in Umwelt

Holpellets galten lange Zeit als interessante Alternative für das Heizen. Die Pellets werden aus Abfällen gefertigt und verdrängen beispielsweise Kohle als Energieträger und -lieferanten. Nun aber zeigt eine Äußerung aus den USA, das hier möglicherweise ein schwerwiegender Fehler vorliegt:

„Mindestens ein Dutzend wissenschaftlicher Studien belegen, dass das Fällen und Verbrennen von Bäumen in Kraftwerken das CO2 in der Atmosphäre sehr wahrscheinlich für mindestens 30 oder sogar hunderte von Jahren erhöht.“ Bei der Verbrennung von Holz tritt mehr CO-2 aus als bei der Nutzung von Kohle. Demgegenüber würde es „länger dauern, bis neu geplanzte Bäume groß genug sind, um das CO-2 wieder aufzunehmen“, heißt es.

Abholzen ein Problem

Zudem würde die quasi-industrielle Fertigung von Holzpellets die Luft in der Nähe der entsprechenden Betriebe stark verschmutzen, heißt es. Schließlich würden zur Gewinnung auch ganze Waldgebiete abgeholzt, heißt es.

Laut „Deutschlandfunk“, der einen „Umweltschützer“ namens Jack Spruill zitiert, würden die Erzeuger „ganze Bäume“ verwenden würden. Es wäre schlicht falsch, dass hier nur Abfälle verwendet würden. Das betreffende Unternehmen hat zudem jetzt bereits weitere Aufträge akquiriert und darf demnach RWE für die Niederlande beliefern sowie Mitsubishi für Japan.

Selbst in den USA sind die Pellets bereits beliebt. Die Umweltschutzbehörde EPA würde „Biomasse“ in den kommenden Woche zu einer Form von „erneuerbaren Energien“ erklären, heißt es. Dies geschehe gegen den Willen des entsprechenden wissenschaftlichen Beirats.

Insgesamt dürfte sich das für die Umwelt zumindest bedenkliche Geschäft ausweiten. Bis 2025 soll es jährlich um annähernd 10 % zunehmen und einen Umsatz von dann 16 Milliarden Dollar erzielen. Für die Vermeidung von CO-2-Emissionen offenbar eine schlechte Nachricht, so die Kritiker. Da der Markt wächst, ist kaum Widerstand zu erwarten.

Die Klimadiskussion in Deutschland dürfte jetzt Fahrt aufnehmen, wie Sie auch hier lesen…

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Kommentar

  1. Holzpellets aus Abfällen und aus an Feldrainen angepflanzten schnellwachsendem Holz für das Eigenheim sind sehr wohl eine umweltfreundliche Sache. Feldraine, die riesige industriell bearbeitete Flächen teilen und somit Kleintieren und Insekten Lebensraum geben. Wenn es aber aus Profitgier aus normalem Wald und dann evtl. auch noch Monokulturen gewonnen wird um es in Kraftwerken zu verheizen, dann ist es wider der Natur. Wider des gesunden Menschenverstandes ist auch das ständigen Faseln von der Kohlensäure (CO2) .

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