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Hinter den Kulissen des Modelabels „Victorias Secret“ soll es jahrelang zu sexuellem Missbrauch und Mobbing gekommen sein. Betroffene Models haben jetzt davon berichtet. „Engel in der Hölle“ lautet der Bericht der „New York Times“. Demnach haben jetzt 30 Angestellte und Models schwere Vorwürfe gegen die Leitung des berühmten Dessous-Labels erhoben. Die Rede ist von einer „Kultur der Frauenfeindlichkeit, von Mobbing und Belästigung“. Les Wexner, der die Firma jetzt verkaufen will, soll den jahrelangen Missbrauch gegen die Models ignoriert haben. Wie tief steckt Wexner selbst im Epstein-Sumpf?

Der 71-jährige Casting-Chef des Unternehmens, Ed Razek, soll die Mädchen ebenfalls belästigt haben. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Sexuelle Nötigung, monatelange Bombardierungen mit anzüglichen Emails und versuchte Annäherung. Eins der Models berichtet, dass sie, nachdem sie weitere Treffen mit Razek absagte, nicht mehr für Aufträge von „Victorias Secret“ gebucht wurde. Obwohl sich die Models bei dem Firmeninhaber Les Wexner beschwerten, soll dieser nie darauf reagiert haben. Er soll zudem tatenlos dabei zugesehen haben, wie sein Freund Jeffrey Epstein immer wieder versuchte, Models als Sex-Sklavinnen zu rekrutieren.

Wexner und Epstein waren zwanzig Jahre befreundet. Wexner überließ Epstein ein New Yorker Townhouse im Wert von 69 Millionen Euro und ein Anwesen in Ohio. Es hießt, Epstein habe als Berater für Wexner unterschrieben, als „Generalbevollmächtigter“ sogar dessen Steuererklärungen unterschrieben. Wexner organisierte „Fake Castings“ für Victorias-Secret-Models, die als Sex-Sklavinnen für Epstein rekrutiert werden sollten. Mindestens zwei der Models sollen dabei von Epstein sexuell belästigt worden sein. In Model sagte, laut „New York Times“, das „Casting sei wie ein Casting für Prostituierte“ gewesen. „Es war die Hölle.“

Wexner wurde bereits vergangenes Jahr auf seine Verbindungen zu Epstein angesprochen. Er zeigte sich angesichts dessen Machenschaften „schockiert“, es sei ihm „peinlich“ gewesen, dass er mit Epstein befreundet gewesen sein. Davor hatte Wexner Epstein allerdings als „loyalen Freund mit hohen Standards gepriesen“. Diese Aussagen erinnern an das Verhalten und an die Aussagen von Prinz Andrew, dem Sohn der Queen.

Wexner will nun das Unternehmen Victorias Secret verkaufen. Nach Informationen des „Wall Street Journals“ prüft der 83-Jährige derzeit den Verkauf des Unternehmens, das einen Jahresumsatz von 7 Milliarden Dollar hat. Der ganze Skandal – hier lesen Sie mehr.

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