in Politik

Nachdem es bereits im vergangenen Jahr eine kontroverse Debatte darüber gab, ob betäubungsloses Schächten in Deutschland ganz verboten werden soll, hat Niedersachen zum diesjährigen islamischen Opferfest (10. bis 14. August) erneut eine Ausnahmegenehmigung zum betäubungslosen Schlachten von Tieren erteilt. Das Landwirtschaftsministerium in Hannover teilte mit, dass eine Genehmigung zum Schächten für 200 Schafe und Ziegen erteilt worden sei.

In Deutschland ist das Schlachten ohne vorherige Betäubung (Schächten) grundsätzlich verboten. Der Tierschutz verlangt eine Betäubung, der das Schmerzempfinden der Tiere sicher ausschaltet. Um allerdings die „Religionsfreiheit“ zu gewährleisten, werden Ausnahmen genehmigt, so wie für das islamische Opferfest. Die AfD hatte bereits im vergangenen Jahr ein Ende der Ausnahmereglung aus Tierschutzgründen verlangt, für die Forderung aber keine Mehrheit gefunden.

Ein Facharzt für Chirurgie erklärt, was beim Schächten passiert

Ein Facharzt für Chirurgie hat auf Facebook in allen Einzelheiten beschrieben, was beim Schächten mit dem Tier passiert:

„Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut.

Dann folgen die vorderen Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre. Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffene Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu
schweren reflektorischen Atemströmungen und Kreislaufreaktionen führt.

Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben… Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte
Sympathische Nervensystem und die das Zwerchfell motorisch versorgenden Nervi phrenici durchtrennt.

Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfellhochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, so dass das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch Atemnot erleidet.

Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den schmerzhaft-angstvoll aufgerissenen Augen führt. Durch die angst- und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt.

Während des langsamen Ausblutens thrombosieren und verstopfen vielfach die Gefäßenden der vorderen Halsarterien, so dass regelmäßig nachgeschnitten werden muss. Und das alles bei vollem Bewusstsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können.

Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, so dass keine Bewusstlosigkeit eintritt.

Hängt man dann entsprechend den «Vorschriften» das Tier noch an den Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdruckes und des allgemein bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, dass der blutende Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen der letzten Blutstropfen bei vollem Bewusstsein.

Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem Ausbluten entfesselte. Mit der entsetzlich klaffenden Halswunde strebte es meistens voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des Schlachtraumes zu und musste durch den Bolzenschussapparat endgültig getötet werden“

‚Dr. med. Werner Hartinger‘
(Facharzt für Chirurgie)
08.11.1925 – 22.12.2000

Werte-Union fordert Verbot des Schächtens

Die Werte-Union fordert nun ebenfalls ein Verbot von betäubungslosem Schächten. Auch das sogenannte „Halal-Schlachten“ von Tieren solle verboten werden, hieß es in einer Mitteilung der Werte-Union. Der Verein übt ebenfalls scharfe Kritik an der betäubungslosen Ferkelkastration, die von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner weiter erlaubt wird.

Die Verbote sollen auch im Falle religiös motivieren Schächtens gelten, auch ein Verbot des sogenannten „Kükenschredderns“, das Landwirtschaftsministerin Klöckner ebenfalls noch erlaubt, fordert die Werte-Union: „Hier müssen auch an der einen oder anderen Stelle wirtschaftliche Interessen zurücktreten“, sagte Alexander Mitsch, Bundesvorsitzender der Werte-Union.

Die Werte-Union bezeichnet sich als konservativen Flügel von CDU und CSU. In den letzten Monaten hatte sie verstärkt den Rücktritt von Bundeskanzlerin Merkel gefordert. Die Werte-Union wird inzwischen innerhalb der Merkel-Union geächtet – wir dokumentieren von Fall zu Fall die Forderungen hier. 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Es ist Mord und gegen das Grundgesetz,
    sowohl das Schächten, als auch das Hühnerschreddern
    Grundgesetz Art. 20a
    „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere …“

    WO sind die Richter des Bundesverfassungsgerichtes
    oder auch alle anderen Richter, die das Bundesverfassungsgericht
    direkt anschreiben könnten und müssten.

    Hinzu kommt das erlebte Tiersterbeleid, das Stress- und Todeshormone direkt in DAS Fleisch ausschüttet, das die Menschen dann essen – Guten Appetit.

    Wie wollen wir jemals des Friedens wert sein,
    wenn wir hilflose Tiere bewusst zu Tode quälen?

    • „WO sind die Richter des Bundesverfassungsgerichtes
      oder auch alle anderen Richter, die das Bundesverfassungsgericht
      direkt anschreiben könnten und müssten.

      Die wissen alle Bescheid, schauen aber lieber weg.

  2. Das gleiche Problem haben wir mir Polygamen und Kinderehen. Wehe, du wirst bei 100 Euro Steuerhinterziehung erwischt!! Im Namen der Religionen ist jedes Verbrechen erlaubt, egal welcher Konfesion!!!

  3. Nun gut, wenn meine Meinung Nr. 374431 ohne Kommentar gelöscht wurde und ich dann die nächsten eingehenden Meinungen lesen darf, habe ich ein ungesundes Gefühl, wen die Redaktion zu schützen glauben muß. Ich hoffe doch nur sich selbst, was aber dann trotz allem opportunistische Opposition bedeutet.