Anthropozän – Das Zeitalter der Menschen

Die Industrialisierung zu Beginn des 18. Jahrhunderts hat eine neue Epoche in der Entwicklung der Menschen eingeleitet. Seitdem ist die Entwicklung der menschlichen Spezies sehr rasant fortgeschritten. Die Produktion von Gütern wurde vereinfacht und konnte dadurch erhöht werden; die Weltbevölkerung stieg an und mit ihr der Einfluss der Menschen auf den Planeten. Der Beginn dieser Epoche wird mit dem Anstieg der Konzentration von CO2 und Methangas seit dem Jahr 1800 in Verbindung gebracht.[1]

Der Mensch ist selbst zu einem geologischen Faktor geworden…

In der Geschichte des Planeten hat es immer wieder Epochen gegeben, in denen ein bestimmtes geologisches Element bestimmend war für die Entwicklung der Menschen auf der Erde. Bekannte Beispiele solcher geochronologischen Epochen sind die Steinzeit, die Bronzezeit und die Eisenzeit. Zunehmend argumentieren Wissenschaftler, dass wir in der Epoche des Anthropozän leben: Die Epoche des Menschen, in dem der moderne Mensch selbst zu einem geologischen Faktor geworden ist.

Bisher waren es geologische Elemente der Natur, die das Leben und die Entwicklung der Menschen beeinflusst bzw. vorbestimmt hat. Seit ca. 2 Jahrhunderten ist das anders: zunehmend ist es der Mensch, der das Ökosystem Erde auf den Hörnern hat. Der Einfluss des modernen industrialisierten Lebensstils des Homo Sapiens, oder eher des Homo Oeconomicus[2], auf die Natur ist dramatisch angestiegen.

Auf der nimmersatten Suche nach Ressourcen zur Produktion von Gütern werden komplette Landschaften ‚umgestaltet‘, wie die Suche nach Ölsand in Kanada und Minen für Kupfer und ähnliche Mineralien zeigen.[3] Die moderne inputbasierte Landwirtschaft ist in ihrer Ausführung so intensiv, dass sie in kürzester Zeit fruchtbaren Boden zerstört und wichtige Wasserressourcen verbraucht oder untrinkbar macht. Wälder, Grasland und von Wasser bestimmte Landschaften werden meist kompromisslos geopfert.[4]

… der neben der Natur auch gravierende Auswirkungen auf die Tierwelt und andere Menschen hat.

Damit aber nicht genug: der zerstörerische Einfluss auf die Natur wirkt sich zunehmend auch auf andere Lebewesen aus. Die Tierwelt leidet immer mehr durch die Zerstörung ihres Lebensraumes. Der Bestand vieler der uns bekannten Spezies ist zurückgegangen und immer häufiger vom Aussterben bedroht.[5] Besonders in den Meeren sind das Fischsterben und die Verschmutzung durch jede Art von Abfällen zu erkennen.

Doch damit nicht genug: die sozio-ökonomische Organisation des globalen Zusammenlebens, speziell der neoliberale Kapitalismus der letzten 70 Jahre, fußt auf Ungleichheit und Ausbeutung. Der Faktor Mensch ist so auch ein zerstörerischer Akteur gegen sich selbst geworden. Beispiele kann man in den Stofffabriken in Asien finden oder im Amazonasgebiet, aber es reicht auch ein kurzer Blick in den Süden Europas.[6]

„Wir müssen dringend zu Hütern und Bewahrern des Erdsystems heranreifen.“[7]

Der Mensch lebt heute immer noch, als wäre er ein externer Akteur auf der Erde. Dabei ist der Mensch ein Bestandteil der Natur und sollte sich respektvoll und bewahrend als ein solcher benehmen. In einer mehrteiligen Serie sollen Beispiele des Anthropozäns genauer betrachtet werden. Die Reise beginnt bei dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur, macht Halt bei der Auswirkung auf die Tierwelt und schließt mit den menschlichen Kosten dieser Epoche. Es ist wichtig die Eigenschaften des Anthropozän zu verstehen, damit wir die Zusammenhänge in der globalisierten Welt von heute sehen können und anfangen uns selber zu hinterfragen.

Quellen:

[1] Paul J. Crutzen: Die Geologie der Menschheit. In: Paul J. Crutzen u. a.: Das Raumschiff Erde hat keinen Notausgang. 2011, S. 7–10.
[2] http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19635/homo-oeconomicus
[3] http://www.scientificamerican.com/article/how-to-turn-tar-sands-into-oil-slideshow/
[4] http://www.neopresse.com/gesellschaft/die-industrialisierte-nahrungsmittelproduktion-zerstoert-den-planeten/
[5] http://www.exposingtruth.com/video-fueling-extinction-rate-1000x-normal/
[6] http://www.neopresse.com/europa/oh-du-fruehliche-hungerloehne-fuer-orangen-und-mandarinen/
[7] http://www.zeit.de/zeit-wissen/2014/02/anthropozaen-planet-der-menschen/seite-3

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