in Gesellschaft

Deutschland 2018: Fernzüge „fehlen“ – Bahn verspätet sich NOCH mehr

Verbitterte Bahnkunden gibt es überall in der Republik. In den ländlichen Regionen, in Großraum-Gebieten wie dem Ruhrpott bis hin ins Rheinland nach Köln, aber auch auf den sogenannten Schnellstrecken. Die Bahn kommt – nur wann? Diese Frage werden wir uns alle jetzt immer öfter stellen müssen. Denn nun musste das Verkehrsministerium nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ einräumen, dass es „immer mehr Verspätungen“ bei der Bahn gebe. Fernzüge sind kaputt oder fehlen ganz einfach. Die „Kleine Anfrage“ kam von der Fraktion der „Grünen“.

Infrastruktur holpert

Inzwischen steigt der Anteil der Verspätungen „im Fernverkehr“, wie es heißt (der Regionalverkehr wurde nicht beschrieben), die auf Störungen der Transportmittel selbst zurückzuführen sei, immer mehr. Von Januar bis April 2018 sind dies fast 12 % der Verspätungen gewesen. Im Jahr 2017 betrug dieser Anteil lediglich annähernd 11 %. 2015 waren es gar lediglich 9 %.

Annähernd 3 % „aller Verspätungen“ sind laut Bahn darauf zurückzuführen, dass die Züge nicht zeitgerecht zur Verfügung stehen. Das waren 2012 lediglich 0,8 % (aller Verspätungen) und im Jahr 2017 etwa 2,3 %.

Der Anteil der Baustellen und sonstiger Gleisprobleme ist hingegen signifikant geringer geworden. Das Ergebnis kann sich – nicht – sehen lassen: Das Ergebnis der Bahn wird unter anderem in einer sogenannten Pünktlichkeitsquote dargestellt. Diese lag von Januar bis April unter dem Strich bei 78,6 % nach 78,5 % im Jahr 2017. Mit anderen Worten: Mehr als 21 % aller Verbindungen in Deutschland sind weiterhin nicht pünktlich.

Bitter, wenn ausgerechnet das Material auf den Schienen, die Züge und Lokomotiven, zu einem so großen Anteil nicht mehr funktionieren. Das zeigt, dass die Deutsche Bahn weiterhin Probleme an allen möglichen Baustellen hat – auf den Gleisen, im gesamten Gleisnetz und im mobilen Betrieb.

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Kommentar

  1. Über großartige Verspätungen im Fernverkehr hatte ich noch nicht zu klagen, weiß aber, dass gerade Mannheim und Köln Bahnhöfe sind, die Verspätungen verursachen. Einzig ärgert mich bei Fernzügen, dass immer öfter das Kaffeewasser auszugehen scheint. Dies ist gerade bei Nachtzügen ärgerlich.

      • Die Bahn ist abhängig von den Zulieferern und die wiederum von den Stahlkonzernen. Wenn die sich absprechen (Kartell -wie geschehen) und die DB lieber im Ausland investiert statt in Deutschland kommt es ganz natürlich zu Engpässen bei Zulieferungen und letztendlich bei der Bereitstellung von Zügen; sprich , es wird auf Verschleiß gefahren!