Gerichtsmediziner warnt: Immer mehr Suizide wegen Panikmache

Prof. Michael Tsokos ist Direktor des Instituts für Rechtsmedizin in der Berliner Charité. Tsokos hat eine Studie über die panischen Reaktionen und deren Folgen gemacht, die durch die Corona-Panikmache von Politik und Medien ausgelöst worden sind. Tsokos hat seit dem 20. März seine Obduktionsfälle ausgewertet. Dabei sei er auf etwas gestoßen, was er als Rechtsmediziner so noch nie gesehen hätte. Die betroffenen Verstorbenen, die er obduziert hätte, hätten so viel Angst vor dem Tod durch das Coronavirus gehabt, dass nur noch der Tod der einzige Ausweg gewesen sei. Dieses tragische Phänomen bezeichnet Tsokos als „Corona-Suizid“.

Ein 39-jähriger Mitarbeiter einer europäischen Botschaft habe sich am 20. März das Leben genommen. Kriminalpolizeiliche Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann sich offenbar vor einer potenziellen SARS-CoV-2 Infektion gefürchtet hatte. In den Tagen vor seinem Tod habe der Mann einen leichten grippalen Infekt gehabt. Ein Abstrich sei bei zwei unabhängigen Ärzten als nicht notwendig angesehen und daher abgelehnt worden. Der Mann sei aber durch die Symptome des grippalen Infekts offenbar so paranoid gewesen, sich mit dem VIrus angesteckt zu haben und habe deshalb dann Suizid begangen.

Warnung vor Panikmache

Ein 63-jährigen Mann durch Suizid verstorbener Mann sei am 8. April in seinem Wohnhaus gefunden worden. Gegenüber seiner Ehefrau hatte er offenbar Tage zuvor geäußert, sicher zu sein, am Coronavirus erkrankt zu sein. Er habe in den letzten Nächten vermehrt geschwitzt. Sein Arzt hatte aber keine vermehrten Hinweise auf eine Coronavirus-Infektion festgestellt und daher keinen Abstrich veranlasst. Offenbar hat die Angst vor der Erkrankung den Mann dann aber in den Suizid getrieben.

Tsokos beschreibt in seiner Studie viele weitere, ähnliche Fälle, wo Menschen aus Angst vor einer Corona-Infektion Suizid begangen hätten. Der Rechtsmediziner warnt aufgrund seiner Studienergebnisse Virologen und Politik eindringlich, die überzogene Panikmache einzustellen. Denn diese könne bei psychisch nicht stabilen oder an Depressionen erkrankten Menschen das Gefühl hervorrufen, die Welt steuere auf einen Abgrund zu.

Tsokos appelliert, die Kommunikation müsse besonnener und ruhiger geführt werden. Ansonsten würden am Ende weitaus mehr Menschen durch Suizid oder Alkohol als durch das Coronavirus sterben. Die Panikmache hat noch weitere Folgen – wie Sie hier lesen.