in Umwelt

Was in der Politik nur ab und an hitzig debattiert wird, ist in der Gesellschaft vor allem bei jungen Menschen ein sehr ernstgenommenes Thema: der Wandel vom Zeitalter fossiler Energieträger hin zu einem nachhaltigeren Zukunftsmodel. Speziell an Universitäten und Colleges werden die bedrohlichen Zukunftsszenarien eines möglichen Klimawandels ernst genommen und im größeren Rahmen der “Divest Fossil Fuels”-Bewegung behandelt.

Vor allem in den USA und Großbritannien organisieren sich Studenten an mehr und mehr Universitäten, um Pläne für eine baldig realisierte Zukunft frei von fossilen Energien zu schmieden. Viele der Universitäten haben Investments in fossile Energien, so zum Beispiel das King’s College London mit 8 Millionen Pfund. Andere Hochschulen mit Divestment-Bewegungen sind Harvard, UC Berkeley, Brown und die Edinburgh University, aber auch weniger bekannte Lehranstalten.*

Die Lehranstalten sind meist nicht selbstständig bereit, sich um Veränderungen zu bemühen und Beziehungen zu z.B. der Ölindustrie zu beenden. So argumentiert das King’s College, dass es Beziehungen mit Firmen solange aufrecht erhalten wird, solange sie offen mit der Gefahrenthematik umgehen und sich bemühen den Schaden zu verringern.“ Diese Position wird verständlich, da der stellvertretende Schulleiter Chris Mottershead in seiner beruflichen Laufbahn bereits 30 Jahre für British Petroleum (BP) tätig war.

Zur Durchsetzung ihrer Interessen bedienen sich Studenten, Alumni und Mitarbeiter alter Methoden. So wird an der Swarthmore Universität symbolisch eine historische Halle in Form eines Sit-Ins besetzt, um die Administratoren zurück an den Verhandlungstisch zu bewegen.

Einer der größten Erfolge ist sicher der Rückzug von Investments der Standford University aus der Kohleindustrie. Hier handelt es sich laut dem time.com Portal um eine Summe von US $18,7 Milliarden(!). Auch von prominenter Seite bekommt die Bewegung Unterstützung: am King’s College engagiert sich der ehemalige Student, Friedensnobelpreisträger und nun Erzbischof Desmond Tutu für ihre Ziele.

*Eine globale Übersicht zu Divestment-Bewegungen befindet sich auf Gofossilfree.org und Studentsdivest.org.

Quellen:
http://time.com/3419456/fossil-fuel-divestment-climate-change/
http://www.theguardian.com/environment/2015/mar/31/desmond-tutu-intervenes-over-kings-college-londons-refusal-to-divest
http://www.theguardian.com/environment/2015/mar/19/students-occupy-swarthmore-college-in-fossil-fuel-divestment-protest
http://divestharvard.com/

Dein Kommentar

Kommentar

  1. Unrealistische Spiegelfechtereien. Sand in den Augen der Bevölkerung.

    Würde man kein Öl mehr kaufen, bräche der ölgestützte Dollar zusammen. Das wäre ein Zusammenbruch der usa als Imperialist und zugleich das Ende der Weltleitwährung mit weit reichenden Folgen für die verschiedenen Volkswirtschaften.

    Von daher tut usrael alles um echte Alternativen zum Öl zu unterdrücken.

    Dies dürfte der Gründ sein, warum man von dem Algenölverfahren des Herrn Helmuth Heinicke auch nichts mehr hört. Das war nämlich schon die funktionierende Alternative.

    Eine Alternative zum Öl ist schlicht politisch unerwünscht.

    • Das Öl ist ein Auslaufmodell. Ich sehe inzwischen soviele Alternativen. Auch die aktuelle Flüchtlingskrise ist hausgemacht. In Wahrheit geht es dem IS und allen anderen Beteiligten (Iran, Assad, Putin, Erdogan etc.) um die Sicherung der milliardenschweren Ölreserven. Darunter leidet die Ärmsten der Armen. Mit jedem billigen Liter Benzin und Diesel, den wir tanken, verschärften wir die Flüchtlingskrise. Dem IS geht es doch nicht um den Islam. Es geht ums ÖL. Inzwischen existiert ein Elektroauto, dass in 15 Minuten auf 80 % aufgeladen ist. Diese Revolution lässt sich nicht mehr aufhalten. Schließlich tippen wir auch nicht mehr auf Schreibmaschinen herum, sondern auf Computertastaturen. Wacht endlich auf!!

  2. Pläne für Alternative Energieträger liegen schon längst in den Schubladen der Machthaber. Aber solange die Ölindustrie noch noch die richtigen Leute bezahlt wird sich in dieser Richtung garnichts tun !!

  3. Die Leute vom „Club of Rome“ glaubten (vielleicht) ihren eigenen Lügen vom fossilen Öl und stellten ihre Prognose auf, nach der wir jetzt im Dunkeln sitzen müßten und frieren sollten. Außerdem würde kein Baum mehr stehen.
    Es gibt jetzt schon Patente, nach denen Diesel aus einem Mix von Wasser und Kohlenwasserstoffen unter Druck erzeugt wird. Aber man muß die Fiktion des Ölmangels postulieren, um zu behaupten, die Kriege fänden wegen Rohstoffmangels statt – Aber das ist eine Lüge! (Wie so Vieles, was uns erzählt wird). Wir sind längst in der Lage freie Energie, kalte Fusion oder Diesel aus Sand (Dr. Plichta) zu nutzen. Energie wird als Waffe zur Beherrschung der Bevölkerung benutzt, das ist alles.