in Umwelt

Obwohl das Bienen- und Insektensterben nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt von Forschern dokumentiert und bewiesen ist, weigert sich die Bundesregierung noch immer, die tödlichen Pestizide in Deutschland zu verbieten. Auch in Holland, das auch der „Plastikgarten Europas“ genannt wird, kommen Pestizide immer noch zum Einsatz.

Nicht nur die Honigbienen sind im Begriff auszusterben. Auch Wildbienen, die ebenfalls für die Bestäubung von Pflanzen sorgen, verschwinden zusehends. Sie leiden genauso unter den Pestiziden, Monokulturen und einer immer gleichförmigeren Landschaft.

Die Stadt Amsterdam hat jetzt eine Initiative ergriffen, die belegt, dass sich die Bestände der Wildbienen durch einfache Maßnahmen rasch erholen können. Denn einst gab es in den Niederlanden rund 360 Wildbienenarten. Doch rund 60 Arten sind bereits ausgestorben oder stark vom Aussterben bedroht. Noch gibt es rund 300 verschiedene Wildbienenarten in Holland, zu denen auch Hummeln gehören. Doch ihre Anzahl ist dramatisch gesunken.

In Amsterdam findet man nur etwa ein Drittel aller Wildbienen, doch die Bewohner der niederländischen Hauptstadt haben ihr Herz für Wildbienen entdeckt. Sie lassen die Bienenpopulationen regelmäßig untersuchen und zählen. Die letzten Ergebnisse haben die Bienenforscher optimistisch gestimmt, denn in der Hauptstadt haben sich zehn neue Wildbienenarten angesiedelt. Und auch andere Arten, die vor wenigen Jahren noch selten waren, werden wieder häufiger gezählt.

Denn die Stadt Amsterdam hat in allen öffentlichen Grünanlagen Pestizide verboten. Die Grünanlagen dürfen nur noch ökologisch bewirtschaftet werden. Zudem werden allerorten sogenannte „Insektenhotels“ aufgebaut, die von den Wildbienen dankbar bezogen werden. In den öffentlichen Grünanlagen werden zudem wieder natürliche Wiesen-Blumen ausgesät, die sich im Frühjahr in ein buntes Blumenmeer verwandeln.

Das alles hat dazu geführt, dass Amsterdam ein regelrechtes Refugium für Wildbienen geworden ist. Das Wichtigste allerdings war das Verbot von Pestiziden – nicht nur auf öffentlichen Grünflächen, sondern auch in den privaten Gärten, sagen die Bienenforscher. Und jeder könne Wildbienen helfen, in dem er in seinem Garten – und sei er noch so klein – ein „Bienenhotel“ aufstelle.

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