? Eine Alternative, die zumeist gegen das Establishment Merkel wettert, jedoch selbst kaum neue Alternativen bietet?

Die Zeit der faulen Kompromisse scheint abgelaufen. Was uns die Polit-Darsteller namens Merkel, Maas, de Maizière und Seehofer in den letzten Wochen und Monaten lieferten will nicht mehr geschluckt werden. Der Bevormundung durch eine sinnfreie Politik von hoffnungslosen Dilettanten und Versagern wollen sich immer weniger Menschen in diesem Land unterordnen. Doch was fehlt sind Ideen für einen Neuanfang. Politiker, die den Willen der Bürger tatsächlich vertreten. Oder hat das ganze System ausgedient? Müssen wir uns nach anderen Systemen umsehen, die besser funktionieren und den Bürgern ein tatsächliches Mitspracherecht einräumen? Wie in der Schweiz beispielsweise?

Sind die Deutschen etwa aufgewacht? Ist es denkbar, dass entgegen der vehementen Bemühungen der Mainstream-Medien sowie von Maas und Konsorten, alternative Medien zu unterdrücken, die Menschen in der Lage sind, sich ihr eigenes „Bild“ zu machen? Oder haben es die Politik-Darsteller in Berlin so sehr übertrieben, dass selbst Menschen im Tiefschlaf stutzig werden mussten, ob in diesem Land noch alles mit rechten Dingen zugeht?

Wie dem auch sei – die Mainstream-Medien blasen noch ins alte Horn. Auch sie sind im Niedergang – genau wie die Volksparteien. Wo bleibt die Kritik von Journalisten und Medien an der Politik? Medien, die in Demokratien eigentlich die sogenannte „vierte Gewalt“ darstellen müssten? Ihre grundlegende Funktion, das Volk objektiv zu informieren, durch Kritik und Diskussion zur Meinungsbildung beizutragen und damit Teilnahme zu ermöglichen, kommt die Mehrheit der Leitmedien längst nicht mehr nach. Oh Schreck, haben Deutschlands „unmündige“ Bürger den Medien etwas voraus? Es sieht danach aus. Denn so sehr sie sich auch mit falschen Nachrichten über Putin, Trump oder welches Thema auch immer bemühen, die öffentliche Meinung zu diktieren – es funktioniert mehrheitlich nicht mehr.