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Unglaublich: Wie Von der Leyen dieses Land an Nato und EU verkauft

Beim diesjährigen Nato-Gipfel am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel gab es nicht nur Krach, Verwirrung und schließlich Versöhnung. Auch eine Personalie wurde heiß diskutiert. Wer wird nächster Nato-Generalsekretär? Erstmals könnte es eine Frau werden, die aktuelle deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Der Schluss ist naheliegend, denn von der Leyen gehört zu Merkels langen treuen Weggefährten. Merkels Ende rückt allerdings unaufhaltsam näher – und damit auch Neuwahlen. Für genau diesen Fall könnte von der Leyen bereits vorgesorgt haben.

Von der Leyens geschickter Schachzug

Denn auch ihre Karriere in Deutschland ist seit Monaten in eine gefährliche Schieflage geraten. Als erste weibliche Verteidigungsministerin wollte man sie scheitern sehen. Sie hatte mit politischen Intrigen zu kämpfen. Zudem war ihre Amtszeit von jeder Menge Skandalen überschattet: Nicht einsatzfähiges Kriegsgerät, Industrielobbyismus und rechtsextreme Strömungen in der Bundeswehr setzten ihrer Autorität zu. Doch mit einem geschickten Trick gelang ihr ein wichtiger Schachzug im Machtpoker Berlins und Brüssels.

Mit der Gründung der EU-Armee und des Rüstungs- und Verteidigungsbündnisses, hat von der Leyen kürzlich für sich den großen Coup gelandet. Von der Leyen ist wieder wer. Sie hat sich ihre Autorität zurück erkämpft. Das Verteidigungs-Bündnis wurde am 13.11.2017 von 23 der 28 EU-Staaten gegründet. Doch von der Leyen plante die Gründung des EU-Verteidigungsbündnisses schon von langer Hand. Lange bevor Macron seine Europa-Pläne auf den Tisch brachte, bastelte sie an der EU-Armee. Dafür hat sie seit anderthalb Jahren all ihre diplomatischen Beziehungen spielen lassen.

Rechtzeitige Karriereabsicherung nach Merkel-Ära

Dabei nutzte sie den aktuellen Krisenmodus geschickt, um das Bündnis zustande zu bringen. Sie setzte alle Karten schlicht auf den Unsicherheitsfaktor „Trump“. Gerade mit der Wahl Trumps zum US-Präsidenten, der für eine unsichere, unberechenbare und instabile Außenpolitik steht, sei es für Deutschland und die EU wichtig, sich eigenständig aufzubauen – unabhängig von den USA. Damit hat sie einen Grund für die Gründung der EU-Armee gefunden, den kaum einer abschlagen konnte. Das Bündnis musste sich quasi formieren. Zudem hat von der Leyen den großen Wurf genau im richtigen Moment gelandet: Als Merkel-Treue hat sie der Kanzlerin damit erheblich den Rücken gestärkt. Denn Merkels Macht schwindet seit den Bundestagswahlen von Tag zu Tag.

Mit der Gründung der EU-Armee hat sie sich ihre politische Karriere versichert und vergoldet. Sie hat so dafür gesorgt, an der Unionsspitze zu bleiben. Zudem bereitet sie mit diesem Schritt schon ihre Karriere auf Europa oder höherer Ebene vor. Sie ist europaweit und international so gut vernetzt, wie kein anderer Politiker. Sie wird sogar schon als Nachfolgerin Stoltenbergs gehandelt. Bei der Nato gilt sie als gute Partnerin im transatlantischen Bündnis – trotz Trump. Sie pflegt enge Kontakte zum Pentagon, in Washington wird sie für ihre „Intelligenz und Entschiedenheit“ geschätzt. Von der Leyen ist es gelungen, eine stabile Vertrauensbrücke ins Pentagon zu bauen. Zu US-Verteidigungsminister James Mattis hat sie einen engen Draht gefunden.

Erhält von der Leyen Trumps Unterstützung?

Von der Leyen gilt als verlässliche Transatlantikerin. Ihr militärpolitischer Sachverstand hat ihr Respekt eingebracht. Sie genießt in der Nato einen hervorragenden Ruf. Sie hat strategisches Gespür und besitzt große Sachkenntnis. Damit hat es von der Leyen geschafft, in den Fokus der Nato-Personalpolitik zu rücken. In Nato-Kreisen gab es bereits weitere laute Überlegungen, dass sie die Nachfolgerin von Stoltenberg werden soll. Die Unterstützung von Mattis hat sie schon. Ob sie auch die von Trump bekommt? Denn letztlich muss Trump seinen Segen für eine deutsche Generalsekretärin geben.

Was Watergate.tv am 17. Februar bereits gemeldet hatten: Von der Leyen auf dem Weg zur Generalsekretärin…

„Ursula von der Leyen könnte Nato-Generalsekretärin werden. Union und FDP unterstützen diesen Plan.“ Und weiter:

„In zwei Jahren wird die Spitze der Nato neu besetzt. Wird es Ursula von der Leyen? Die Welt am Sonntag wird dies berichten. Sogenannte gut informierte Kreise stecken diese Botschaft durch. Von der Leyen genieße eine guten Ruf. Sie habe großartige Sachkenntnis und vor allem auch ein strategisches Gespür.

So habe Deutschland auch sein eigenes Engagement in der Nato unter ihrer Führung verstärkt. Nur die Türkei würde dem Bericht nach noch Vorbehalte gegen eine Berufung. Die Politik aus CDU, CSU und FDP zeigt sich in verschiedenen Stellungnahmen offen für diesen Vorschlag. Es wäre gut, wenn Deutschland mal wieder an der Spitze der Nato stünde, lautet ein Kommentar. Ein anderer Kommentar verweist drauf, dass es auch um die existenzielle Bedeutung für unser Land ginge.“

Wir meinten demgegenüber, dass die Bundeswehr erstaunlich marode sei. Es würde vielleicht eher darum gehen, Frau von der Leyen wegzuloben. Damit Angela Merkel noch „freiere Hand“ habe. Oder dies sei ein möglicher Schachzug der USA – denn somit würde das gemeinsame EU-Verteidigungsbündnis (zwischen Frankreich und Deutschland vorangetrieben) plötzlich wieder eingefangen werden können. Die USA könnte über die Nato die Kontrolle wieder herstellen.

Und am 17. November 2017 berichteten wir zusätzlich:

Sie pflegt enge Kontakte zum Pentagon, in Washington wird sie für ihre „Intelligenz und Entschiedenheit“ geschätzt.“ Dabei baute sie zwar an einer EU-Verteidigung, konnte sich aber zugleich, siehe oben, den Zugriff auf den Nato-Posten sichern.

Möglicherweise werden beide Vorhaben nun kombiniert. Sie baut mit an einem EU-Superstaat – und die Nato möchte über sie dann die Kontrolle der EU ausüben. Ein Coup.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Was soll bloß diese Lobhudelei über von der Leyens „militärpülitischen Sachverstand“? Eine machtgeile Marionette ist sie, dem US-Hegemon willig untertan. Sollte sie mal was zu sagen haben in der Nato, dann aber niemals g e g e n die USA!

    • Der Generalsekretär hat sowieso nie was zu sagen. Der ist bloß ein Pressesprecher.
      Bestimmen tun IMMER amerikanische Generäle.

  2. Zu Mattis hat sie einen „Draht“ gefunden.
    Soso, „Draht“ heißt das jetzt im Politquacksprech.
    Auf der Reeperbahn nennt man das ganz anders.

  3. Die Wahl von-der-Leyens wäre das beste, was passieren könnte. Wenn sie die NATO ähnlich verkommen lässt wie die BW, dann würde dieses Instrument der Finanzeliten für den Rest der Welt keine Gefahr mehr darstellen. Solange jedoch die USA dabei sind, erübrigen sich solche Wunschträume. Es zählen im Grunde nur die Streitkräfte des Imperiums – der Rest ist kaum mehr als ein Anhängsel.

  4. Sie kann praktisch überall eingesetzt werden, von der Klofrau bis zur Kanzlerin. Bei ihrer Doktorarbeit hat sie 60% abgeschrieben und die restlichen 40% nicht gekennzeichnet, aber Merkel hat gesagt Schwamm drüber, die VdL macht jetzt den Kriegsminister, obwohl sie am Anfang nicht einmal die Dienst Ränge an den Uniformen erkennen konnte und auch sonnst keine Ahnung davon hatte, das Soldaten auch Waffen brauchen die funktionieren. Sie sorgte sich um schwangere Soldatinnen und um die Unterbringung der Säuglinge, und erweiterte das kulturelle Angebot für die Truppe. Aber am liebsten reist sie in der Welt umher und drischt leeres Stroh.

  5. Dieser Artikel liest sich, als hätte ihn ein PR-Manager von der Leyens ohne jedwedes Schamgefühl geschrieben. Auf Grund der Vielzahl falscher Behauptungen und daraus resultierenden wenig realitätsnahen Schlussfolgerungen ist das Lesen leider reine Zeitverschwendung.

Webmentions

  • Von der Leyen – Neue Nato-Generalsekretärin? – Die Welt 18. Juli 2018

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