WW3: Europa stellt bereits auf Kriegswirtschaft um

(sh) Wozu das alles? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, wenn Dinge gegen ihren ausdrücklichen Willen von den politischen Vertretern durchgesetzt werden. Dass diese Entscheidungen auch noch mit Milliardenkosten verbunden sind, macht die Sache umso mysteriöser.

Überwachung

Was vor einem Jahr offiziell noch als Verschwörungstheorie galt und Personen, welche davor warnten in die „Aluhutfraktion“ drängte, ist mittlerweile traurige Gewissheit. Nachdem Edward Snowden veröffentlichte, was Eingeweihte längst wussten und „Verschwörungstheoretiker“ seit langem ahnten, war die Reaktion des politischen Personals abzusehen. Edward Snowden hat seine Land, seine Freunde und sein Leben zurücklassen müssen und unter Lebensgefahr eine Flucht via China nach Russland angetreten. Aufgebracht hat das politische Establishment nicht reagiert. Im Gegenteil.

Es scheint so, dass die totale Überwachung für unsere Volksvertreter einen Sinn ergibt. Es scheint einen Zweck zu geben, der diese Mittel heiligt. Während in Europa, auch in Deutschland und Österreich, die Armut auf dem Vormarsch ist, sind für Überwachungsmaßnahmen und Technologie Milliardenbeträge nicht einmal diskussionswürdig. Vor wenigen Jahrzehnten wäre ein Politiker für die Veranlassung einer verdachtsunabhängigen, flächendeckenden Überwachung der Bürger noch ins Gefängnis gewandert. Verfassungsbruch war da noch eine schwere Straftat und galt als unehrenhaft. Eine Straftat ist es wohl heute noch, doch es bringt Politikern eher eine Beförderung als eine Gefängnisstrafe ein. Doch das waren andere Zeiten!

Fracking

Sofern Sie das nötige Kleingeld zur Stelle hatten, ist es in den letzten 50 Jahren in Ihrem Wohnzimmer nie kalt geworden, richtig!? Selbst wenn Sie auf fossile Energieträger wie Erdöl oder Erdgas angewiesen waren. Ist die Energieversorgung mit Erdgas nun plötzlich gefährdet? Versiegen die russischen Gasfelder und wir müssen uns vor der winterlichen Kälte fürchten? Es gibt zumindest keine Hinweise, die auf eine solche Situation schließen lassen. Die Gaspipeline Northstream ist randvoll mit Gas und soll um eine zweite Röhre erweitert werden. Southstream, die Pipeline die im Süden Europas enden soll befindet sich in Bau. Der Betreiber des Projekts sichert auch dieser Pipeline einen adäquaten Füllstand zu. Immerhin ist der dabei nicht auf Verträge mit fremden Ländern angewiesen, sondern er beschickt die Pipeline mit seinem eigenen Rohstoff. Wozu dann Fracking in Europa?

Dass die derzeit angewandte Technologie zum Aufbrechen von Schiefergestein in großer Tiefe und der damit erreichten Freisetzung von im Schiefergestein gebundenen Gases eine erhebliche Gefahr für die Umwelt darstellt ist unstrittig. Unstrittig deshalb, weil keine graue Theorie bemüht werden muss, sondern die Auswirkungen in den USA bereits „live“ beobachtet werden können, brennende Wasserhähne inklusive. Das weiß auch der Chef von Exxon-Mobil, Rex Tillerson. Wie das Handeslblatt berichtet, geht er gerichtlich gegen Fracking in der Nähe seines Anwesens vor. Der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Rick Armey aus der Nachbarschaft hat sich gleich angehängt.

In Großbritannien soll nun das Gesetz zur Besitzstörung geändert werden, das es Grundbesitzern bislang ermöglicht, gegen Fracking unter ihrem eigenen Grundstück vor Gericht zu gehen. In Zukunft soll der Grundbesitzer nichts mehr gegen Fracking direkt unter seinem Grundstück unternehmen können. Die größte Boulevard-Zeitung des Landes „The Sun“ von Rupert Murdoch hat eine eigene Sonderausgabe herausgegeben um für Fracking zu werben. Der Britische Premier David Cameron, seines Zeichens oberster Volksvertreter, hat sich vor geraumer Zeit auf die Seite der Befürworter von Fracking gestellt. Auch Deutschland erlaubt mittlerweile Fracking!

Bürgerinitiativen laufen Sturm gegen die Pläne. Selbst eine große Mehrheit der Wähler der konservativen Partei sind gegen Fracking in Großbritannien. Menschen sehen sich in Gefahr, ihren hart erarbeiteten Besitz, ihre Lebensqualität und ihre Gesundheit zu verlieren. Während in den USA den Grundbesitzern dafür immerhin hohe Lizenzgebühren bezahlt werden, soll in UK der Betreiber lediglich einen minimalen Obolus an die Gemeinde leisten. Doch Fracking ist immerhin ein gutes Geschäft und bringt den Betreibern Milliardengewinne, nicht!?

Die Realität sieht, trotz hartnäckiger Propaganda die das Gegenteil vermitteln will, anders aus. Der Schiefergasboom in den USA entwickelt sich zum wirtschaftlichen Desaster. Der Tagesspiegel hat von stark rückläufigen Investitionen in den USA berichtet und die Wirtschaftswoche weist darauf hin, dass die Lagerstätten massiv überschätzt wurden. Viele Projekte sind stark defizitär und bringen bei weitem nicht den erhofften Ertrag. Zu allem Überfluss ist auf Grund des durch Fracking entstehenden Überangebots auch noch der Marktpreis für Gas um 65% eingebrochen. Auf shalebubble.org können Sie den Rest der hässlichen Fakten nachprüfen. Milliardengeschäft? Fehlanzeige!

Warum dann diesen Irsinn auch in Europa gegen den Willen der Wähler durchsetzen?

Kriegswirtschaft

Die nachfolgende Definition lässt sich in erschreckend einfacher und klarer Weise auf die politischen und ökonomischen Entscheidungen der Gegenwat im so genannten „Westen“ anwenden:

Unter Kriegswirtschaft oder Kriegsökonomie wird eine auf die Notwendigkeiten des Krieges ausgerichtete Wirtschaftsordnung einer Konfliktpartei verstanden, mit deren Hilfe diese versucht, die eigene Volkswirtschaft und die Wirtschaft der von ihr besetzten Gebiete so einzurichten oder umzugestalten, dass sie den Anforderungen der Kriegslage möglichst gut gerecht wird. (de.wikipedia.org)

Befindet sich ein Land also im Kriegszustand, oder bereitet sich darauf vor, dann werden alle ökonomischen und politischen Entscheidungen auf die „Anforderungen der Kriegslage“ ausgerichtet. Der Wille der Bürger spielt dann keine Rolle mehr. Um den Willen der Bevölkerung unterdrücken und manipulieren zu können, bedarf es einer umfassenden Propagandamaschinerie und einer strengen Zensur. Im dritten Reich wurde dies eindrucksvoll vorexerziert. Da sich die Kontrolle und Manipulation des Volkswillen in Zeiten des Internets nicht mehr alleine über eine Kontrolle der Massenmedien erreichen lässt, muss eine umfassende Überwachung implementiert werden. „Nicht genehme Elemente“ werden identifiziert und zum Schweigen gebracht. Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen die dieses Überwachungssystem unterlaufen helfen werden liquidiert. Der Email Dienst, den Edward Snowden benutzt hat, ist nur ein plakatives Beispiel. Unlängst hat es das Open Source Projekt zur effektiven Verschlüsselung von Datenträgern „Truecrypte“ erwischt.

Um dem Feind effektiv Schaden zufügen zu können, müssen Abhängigkeiten verringert werden und existierende Wirtschaftsbeziehungen aufgelöst werden. Ökonomische Sinnhaftigkeit ist dabei kein relevantes Kriterium mehr. Wenn durch Fracking die Abhängigkeit von Gasexporten des Feindes verringert werden kann, ist dies in einer Kriegswirtschaft eine „sinnvolle“ Entscheidung. Völlig egal was das Volk davon hält. Muss es auch profitabel sein? Nein! Denn massenweise Panzer herzustellen, die anschließend explodieren und verbrennen oder im besten Fall als radioaktiver Schrott zurückkehren, ist auch kein Volkswirtschaftlich sinnvolles Unterfangen. Aber es ermöglicht dem Feind zu schaden!

Die restlichen Wirtschaftsbeziehungen werden durch Sanktionen zerstört. Der Gegner damit geschwächt und die eigene Aussicht auf einen Sieg erhöht. Ein Abbau der Wirtschaftsbeziehungen mit Russland ist für Europa schädlich? Ja bestimmt, aber in einer Kriegssituation spielt das keine entscheidende Rolle.

Worum wird gekämpft?

In einem Krieg werden laut Wikipedia Interessen durchgesetzt. Das Interesse der USA, und damit seiner Verbündeten in Europa und im nahen Osten, besteht darin, die eigene weltweite Vormachtstellung aufrechtzuerhalten. Diese Vormachtstellung wurde mit Hilfe der Weltreservewährung Dollar erreicht. Hunderte weltweite Militärbase, unzählige Soldaten, Schiffe und Flugzeuge lassen sich nur dauerhaft finanzieren, wenn man sich das Geld dafür einfach drucken kann. Gerät diese unerschöpfliche Finanzquelle in Gefahr, ist es schnell vorbei mit der militärischen Herrlichkeit und der Full-spectrum dominance. Fragen Sie die Briten, das Empire kann ein Lied davon singen. Alle anderen ehemaligen Großmächte ebenso.

Der Status einer Weltreservewährung kann nur aufrechterhalten werden, wenn die Währung durch etwas wertvolles, allgemein begehrtes gedeckt ist. Denn dadurch ist eine konstante Nachfrage gesichert. Andernfalls ist sie nur ein fragiles Stück Papier, wie alle anderen Papiergeldwährungen auch. Nachdem die Deckung durch Gold bereits vor Jahrzehnten unilateral abgeschafft wurde, haben im wesentlichen fossile Energieträger diese Rolle übernommen. Macht für die USA keinen großen Unterschied. Denn beides kann man nicht künstlich herstellen. Man muss es haben oder sich nehmen. Der Rest ist bekannt.

Um den Jungbrunnen der Weltleitwährung für sich beanspruchen zu können ist jedes Mittel recht. JEDES! Die Millionen Toten geben ein stummes Zeugnis davon.

Insofern ist es korrekt, dass der dritte Weltkrieg ein Währungs- und Wirtschaftskieg ist / sein wird, mit all seinen dramatischen Folgen. Doch deswegen ist ein heißer Krieg noch lange nicht ausgeschlossen. Die BRICS, allen voran Russland und China, haben gemeinsam theoretisch das wirtschaftliche und militärische Potential, den wie einen angeschlagenen Boxer in den Seilen hängenden Dollar als Weltleitwährung abzusetzen. Deshalb geht es ihnen jetzt an den Kragen und wir müssen auf Kriegswirtschaft umstellen. Fragen Sie nach bei Kennedy, Hussein, Gadaffi und Co.!