in Gesellschaft

Dem jüngsten Bericht zufolge möchte die „Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), dass die Grenzwerte für den vertretbaren Ausstoß von Stickstoffoxid (NO2) bald schon gesenkt werden. Dies ist dann Aufgabe der WHO, der Weltgesundheitsorganisation. Aktuell soll die WHO nach Auskunft von Prof. Holger Schulz (Helmholtz Zentrum München) noch darüber beraten. Er gehe davon aus, dass die Gesundheitsorganisation vorschlagen wird, dass die Grenzwerte abgesenkt werden.

Schädlichkeit erwiesen?

Jener Holger Schulz wiederum hat im November daran mitgewirkt, dass die DGP sich für ein Absenken der Grenzwerte einsetzte. Es hieß: „Gesundheitsschädliche Effekte von Luftschadstoffen sind sowohl in der Allgemeinbevölkerung als auch bei Patienten mit verschiedenen Grunderkrankungen gut untersucht und belegt.“ Daraus erwächst als Konsequenz: „Eine weitere deutliche Reduktion der Luftschadstoffbelastung ist geboten und eine Absenkung der gesetzlichen Grenzwerte erforderlich.“

Er selbst befürworte eine Grenze bei 30 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Es stehe für ihn fest, dass schon bei „Werten von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft“ Schädigungen nachweisbar seien. Nur stehen diese Erkenntnisse im Gegensatz zu einer Vereinigung von über 100 Lungenärzten. Die wiederum hatten den „gesundheitlichen Nutzen der Grenzwerte“ angezweifelt, wie es heißt. Rechenfehler des Verfassers der entsprechenden Stellungnahme, Prof. Dieter Köhler, haben dessen Meinung nach die Gültigkeit seiner Zweifel nicht grundsätzlich zerstört. Die Grenzwerte seien wissenschaftlich betrachtet nicht haltbar bzw. zumindest in Zweifel zu ziehen.
Die jüngste Äußerung der DGP wiederum basiert offenbar nicht auf neueren Forschungen, sondern sind allenfalls eine neu formulierte Meinung. Es gibt einen immensen Streit zwischen beiden Lagern.

Die WHO indes prüft, wie beschrieben, jetzt bereits eine Absenkung der Grenzwerte. Die Frage der Absenkung allerdings muss auch in Deutschland politisch entschieden werden. Die WHO hat keine formalen Einflussmöglichkeiten, selbst wenn sie erwartungsgemäß für eine Absenkung plädieren wird.

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Kommentar

  1. „Es stehe für ihn fest, dass schon bei „Werten von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft“ Schädigungen nachweisbar seien.“
    So, so, für den Hrn. Doktor Schulz „steht das also fest“! Kann er das auch belegen? Irgendwelche verifizierbaren Zahlen? Nein! Er hat nur mal wieder „so ein Gefühl“!
    Damit steht nämlich für mich fest, dass er ein Umwelt-Ideologe ist … aber kein Mediziner!
    Diese Grün-Versifften gehen mir sowas von auf den Sack!