Aldi Süd und Toom Baumarkt bannen bienenbelastende Pestizide

Archiv - Bild nicht mehr verfügbarArchiv - Bild nicht mehr verfügbar / na / NEOPresse / Eigenes Werk

Seit einiger Zeit wird in zunehmendem Maße ein Bienensterben beobachtet, das Experten Sorgen macht. Neusten Untersuchungen nach ist dafür die intensive Nutzung von Pestiziden in der Landwirtschaft verantwortlich, die ganzen Bienenvölkern den Garaus machen.

Als Folge sind über den Winter 2006/07 z.B. in den USA in einigen Regionen bis zu 80% der Bienenvölker ausgestorben. Erst vor kurzem hat die Umweltschutzbehörde in den USA den Zusammenhang zwischen der Anwendung von in den Pestiziden enthaltenden Neonicotinoiden und dem Sterben ganzer Bienenvölker (Colony Collapse Disorder – CCD) bestätigt.

Nun beginnen die ersten Discounter und Baumärkte entsprechende Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Aldi Süd hat eine Liste mit Chemikalien erstellt, die Bestandteile von Pestiziden beinhaltet, welche in Zukunft nicht mehr in der Herstellung von für Aldi Süd gefertigte Produkte verwendet werden dürfen.

Das am 1. Januar 2016 erschienene Statement betrifft die folgenden Chemikalien (Die Anwendungen sind Wikipedia entnommen):
Thiamethoxam, Imidacloprid + Clothianidin (Verwendung als Beizmittel für Baumwolle, Mais, Zuckerrüben, Raps und andere Nutzpflanzen), Chlorpyrifos (Kontakt-, Fraß- und Atemgiftwirkung bei Insekten), Cypermethrin, Sulfoxaflor + Deltamethrin (Nervengift, welches bei Insekten zu unkontrollierten Nervenimpulsen führt), Fipronil (Kontaktgift, welches Gamma-Aminosäure im zentralen Nervensystem hemmt)

Damit reagiert Aldi Süd auf den erhöhten Druck in der Öffentlichkeit und folgt anderen großen Einzelhändlern. In Großbritannien haben die größten Gartenbaumärkte, Homebase, B&Q und Wickes, sich freiwillig dazu verpflichtet, neonikotinoid-enthaltende Produkte aus den Regalen zu nehmen.

Auch der deutsche Baumarktriese Toom der Rewe-Gruppe hat ähnliches veranlasst und beschlossen, den Verkauf von glyphosathaltigen Produkten zum 1.10.2015 einzustellen. Schon seit 2013 hat Toom das Angebot an solchen Produkten schrittweise verkleinert.

“Für uns als verantwortungsvoll handelndes Unternehmen ist es wichtig, unser gesamtes Angebot regelmäßig zu überprüfen und zum Schutz von Umwelt und Natur nach alternativen und umweltverträglicheren Möglichkeiten zu suchen. Toom Baumarkt arbeitet stetig an der konsequenten Weiterentwicklung hin zu einem nachhaltigeren Sortimentsportfolio”, so der Geschäftsführer Einkauf der Toom Baumarktkette.

Neu: Mehr Informationen zu Merkel auf Facebook und der neuen Telegramm-Gruppe. Hier klicken

Toom wird die Lücke im Sortiment mit umweltverträglichen Produkten ersetzen. Geschultes Personal soll die Kunden aufklären und die Notwendigkeit dieser Entwicklung verdeutlichen. Ob die Schritte von Toom und Aldi Süd die gewünschte Wirkung erzielen, bleibt abzuwarten. Zudem muss zeitnah überprüft werden, ob die alternativen Produkte tatsächlich umweltschonend sind und vor allem im Kontext des Bienensterbens zu einer Veränderung führen.
Nachtrag:

Auch andere Baumärkte in Deutschland springen auf den Zug auf. Hornbach ist ein weiterer Vorreiter der den Verzicht laut einer Untersuchung von Greenpeace noch konsequenter durchführt wie die erwähnte Baumarktkette Toom.

Quellen:

https://www.minds.com/blog/view/544019374143447040

http://www.rewe-group.com/de/newsroom/pressemitteilungen/1422.html

https://news.utopia.de/hornbach-raeumt-auf-mit-glyphosat-und-bienengefaehrdeten-stoffen-13335/

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/glyphosat-baumaerkte-abfrage-pestizide-greenpeace-07032016_0.pdf

Das Merkel NEOpresse-Dossier: 3 Dinge, die Sie über Merkel am 13.05. wissen müssen!

  1. Die ganze Wahrheit über Merkel!
  2. 3 unglaubliche Fakten, die Sie nur im brandneuen Neopresse-Dossier erfahren
  3. So könnte jetzt eine fatale Kettenreaktion ausgelöst werden!

Sichern Sie sich jetzt IHR kostenloses NEOpresse Dossier vom 13.05. über Merkel! Jetzt HIER klicken!