Gerichtsprozess gegen Monsanto: Medien verweigern Berichterstattung

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Laut einem Artikel der Internetseite Naturalsociety.com bahnt sich in Kalifornien ein Präzedenzfall im Los Angeles County Court an: eine handvoll Bürger haben sich mit einem Anwalt zusammengeschlossen, um sich gegen den multinationalen Konzern Monsanto aufzulehnen. Trotz der Signifikanz der Entscheidung haben die ‘Mainstream-Medien’ eine Berichterstattung trotz Anfrage von Seiten der Kläger abgelehnt.

“Das ist ein ‘Slam-Dunk’ Gerichtsprozess, der aufdeckt, dass Monsanto falsche Informationen über sein Produkt RoundUp verbreitet. Entgegen der Information auf den Etiketten eliminert RoundUp sehr wohl Enzyme, die im menschlichen Verdauungstrakt vorkommen.”

Im Detail geht es in der Anklage um Fehlinformation bzw. Irreführung in der Bewerbung des chemischen Herbizids RoundUp. Das meistverkaufte Produkt des Agri-Chemie Riesens wirkt unter anderem auf ein Enzym, welches laut offiziellen Angaben nur in Pflanzen und nicht in Menschen oder Tieren zu finden ist.

Dem Anwalt Matthew Philipps nach ist dies nicht korrekt. Bei dem besagtem Enzym handelt es sich um EPSP-Synthase (5-Enolpyrovylshikimat-3-Phosphatsynthase), welches eine wichtige Rolle im Verdaungstrakt spielt – unter anderem zur Produktion von Neurotransmittern und als Kommunikator zum Gehirn.

Seit Beginn des Prozesses versucht Philipps den Fall an die großen Medienhäuser zu bringen. Da sich niemand für den Fall zu interessieren schien, ist Philipps eigenständig an die Medien herangetreten. Während es kaum verwunderlich ist, dass Fox, NBC, CNN und ABC nicht darüber berichten*, scheint es aber auch bei der L.A. Times, die NY Times, Huffington Post, CNN und Reuters eine Nachrichtensperre zu geben. Nur Russia Today und Al Jazeera berichteten bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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Auch auf Wikipedia hat Philipps Probleme: Schon mehrere Male hat er den Fall in die Sparte ‘Rechtstreitigkeiten’ eingetragen. Doch aus bisher unbekannter Ursache verschwindet der Eintrag immer wieder. Das gleiche gilt für Posts über den Prozess auf Facebook, die immer wieder verschwinden bzw. gelöscht werden.

Obwohl es auf den ersten Blick nur ein ‘kleiner’ Prozess auf bundestaatlicher Ebene ist, hat die Entscheidung durch ihre Präzedenzeigenschaft weitreichende Folgen: falls der Anklage der Fehlinformation stattgegeben wird, könnten sehr wahrscheinlich ähnliche Prozesse weltweit folgen.

* Die Medienhäuser sind alle Unterstützer des sogenannten ‘Dark Act’, der die Kennzeichnung von bio-technisch veränderten Lebensmitteln forderte.

** Anmerkung des Autors: Monsanto scheint den Unmut in der Bevölkerung immer mehr zu spüren bekommen. Die PR-Aktivitäten sind in den letzten Monaten offensichtlich stark angestiegen, um den schlechten Ruf des Unternehmens abzuwenden. Auch kritische Artikel auf Neopresse.com wurden schon von einer Public-Relations Firma aufgegriffen, die sich von Deutschland aus um den die PR-Arbeit von Monsanto im deutschsprachigen Raum kümmert.

Quellen:
http://theantimedia.org/major-lawsuit-against-monsanto-completely-blacked-out-by-media/
https://www.congress.gov/bill/113th-congress/house-bill/4432

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