in Umwelt

Eine schwedische Studie hat gezeigt, dass die Herstellung von Batterien für Elektro-Autos wesentlich umweltschädlicher sein könnte, als bislang angenommen. Dies berichtete „Focus Online“ bereits im Juni 2017 unter Berufung auf einen Bericht der Zeitungsgruppe „SHZ“. Demnach müsse ein E-Auto der Größe eines Tesla Model S acht Jahre fahren, damit sich die CO2-Bilanz im Vergleich zu einem Auto mit herkömmlichen Verbrennungsmotor rechne, besagt eine Studie des schwedischen Umweltministeriums. Die Studie befasste sich eingehend mit der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für E-Autos.

Bei der Herstellung pro Kilowattstunde Speicherkapazität entstehen rund 150 bis 200 Kilo Kohlendioxid-Äquivalente. Umgerechnet auf die Batterien eines Tesla Model S wären das rund 17,5 Tonnen CO2. Verglichen mit dme jährlichen pro-Kopf-Ausstoß an CO2 in Deutschland von rund zehn Tonnen ist das sehr viel. Der Nissan Leaf, ein kleines Elektro-Auto, hat ebenfalls eine schlechtere CO2-Bilanz als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Mit diesem Auto müsste man immerhin drei Jahre fahren, bis sich die CO2-Bilanz im Vergleich zum Verbrenner rechnet, so das Ergebnis der schwedischen Studie.

Forscher fordern daher, dass Hersteller und Verbraucher mit kleineren Batterien auskommen müssten – ein starker Gegensatz zur Jagd nach immer größerer Reichweite, die meist mit größeren Batterien erkauft wird. Die Produktion von Batterien für E-Autos macht hinsichtlich der Reichweite zwar Fortschritte. Das ändert jedoch nichts an der CO2-Bilanz hinsichtlich der Produktion von Akkus für Elektro-Autos. Elektroautos sind also weit weniger umweltfreundlich, als allgemeinhin von Massenmedien und Politik propagiert wird.

Für die Produktion von Batterien für E-Autos werden zudem seltene Metalle wie Kobalt und Lithium benötigt. Laut Schätzungen wird allein die Automobilindustrie im Jahr 2035 122.000 Tonnen Kobalt für die Akkus von Elektrofahrzeugen benötigen. Pro Akku benötigt man circa 10 bis 15 Kilogramm Kobalt. Dessen Gewinnung ist jedoch umweltschädlich und die Arbeiter (48 Prozent der Weltreserven von Kobalt befinden sich im Kongo) müssen das Material unter menschenunwürdigen Bedingungen abbauen. Zudem sind häufig Kinder an der Kobalt-Förderung beteiligt.

Der Abbau von Lithium benötigt extrem viel Wasser und ist mit hohen Umweltbelastungen verbunden. Auf dem Hochplateau, das die südamerikanischen Länder Chile, Argentinien und Bolivien verbindet, lagern rund 85 % der weltweiten Lithiumvorkommen. Sie sind ganz einfach in Salzseen unter offenem Himmel zugänglich. Allerdings befinden sich die Vorkommen in einer der trockensten Gegenden der Welt. Der Abbau des Rohstoffes hat dramatische Auswirkungen auf die Gebiete vor Ort. Denn um Lithium zu gewinnen, werden riesige Mengen Wasser benötigt.

Das Grundwasser, das sich in den Salzseen befindet, wird in andere, künstlich angelegte Wasserbecken gepumpt. Durch weitere Verdunstungsschritte wird das Lithium in den Becken so konzentriert, dass es abgeschöpft und weiterverarbeitet werden kann. Durch das Abpumpen des Grundwassers und dessen Verdunstung sinkt der Grundwasserspiegel vor Ort aber dramatisch ab, was zu gravierenden Wasserversorgungsproblemen und zur Zerstörung der Ökosysteme führt.

Nicht nur die CO2-Bilanz von Elektro-Autos ist schlecht. Zudem wird auch die Umwelt und die Lebensbedingungen der Menschen, die in den Abbaugebieten leben, zerstört – Kinderarbeit wird gefördert. Soll das die Alternative sein, für die die Merkel-Regierung und die achso grünen Grünen werben?

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Veraltete und längst widerlegte Studie bei der vom Batteriekfz nur
    das negativste und vom Verbrenner nur die positivsten Seiten betrachtet
    wurden.

    • Stimme ich dir zu, die Studie ist veraltet und wurde längst wiederlegt. Zu dem Abbau der Rohstoffe kann ich jedoch nichts einwenden.