in Umwelt

Die „Grünen“ sind eine Partei, die sich dem Naturschutz verschrieben hat. Manchmal gerät sie wegen besonders ausufernder Freundlichkeit unter Beschuss. Jetzt trifft es die schleswig-holsteinischen Grünen, die sich ganz allgemein für den Wolf einsetzen, der eine Art von Ko-Existenz zum Menschen führe. Gleichzeitig wird derzeit ein „Problemwolf“ gejagt.

Keine Panik…

Der Grüne Jan Philipp Albrecht, der in Schleswig-Holstein das Umweltministerium führt, gilt ohnehin als „entschlossen“, wie seine Kritiker es formulieren. Ein „Bessermacher“, wie es die etwas weniger gutwilligen Kritiker formulieren. Jetzt möchte er den Wolf schützen. Der FAZ sagte er, „Die Regel muss sein, dass wir mit den Wölfen, die wir haben und die noch kommen werden, in Koexistenz leben“.

Die Redaktion dieser Seite musste erst mehrfach lesen, um zu begreifen, dass die Aussage ernst gemeint ist. Sie las sich wie eine satirische Wendung zu den zahllosen Flüchtlingsdiskussionen. Jetzt ist es der Wolf, der verstärkt in Deutschland einwandert. Gewollt von den einen, verflucht von den anderen, die in der Regel etwa Schafe halten. Oder hielten, wie es in manchen Gegenden schon heißt. Die Wölfe, so die Sprache des Grünen, „werden dann auch willkommen geheißen“.

Eine Willkommenskultur der besonderen Art. Gilt doch der Wolf zumindest der Sage nach als Feind des Menschen. Der Umweltminister aber spricht für „uns“. „Wir haben als Gesellschaft die Entscheidung getroffen (…)“, Wölfe unter Schutz zu stellen. Sie sollten nicht zur aussterbenden Spezies gehören.

„Wir“? Fragt diese Redaktion. Daran kann sich hier niemand erinnern. Erschütternd ist für uns Büroschaffende weniger die Angst vor dem Wolf da draußen. Es ist die Angst vor der Vereinnahmung durch die Bessermacher. Denn „wir“ sollten schon mitentscheiden dürfen, wenn „wir“ nachher zitiert werden. Oder sehen Sie dies anders? Teilen Sie uns Ihre Meinung gern mit.

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Kommentar

  1. Der Wolf steht seit der frühen Menschheit als Raubtier dem Mensch gegenüber. Aufgrund der Besiedlung und des Sesshaftwerdens der damit verbundenen Tierzucht ist der Wolf weiter feindlich geworden und deshalb zwar aus seinem Lebensraum zum Überleben des Menschen verdrängt worden. Inwieweit man jetzt eine „friedliche Koexistenz“ mit Wölfen propagieren kann, ist mir unverständlich, scheint aber der Unvernunft geschuldet zu sein. Diesen Gutmenschen der Grünen sollte man einmal beibringen mit anderen Menschen in friedlicher Koexistenz zu leben, dann wären wir schon ein ganzes Stück weiter in der Welt um auch den Rest, der eigentlich der Großteil ist, der Natur einen gehörigen Platz einzuräumen.

  2. Die Grünen Quakfrösche nun wieder …
    Aber dass sie sich einbilden für uns alle sprechen zu dürfen verwundert kaum jemanden, oder?
    Wo doch ihre „Große Fraktionsvorsitzende
    Katrin Göring-Eckardt“ eindeutig sagte: „Und wenn jemand etwas anderes sagt, so werden ‚wir‘ das nicht zulassen!“
    Wie ich woanders schon mal schrieb: der normale Hausschwamm frisst Mauerwerk – der grüne Hirnschwamm frisst Verstand!
    Anders kann man sich dieses grüne Schwachmaten-Gebrabbel wirklich nicht mehr erklären.

    Keine Missverständnisse bitte! Mir liegt die Natur sehr am Herzen, und ich trete auch anderen gegenüber immer für eine saubere Umwelt ein! Was aber die „Grünen“ mit Naturschutz zu tun haben wollen, wird mir ewig ein Rätsel bleiben!

  3. Grünes Geschwafel hin oder her, nur der Wolf gehört zur Natur und ist für das Gleichgewicht extrem wichtig.
    Der Mensch ist in den Lebensraum des Wolfes eingedrungen und hat ihn fast ausgerottet – nicht umgedreht. Der Schutz von Herden ist heute ohne grosse Probleme möglich, auch wenn es Aufmerksamkeit und Einsatz braucht. Der Einsatz wäre z.B. nicht so hoch, wenn man regional und nachhaltig produzieren würde und z.B. keine Schafherden mit hunderten von Tieren machen würde.

    • Also hält jeder in Zukunft sein eigenes Schaf und schiebt es des Nachts unters Bett, damit der Wolf es nicht kriegt!? ;-)
      Haben sie sich schonmal umgesehen – draußen, vor der Tür? Können sie 5 km in irgendeine Richtung sehen, ohne den nächsten Ort zu entdecken?
      Der Mensch ist in den Lebensraum des Wolf’s eingedrungen? Ach echt? Beweise? Schon mal was von Evolution gehört? Wer war zuerst da? Oder doch eher beide gleichzeitig?
      Und „AUSGEROTTET“! Ein starkes Wort für bloße Verdrängung! Und das hat wieder mit Entwicklung (ergo: Evolution) zu tun!
      Wie soll die Menschheit wohl zukünftig ernährt werden , wenn der Traum der Grünen Realität wird, dass jeder Bauer zwei Handbreit Acker bewirtschaftet?
      Grünes Schwachmaten-Gebrabbel, sonst nichts!

  4. Wenn das Wörtchen wenn nicht wär,
    wär mein Papa Millionär.

    „Der Schutz von Herden ist heute ohne grosse Probleme möglich, auch wenn es Aufmerksamkeit und Einsatz braucht.“

    „Der Einsatz wäre z.B. nicht so hoch, wenn man regional und nachhaltig produzieren würde und z.B. keine Schafherden mit hunderten von Tieren machen würde.“
    Die nicht mehr gegebene Rentabilität, den Ausgleich der Löhne dazu bezahlen Sie??

    Nachdem die nachhaltig betriebene Landwirtschaft unter dem Titel: Landschaftsgärtner läuft,
    will man den Bauern was noch alles aufbinden?
    Die Jungen, die`s überreißen, wofür Politik sie degradiert und benützt werden sagen: tschüß; leckts mich.

  5. Gehört der Wolf nur zu unserer Kulturlandschaft weil man die immer bösen Leute abschreckt oder weil wir mitlerweile unsere Beziehung zur Natur wiederherstellen wollen? Vielleicht ist beides der Fall!

  6. 1,000 Wölfe fressen im Jahr 55.000 Rehe = 4,6 % der Jagdstrecke zusätzlich, er frisst sie bevor die Tiere tot sind. Er fängt am Gedärm an. Was hat das mit Romantik zu tun?
    Wenn ich Pferde mit Fohlen auf der Weide sehe, dann geht mir das Herz auf. Wenn ich daran denke, dass das in Zukunft nicht mehr möglich ist, wegen dem Wolf. Dann kann ich die Grünen nicht mehr wählen, denn sie wollen den Wolf.
    Es gibt keine Zäune, welche die Tiere vor dem Wolf schützen. Sie werden übersprungen. Auch die speziellen Hunde sind kein optimaler Schutz. Eine Schafherde war durch 3 km ordnungsgemäßen Elektrozaun eingezäunt und 3 spezielle Hunde waren in der Herde. Trotz allem wurden 43 Schafe gerissen.