Das überlegene Potential russischer Supercomputer

„Das ist eine offene Architektur. Heute kann man irgendwelche Blöcke daraus wegnehmen, und neue einfügen, man kann sie verstärken, vergrößern, erweitern, hier gibt es viele Möglichkeiten. Die Reserven sind enorm, noch nicht die Hälfte der Kapazitäten sind erreicht, denn es ist ein Software-Produkt, das es uns erlaubt, mit grossen Geschwindigkeiten effizienter zu verwalten“, zitiert die TASS mit dem Verweis auf den TV-Sender „Rossija 24“ den RF-Verteidigungsminister Sergej Schojgu.

Der Supercomputer ist in der Lage, die Situation zu analysieren und Schlussfolgerungen zu ziehen, basierend auf Informationen über vergangene Konflikte. Als Beispiel brachte der Verteidigungsminister die Operation der NATO in Jugoslawien.

Seinen Worten nach wird analysiert, „wann sich die Flotte ansammelte, wann Raketen zugezogen wurden, wohin und auf welche Entfernung“.

Der Supercomputer, laut Sergej Schoigu, kann auf der Grundlage dieser Daten sehen, was in der Welt geschieht und über ähnliche Situation vorwarnen.

Die Maschine sagt uns: „Meine Freunde, die Situation ist sehr ähnlich, mit einer Wahrscheinlichkeit von 90%, wie diejenige damals in Serbien“, sagte Schoigu. So wird deutlich, wann es notwendig ist, Maßnahmen in Bezug auf die wahrgenommene Bedrohung zu ergreifen.

Vor zwei Jahren, am 1. Dezember 2014, trat das Nationale Führungszentrum für Verteidigung der Russischen Föderation (NFV) seinen Dienst an.

Die Struktur ist notwendig für die Kommunikation und Koordination der Streitkräfte und Behörden. Die wichtigsten Informationen, die das NFV erhält, bekommt regelmäßig das Situative Zentrum des Präsidenten. Das Nationale Führungszentrum für Verteidigung ist ein modernes Hauptquartier des obersten Befehlshabers.

Der russische NFV wurde auf der Grundlage des Zentralen Kommandopunktes des Generalstabs und Situativen Zentrum des Verteidigungsministeriums aufgebaut. Der wesentliche Unterschied zu den früheren Zentren der Verwaltung besteht darin, dass er auf einer modernen Computer -und Telekommunikations-Plattform basiert.

Russlands Hardware-Softwarekomplex ist deutlich besser als Analog im Pentagon. Der Supercomputer des Verteidigungsministeriums hat eine Speicherkapazität von 236 Petabyte (gegen 12 Petabyte desjenigen des Pentagons), und seine Leistung ist schätzungsweise 16 PetaFLOPS (gegenüber 5 PetaFLOPS). Die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung der Maschine beträgt den 50-fachen Umfang der Russischen Staatsbibliothek pro Sekunde.

Der Supercomputer führt eine kontinuierliche Überwachung der Truppenbewegungen, der Auslastung der Verkehrsinfrastruktur, der Veröffentlichung von Publikationen in den Medien und Nachrichten in sozialen Netzwerken. Die Maschine ist in der Lage die Auswirkungen verschiedener Vorfälle zu simulieren und die Auswirkungen von ungünstigen Wetterbedingungen zu bewerten. Mit Hilfe von mathematischen Modellen berechnet er die besten Möglichkeiten für die Ausführung der bestimmten Aufgaben.

Dieser Supercomputer wird durch die von der UIMC eigens entwickelten Software gegen Computer-Attacken geschützt. Die russische Software schützt nicht nur die Computer, die im Nationalen Führungszentrum für Verteidigung der Russischen Föderation sind, sondern auch mehr als 500 Objekte der militärischen Abteilung.

Das Antihacker-System erkennt Bedrohungen in Echtzeit und beseitigt diese. Das System analysiert den Netzwerkverkehr sowie den Zustand der Technik und führt die Schätzungen für das Ausmaß eines Hackangriffs durch und erörtert den Punkt, woher diese Invasion kommt.