in Reisen

Die Deutsche Bahn verspätet sich, wo sie nur kann. Das wissen oder ahnen alle, die darauf angewiesen sind, mit dem Staatsunternehmen zu reisen oder die ihren Beitrag für ein umweltgerechteres Verkehrssystem leisten wollen. Die jüngsten Zahlen gelten als Propaganda. Dies lässt ein Beitrag auf „MMNews“ erkennen.

Massive Verspätungen

Dabei hat die Bahn am 16. August eingeräumt, dass inzwischen nur noch 72,1 % aller Züge pünktlich fahren. 78,5 % waren es noch vor einem Jahr, im Juli 2017. Ein erheblicher Unterschied, denn damit ist die Differenz tatsächlich um fast 10 % nach unten gesunken. Nur: Die Zahl stimmt so noch nicht einmal.

Die Bahn hat bei dieser Statistik einfach die Züge wegfallen lassen, die erst gar nicht die Reise angetreten haben. Züge, die „ausfallen“ also. Die können, so offenbar die Logik, nicht zu spät sein, weil sie gar nicht erst losfahren. Insofern müssen wir alle davon ausgehen, dass noch nicht einmal zwei Drittel aller avisierten Verbindungen halbwegs pünktlich abgearbeitet werden.

Was macht die Bahn? Sie verschleiert weiter. In ihrer eigenen Mitteilung verbreitet sie die Erkenntnis, es seien 9,3 Milliarden Euro in den Ausbau des Schienennetzes gegangen. Ausbau klingt gut: Nach mehr Möglichkeiten, weniger Ausfällen, zuverlässigerem Service. Das allerdings werden wir bei der aktuellen Organisation nicht erleben, wissen Fachleute.

Die Bahn zerfällt wie auch viele andere Infrastrukturprojekte in Deutschland. Brücken, Bahnen, Straßen. Die Troika des Staatsversagens beim Verkehr. Schulen, Netze, medizinische Versorgung (vor allem auf dem Land), Verteidigung. Dies sind andere Bereiche, in denen die Bundesrepublik Deutschland weit schlechter funktioniert, als wir alle es aus früheren Jahren gewohnt sind. Deutschland hat einen Investitionsstau von 70 Milliarden Euro, heißt es.

Die Regierung schreibt lieber fiktive schwarze Nullen in den Haushalt, auch wen die Zinsen niedrig sind. Ökonomen wissen: Das wird teuer. Und nicht in diesen Tagen. Sondern morgen und übermorgen.

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Kommentar

  1. Die Bahn mogelt auch sonst bei der Statistik wie es üblicherweise nur Griechen tun. So gilt z.B. ein Zug für die Bahn-Statistik nicht mehr als verspätet, der trotz zwischenzeitlich deutlicher Verspätung seinen Endbahnhof halbwegs pünktlich (also nach Bahn-Definition mit weniger als 6 Minuten Verspätung) erreicht. Nur was nutzt das den Reisenden, die aufgrund der Verspätungen an den Zwischenhalten ihre Anschlußzüge nicht erreicht haben?

    Die Bahn ist halt ein typisches Beispiel für 1. ein Monopolunternehmen und 2. ein Unternehmen, wo Politiker das Sagen haben – sowas wird niemals wirklich gut funktionieren!