„Wir brauchen eine Rück-Entwicklung der reichen Länder“

Im September diesen Jahres fand in New York ein Treffen statt, dass im Rahmen der Arbeit der UN weitere Schritte in der Entwicklungspolitik für die nächsten Jahre festgelegt hat: die “SDGs – Sustainable Development Goals” (Nachhaltigen Entwicklungsziele).

Im Vergleich zu dem bisherigen Plan, den Millenium Development Goals, haben sich an der Oberfläche einige Parameter geändert, doch am Ende steht weiter im Mittelpunkt: das Wachstum.

Seit nun mehr 70 Jahren ist das Wachstum der Wirtschaft im Fokus, obwohl schon länger klar ist, dass es so nicht funktioniert: Seit 1980 ist die Weltwirtschaft um 380% gewachsen, während die Zahl der Menschen in Armut, die von weniger als $5 pro Tag leben, um 1,1 Milliarden gestiegen ist.

Auch der Planet Erde und die Umwelt kommen in der Wachstumsspirale an ihre Grenzen: Der am globalen Wachstum hängende Konsum ist in den letzten Jahrzehnten so immens angestiegen, dass die Menschheit schon heute über die Ressourcen der Erde hinauslebt und statistisch gesehen das Equivalent von 1,5 Erden pro Jahr (ver-) braucht.

“Anstatt arme Länder dazu zu drängen mit den Reichen aufzuholen, sollten wir reiche Länder von der Notwendigkeit des Rück-Entwickelns überzeugen.”

Bei weiterer Betrachtung fällt zudem auf, dass die Wachstumsdaten rund um das Bruttoinlandslprodukt (BIP) nicht zwingend mit der Lebenserwartung oder dem empfinden eines glücklichen und erfüllten Lebens korrelieren: In den USA liegt die Lebenserwartung bei 79 Jahren bei einem pro Kopf  BIP von $ 53.000 und einer benötigten Fläche pro Kopf von 8 Hektar.

Kuba hat eine ähnliche Lebenserwartung mit nur $ 6.000 und 1,9 Hektar pro Kopf und kann zusätzlich eine der höchsten Zahlen an Alphabetisierung aufweisen. Betrachtet man das empfinden von Glück und allgemeinem Wohlbefinden, so steht Costa Rica mit einem Viertel des BIPs pro Kopf der USA an erster Stelle der Rankings.

“70% in Ländern mit mittleren und hohen Einkommen sind davon überzeugt, dass Überkonsum und Wachstum unseren Planeten und unsere Gesellschaft gefährden.”

Alternative Beispiele zeigen einige Länder in Südamerika, z.B. mit dem Konzept des Buen Vivir. Dieser Versuch der ganzheitlichen Organisation der Gesellschaft mit seiner Umwelt hinterfragt das Glück durch Wachstum und materialistischen Wohlstand und stellt das Wohlbefinden des einzelnen Bürgers sowie seiner Umwelt in den Mittelpunkt.

Eine weitere Entwicklung ‘wie gehabt’ wird gravierende Folgen haben:

“durch den Überkonsum und die folgen auf Umwelt und Klima verlieren wir den Fortschritt im Kampf gegen die Armut durch einen Zusammenbruch von Ernährungssystemen und daraus resultierenden Hungerkatatstrophen.”

* Die Zitate sind freie Übersetzungen aus dem Englischen und der Quellen entnommen.

Quelle:

http://www.theguardian.com/global-development-professionals

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