Fracking kommt schon 2019 – trotz giftiger Erfahrungen in den USA

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Laut neuesten Informationen wird es Fracking schon bald in Deutschland geben. Nach langem Feilschen mit Wirtschaft und Umwelt hat Kanzleramtsminister Altmeier einer Aufweichung der aktuellen Rechtslage zugestimmt. Von 2019 an, statt wie bisher 2021, ist es möglich Gas aus Schiefergesteinsschichten zu fördern, die tiefer liegen als 3000 Meter. Die Industrie freut sich über diesen Beschluss und verspricht sich enorme Gewinne durch die neue Art der Gasförderung. [1]

Was ist eigentlich Fracking?

Der Begriff Fracking steht für die englischen Wörter ‚Hydraulic Fracturing‘ und heißt im Deutschen so viel wie ‚hydraulisches Aufbrechen‘. Bei diesem komplexen Prozess werden in einer zweiteiligen Bohrung erst senkrecht in die Erde gebohrt, bis die gewünschte Schicht erreicht ist. Danach wird auf einer Länge von mehreren Kilometern horizontal durch das Schiefergestein gebohrt. Kleine Explosionen in der horizontalen Bohrung und ein Gemisch von Wasser, Sand und Chemikalien brechen das Gestein auf und lösen das Gas, welches anschließend an der Oberfläche aufgenommen wird (Video). [2]

Giftige Erfahrungen aus den USA

In den USA ist Fracking schon seit längerem ein Thema. Die langjährige Erfahrung mit dieser Art der Gasförderungen hat gezeigt, dass es Nebeneffekte gibt, die sich negativ auf Mensch und Umwelt auswirken: die erhöhte Anzahl an kleineren Erdbeben in frackingnahen Gebieten werden auf das Aufbrechen der Gesteinsschicht und der dadurch entstehenden Risse zurückgeführt[3]; Die verwendeten Chemikalien, unter anderem Benzol[4], sind hochgiftig und verseuchen das Grundwasser – viele Bewohner, die nah an den Frackinggebieten leben beklagen gesundheitliche Folgen:

„Wenn man den Erfahrungen der Menschen vor Ort in Pennsylvania und anderen Staaten [der USA] zuhört, dann hört man Geschichten von toten Kühen und Haustieren, kranken Kindern, vergiftetem Wasser und anderen gravierenden Gesundheits- und Umweltschäden.“ (Freie Übersetzung aus dem Englischen)[5]

Hinzu kommt, dass der ‚flow-back‘, also das Wasser-Sand-Chemikalien Gemisch das nach der Verwendung wieder zu Tage kommt hochgiftig ist und entsorgt werden muss – die Kosten sind hoch und das Wasser unbrauchbar.

Alles im Grünen Bereich

Laut Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bestehen durch die strenge Reglementierung in Deutschland jedoch keine Umweltrisiken. Bis auf weiteres darf somit ab 2019 gefrackt werden.[6]

Quellen

[1] http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/deutschland-macht-den-weg-fuer-fracking-frei-13275384.html
[2] http://www.spiegel.de/video/animation-so-funktioniert-fracking-video-1249736.html
[3] http://www.usgs.gov/blogs/features/usgs_top_story/man-made-earthquakes/
[4] https://fracfocus.org/chemical-use/what-chemicals-are-used
[5] http://ecowatch.com/2013/01/30/fracking-victims-share-stories/
[6] http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_71857162/fracking-in-deutschland-hendricks-schuetzt-umwelt-und-trinkwasser-.html

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