in Politik

Die Wohnungsnot in Deutschland hat inzwischen zu heftigen Debatten geführt. Die Berliner Regierung hat den Mietpreisdeckel eingeführt, damit die Preise nicht durch die sprichwörtliche Decke schießen. Die Regierung in der Hauptstadt denkt zudem über eine Enteignung der großen Wohnungsbaukonzerne nach. Auf der anderen Seite wurde jetzt bekannt, dass die Zahl der Baugenehmigungen hierzulande gesunken ist, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Weniger Wohnungen – trotz niedriger Zinsen

Die Zahlen sind vergleichsweise ernüchternd, meinen Kritiker. Von Januar bis Mai dieses Jahres sind 2,4 % weniger Wohnungsbaumaßnahmen durch die Behörden genehmigt worden als von Januar bis Mai 2018. In absoluten Zahlen: 136.300 neue Wohnungen wurden genehmigt. In „neu zu errichtenden Wohngebäuden“ sind dabei gut 120.600 Wohnungen von den Behörden gestattet worden.

Diese Zahlen sind sogar um 2,7 % schlechter als im Vorjahreszeitraum Januar bis Mai 2018. 3.300 weniger Genehmigungen steht allerdings eine höhere Anzahl an genehmigten Bauaktivitäten für Einfamilienhäuser gegenüber. Diese Zahl stieg um 2,3 %. Demgegenüber sind die Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser rückläufig (-4,0 %). Die Anzahl der genehmigten Bauten von Mehrfamilienhäusern sank sogar um 4,1 %.

Die Zahlen sind deshalb ernüchternd, weil der Immobilienmarkt an sich höhere Renditen verspricht als im Durchschnitt üblich. Zudem sind die Zinsen für Immobiliendarlehen sehr günstig, womit zu erwarten wäre, dass die Kredite für Neubauten genutzt würden. So geben die Zahlen noch keine Auskunft darüber, warum die Werte gesunken sind. Sofern es sich nicht um eine zufällige Entwicklung handelt, dürfte – so zumindest eine Spekulation – die Angst vor neuen politischen Fesseln (Stichwort: Energetische Vorschriften) einige Investoren von Investitionen abhalten. Zudem könnte die Sorge vor einem Platzen der sogenannten Immobilienblase die Bauaktivitäten reduziert haben. Schließlich fehlt in vielen Gemeinden auch Bauland. Der Staat ist derzeit kaum in der Lage, Bauland neu auszuweisen. Die Merkel-Regierung unternimmt jedoch wenig – wie Sie auch hier lesen….

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Kommentar

  1. Vor ca.15 Jahren hat man begonnen in den Neubaugebieten der DDR Wohnblöcke zurückzubauen und sogar abzureißen, um das Überangebot an Wohnraum zu beseitigen. Dann kamen die Flüchtlinge durch die Kriegstreiberei und Millionen von Menschen mussten auf einmal untergebracht werden. Dazu haben die Verwaltungen, egal von welcher Partei geführt, sozialen Wohnraum an private Immobilienfirmen in Unmengen verhökert. Und jetzt kommt die große Diskussion zwecks der Enteignung und das weiter Zupflastern der Natur. Alles eine hervorragende Propaganda um das Chaos in den Hirnen des deutschen Volks zu vergrößern, um das Bossa Nova Syndrom weiter anzuheizen.

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