in Technik

Berlin – Die weltweite Dominanz von Unternehmen wie Google und Facebook sieht der frühere Google-Chef Eric Schmidt nicht als Gefahr für die Privatsphäre der Bürger an.

„Es gibt Grenzen in dem, was weltweite Unternehmen machen können, die häufig durch Gesetze vorgegeben sind“, sagte Schmidt der „Welt“. „Wir halten uns daran.“

Gerade in der Technologiebranche könne jederzeit ein neues Startup kommen und groß werden. „Nach jedem Google kommt ein neues Google, nach jedem Facebook kommt ein neues Facebook“, sagte Schmidt. Dieser natürliche Konkurrenzkampf im globalen Kapitalismus sorge dafür, das die Unternehmen weitgehend anständig blieben.

Schmidt hat den Suchmaschinenkonzern lange Zeit geführt. Seit zwei Jahren ist er Chef des Google-Verwaltungsrates. Der 58-Jährige äußerte sich auch zum gewandelten Verständnis von Privatsphäre.

„Was einmal veröffentlicht ist, ist eben öffentlich und mit großer Wahrscheinlichkeit auch kopiert.“

Aufgrund der technischen Struktur des Internets gebe es keine Löschtaste.

„Wer nicht für seine Privatsphäre kämpft, wird sie verlieren“, sagte er.

Schmidt versprach zudem Nachbesserungen bei der Datenbrille Google Glass. „Es gibt noch einige Dinge zu klären, die sich um die Privatsphäre und Datenschutz drehen“, sagte Schmidt. Die Computerbrille, die über eine Kamera und einen kleinen Bildschirm vor dem Auge des Nutzers verfügt, wurde bereits an einige Hundert Software-Entwickler und Computer-Experten verkauft. Datenschützer warnten bereits vor Missbrauch wie unbemerktem Filmen und einer möglichen Gesichtserkennungsfunktion. „Sie können mir glauben, dass wir Google Glass nicht öffentlich freigeben, bevor wir diese Probleme nicht gelöst haben“, sagte Schmidt. (dts Nachrichtenagentur)

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