in D/A/CH

Lange hat es gedauert, bis Frau Nahles begriffen hat, dass sie für den rasanten Niedergang der SPD, zumindest seit den Bundestagswahlen im September 2017, mitverantwortlich ist. Es sind nicht erst die Bürgerschaftswahlen in Bremen oder die EU-Wahlen, die erneut mehr als deutlich zeigten, dass mit dieser SPD kein Staat mehr zu machen ist. Zumindest hat Frau Nahles, wenn auch spät, die Konsequenzen gezogen. Dafür muss man ihr Respekt zollen.

Frau Nahles selbst begründete ihren Rücktritt als Parteivorsitzende und Fraktionsvorsitzende folgendermaßen: „Die Diskussion in der Fraktion und die vielen Rückmeldungen aus der Partei haben mir gezeigt, dass der zur Ausübung meiner Ämter notwendige Rückhalt nicht mehr da ist.“

Mit ihrem Rücktritt will Nahles die Möglichkeit eröffnen, dass in beiden Funktionen in geordneter Weise ihre Nachfolge geregelt werden könne. Daher werde sie am Montag im Parteivorstand ihren Rücktritt als SPD-Chefin und am Dienstag ihren Rücktritt als Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion erklären. Nahles will zudem ihr Bundestagsmandat niederlegen und sich komplett aus der Politik zurückziehen, so Medienberichte.

Nach dem SPD-Wahldebakel hatte Andrea Nahles am 27. Mai bereits erste Konsequenzen gezogen und die Wahl zum Fraktionsvorsitz auf diese Woche, den 4. Juni vorziehen wollen. Doch anscheinend wollte Frau Nahles einer weiteren Demütigung aus dem Wege gehen und kündigte daher an diesem Wochenende ihren Rücktritt an. Auch diese Entscheidung von Frau Nahles sorgte parteiintern für Kritik, da man sich scheinbar darauf geeinigt hatte, nach der EU-Wahl keine Personaldebatten führen zu wollen.

Spekulationen zufolge soll Martin Schulz sich die Option offenhalten, für das Amt des SPD-Fraktionschefs zu kandidieren. Allerdings wollte er noch nicht am 4. Juni kandidieren. Offenbar kam Nahles‘ Vorhaben, die Wahl vorzuziehen, für Schuz überraschend. In einem Brief an Andrea Nahles soll Schulz dann geäußert haben, dass er am 4. Juni nicht zur Wahl antrete. Zudem werde er Andrea Nahles informieren, sollte er gegen sie antreten wollen. Dies ist ja nun hinfällig und dass Schulz ein falscher Fuffziger ist, bewies er wieder bei dem Postengeschacher um das Amt des Außenministers, als er Sigmar Gabriel in den Rücken fiel.

„Bätschi“-Nahles ist nun Geschichte. Was diese Frau mit Gebrüll, Geschrei und Herumgehampel auf der Bühne so alles von sich gegeben hat, ist unfassbar: „Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt“, „Ab morgen kriegen sie (Union) in die Fresse“, „Wir werden verhandeln, bis es quietscht auf der anderen Seite. Alles andere kann ich euch nicht versprechen. Aber wir werden verhandeln und weitere gute Sachen rausholen.“ Leider war die Ära dieser Frau nicht nur von verbalen Entgleisungen geprägt. Die Ära Nahles war von einer schlicht vollkommen sinnentleerten Politik geprägt.

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Kommentar

  1. Schade sehr schade, Sie hätte ruhig noch ein wenig weiter bleiben können.

    Es ist sehr bedauerlich, dass Sie geht den sonst wäre es endlich möglich gewesen, dass die SPD Randpartei wird.

    Hoffen wir das der Nachfolger es richtig macht und diese Partei auf 1 % bringt.

  2. Sie hat nach dem Germanistikstudium im Jahr 2002 bis 2003 im Berlin bei der IG Metall gearbeitet.
    Im Jahr 2003 lösten die ERA Tarife die alten IG Metall Lohngruppen ab, häufig zu ungunsten der Lohn-/Gehaltsempfänger.
    Es ist schon erstaunlich, das ihre Kritiker ihr vorwerfen, Angela Nahles hätte nie gearbeitet.

  3. Es wird höchste Zeit, daß diese Person, die sich mit ihrer unglaublichen Primitivität (Ätschi Bätschi, ab jetzt gibt’s in die Fresse, …) für jedes noch so unbedeutende öffentliche Amt disqualifiziert hat, endlich geht.

    Mööörkel werden wir auch noch los – wir schaffen das!