in D/A/CH

Der „Spiegel“ berichtete nun über den Tod von tausenden Windrädern. Die rentieren sich plötzlich nicht mehr, weil die staatliche Förderung ausläuft. Das Projekt scheint zu scheitern. Bis zum Ende des Jahres 2025 werden gut 25.000 Windkrafträder abgeschaltet. Dies sollte gut 30 % der gesamten Energieleistung entsprechen, die heute in Deutschland aus dieser Quelle noch zur Verfügung steht. Die Energiewende steht vor einem „Problem“. Die Lobby auch. Sie kann die alten Räder nicht einfach durch neue ersetzen lassen, denn die Genehmigung ist inzwischen teils nicht mehr möglich. Die „Abstandsregeln“ werden nicht eingehalten….

Grüne – was nun?

Die Grünen und Angela Merkel, die Kanzlerin der Energiewende, werden sich dafür eine Lösung überlegen. Im Zweifel gibt es noch das Gesetzgebungsverfahren. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die Umweltverträglichkeit nicht besonders ausgeprägt ist. Darüber haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet.

Zudem ist die Energie ohnehin zu teuer, die so produziert wird. Auch darüber haben wir berichtet:

„Dr. Merkel, die SPD und die Bündnisgrünen werden die Welt nicht mehr verstehen. Mehr WIND = HÖHERE ENERGIEPREISE lautet die Formel in Deutschland. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) raubt uns regelrecht aus. Profiteure sind unsere Nachbarn. Die bekommen Strom günstiger. Und aktuell verhandeln die Experten ihre Jamaika-Koalition.

Mehr Wind

Wir haben zuletzt durch die Turbulenzen von „Herwart“, dem Unwetter der vergangenen Tage, mehr Wind erzeugt. Eine gute Nachricht – zunächst. Denn damit ist es zu deutlich mehr Windkraft bzw. Windenergie gekommen. Der Preis ist in den Keller gefallen – zumindest für einige (vgl. zu den Fakten selbst etwa https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article170189224/Strompreis-Kollaps-durch-Herwart-offenbart-Wahnsinn-der-Energiewende.html). An der Energiebörse EEX sind die Preise für den elektrischen Strom sogar ins Negative gefallen. Wer also Strom anbot, zahlte denjenigen, die kauften.

Der Preis betrug zuletzt sogar durchschnittlich -52,11 Euro pro Megawattstunde. An sich wird Strom für etwa 37 Euro pro Megawattstunde verkauft. Kein Markt der Welt kennt einen Preisrutsch ins Negative, wenn es ein Überangebot gibt. Und kein Markt der Welt kennt es, dass Dritte, in diesem Fall wir als Verbraucher, am Ende sogar noch mehr zahlen müssen.

Grundlage ist unser „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG). Dieses Gesetz zerstört wie jede staatliche Maßnahme die Marktmechanismen . Wer Windkraft produziert, darf seinen Strom einspeisen. Die Betreiber müssen diese „Ware“ kaufen – und zwar zu einem fixen Preis. Wenn dann zu viel Strom vorhanden ist, müssen die Betreiber diesen Strom über die oben genannte Börse EEX verkaufen.

Folge ist allerdings nicht, dass Sie weniger für Ihren Strom bezahlen. Vielmehr wird der Unterschied zwischen dem „garantierten“ Preis und dem tatsächlichen Preis am Markt (an den Börsen) größer. Dies wird den Betreibern letztlich durch Subventionen vergütet, sodass die „EEG-UMLAGE“ am Ende steigt. Diese Subvention zahlen Sie. Aktuell beträgt sie 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Die Energieumlage ist im Laufe der vergangenen 15 Jahre von etwa 1 Cent pro Kilowattstunde auf nunmehr fast 7 Cent gestiegen.

Das heißt: Sie zahlen mehr für Ihren Strom, je mehr Windkraft produziert wird. Gleichzeitig dreht sich das Rad allerdings weiter. Denn die überschüssigen Mengen werden ins Ausland geliefert. Die kaufen den günstigeren Strom ein und reduzieren die Produktion aus den eigenen Kraftwerken unmittelbar. Der Strom wird teils genutzt, um etwa in der Schweiz oder in Österreich „Pumpspeicherbecken“ zu füllen. Der Strom, der in diesen Kraftwerken dann produziert wird, wird nachher zu höheren Preisen wieder nach Deutschland verkauft. Ein perfektes Geschäft.“

Aber Angela Merkel wird auch dieses Problem lösen….

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. In der Zwischenzeit gibt es Fälle, dass Rotorflügel abgebrochen sind. Einerseits zeigte sich, dass die Bergung und die Demontage der Restflügel sehr zeit- und kostenaufwendig waren. Denn die Baustraßen für die schweren Krane und Fahrzeuge bestanden kaum noch.

    Andererseits sind die Rotortürme auf sehr großen und tiefen Betonfundamenten montiert, die jeweils für die betreffende Anlage ausgelegt sind. Deren Beseitigung, Abtransport und Entsorgung dürfte ebenfalls hohe Kosten verursachen.

    Sind die Betreiber Einzelpersonen oder kleine Betreibergemeinschaften bestehen auch keine entsprechenden Rücklagen. So haben wir die „rosige“ Aussicht, dass auch hier wieder der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Dann also insgesamt mindestens 3x.

  2. Als erstes ist die Umweltbilanz schon bei der Errichtung so negativ, dass ein solches Windrad sich jahrzehntelang durchweg drehen müsste um die Bilanz erst einmal zu neutralisieren. Es ist also ähnlich wie beim Elektromobil gegenüber dem Mobil mit dem Verbrennungsmotor. Na ja und als zweites , werden die abgeschalteten Windräder als Ruinen stehenbleiben, also genauso wenig aufgeräumt wie die Abfälle der Atomkraftwerke. Das kennt man ja nun und überall wird doppelt und dreifach Profit eingestrichen, bei den Atomkraftwerken sogar noch ganz hinterhältig, in dem die Betreiberkonzerne riesige Entschädigung für das Abschalten bekommen und aus der Pflicht zur Entsorgung des Mülls entlassen werden. Bei den Windrädern wird es ähnlich werden bis , ja bis auf die kleinen Betreibergemeinschaften, oder gar Einzelpersonen, denen wird dann das Fell über die Ohren gezogen und der Schrott bleibt trotzdem stehen.

  3. Der Umweltbilanz der Windräder stehe ich ebenfalls mehr als skeptisch Gegenüber.
    Allerdings muß ich einschränken, dass der Artikel aus dem „Spiegel“ zitiert wird. Und gerade in DEM Käseblättchen stehen manchmal so Sachen …
    Gab’s da nicht erst gestern wieder so einen Fall, dass sich ein sogenannter „Journalist“ ob seiner Lügenmärchen geoutet hat?
    Wenn diese „Recherche“ mal nicht so endet wie die damals vom „Stern“ …