ARD fordert: MERKEL muss weg!

Jetzt hat Angela Merkel wohl den letzten Rückhalt verloren. Die Kanzlerin muss weg, wenn es nach dem Kommentar eines Journalisten geht, der für das „ARD-Studio“ in Brüssel gesprochen hat. Ein fast schon vernichtender Kommentar, der keinen Stein mehr auf dem anderen lässt. Wir dokumentieren diesen Kommentar aus diesem Grund.

Niemand traut Merkel

Der Kommentar behauptet, und unserer Meinung nach aus gutem Grund, dass niemand mehr der Kanzlerin über den Weg trauen würde. Auch die anderen Regierungschefs gingen sich fleißig aus dem Weg, so die Meinung. Europa sei in zahlreichen Ländern zu einem „Nicht-Namen“ mutiert. Schlechte Laune sei garantiert, sobald der Begriff in den Mund genommen würde. Es sei eine Bankrotterklärung der Union, dass auf dem Gipfel nichts zustande gekommen ist, so die Meinung. Beim Umgang mit dem Thema Migration würde nichts mehr „gehen“, heißt es auf www.tagesschau.de. Es kämen ausschließlich nur gut klingende Aussagen, wonach etwa die Grenzen der EU nach außen besser geschützt werden müssten. Ansonsten sei nichts zu vernehmen.

Schuld sei im Wesentlichen Angela Merkel. Die Kanzlerin hat sich dafür entschieden, bei unklaren Situationen die Nebelscheinwerfer zu verwenden, heißt es. Sie fahre „auf Sicht“ und würde lediglich mit der Hoffnung agieren, der Wind würde die Probleme, also hier den Nebel, zur Seite schieben.

Noch 2011 und 2012 ignorierte sie demnach die Anzahl an Flüchtenden, die sich bereits nach oben schob. Merkel vermerkte damals, dies sei nicht Deutschlands Problem, sondern vielmehr eine Schwierigkeit für Italien oder auch für Griechenland.

Erst im Herbst 2015 sei die Rede davon gewesen, es bräuchte eine „europäische Solidarität“. Natürlich viel zu spät. Und so sei sie sogar gewillt gewesen, die EU zu spalten. Die Osteuropäer seinen in „die Ecke gedrängt“ worden, Merkel habe deren Protest einfach überstimmen lassen und stattdessen Zwangsmaßnahmen angeordnet.

Merkel würde wie auch in den diversen Finanzkrisen, etwa in Griechenland, „verbrannte Erde hinterlassen“. Und zwar überall. Das erst habe die rechten Gruppierungen wie bei uns in Deutschland die AfD stark werden lassen – und auch die Populisten in den eigenen Reihen. Etwa einen Markus Söder oder Jens Spahn. Doch denen sei allenfalls der kurzfristige Erfolg wichtig.

Und so endet der Kommentar mit einer Ansprache, die es in sich hat. Nach annähernd 13 Jahren im Kanzlerschaft gebe es in Europa nur noch „spürbare Abneigung“ für sie. Dies wäre das Ergebnis der Treffen aus den vergangenen Monaten. Sie sollte endlich helfen, die europäische Spaltung zu vermeiden. „Räumen Sie das Kanzleramt“, so die Aufforderung. Für einen Kanzler, der noch nicht so „belastet“ sei wie sie. Der wirklich für die Interessen der europäischen Nachbarn mit einstünde.

Noch ist der Kommentator, Malte Pieper, nicht entlassen worden. Doch die Worte sind eindeutig: Der Brüssel-Korrespondent kommentiert immerhin im Namen des Gebührensenders ARD. Frau Merkel wird nicht erfreut sein. Noch immer bestimmen die Parteien, wer in solchen Sendern die großen, bedeutenden Sessel bekommt.

In diesem Sinne hat sich der Kommentator entweder schon auf neue Zeiten eingestellt, von denen er annehmen muss, sie würden kommen, oder Strafversetzung in Kauf genommen. Couragiert, meinen wir als Redaktion und warten, ob auch die Kleber-Sendungen im ZDF das Kind beim Namen nennen. In der EU hat Angela Merkel ähnlich wenig Rückhalt wie in ihrer eigenen Partei oder im ganzen Land. Kanzlerdämmerung, wie sie Frau Merkel vielleicht noch aus der Endphase der DDR kennen kann, als auch „endlich“ offener über die Unlust des Volkes an ihrer Regierung gesprochen werden konnte.