Versuchskaninchen? ZDF-Interview zur Notfallzulassung der Impfung

Bei „ZDF heute“ wurde der Marburger Virologe Prof. Stephan Becker zur geplanten „Notfallzulassung“ der Corona-Impfstoffe von Biontech und Pfizer befragt. Becker sagte, bislang würden die Nebenwirkungen der per Notfallverordnung zugelassenen Corona-Impfstoffe – „so weit wir wissen“ –  als „eher mild“ beschrieben. Doch Forscher hätten bisher keine genaue Kenntnis der Studie an Probanden (40.000 Geimpfte) (CD).

Bei einer Notfallzulassung würden noch nicht alle Daten vorliegen, die man für eine normale Zulassung eines Impfstoffs benötige, so Becker. Die Daten würden dann erst im Verlauf der bereits stattfindenden Impfungen stattfinden, das „Nebenwirkungsprofil“ würde dann bei der Impfung von vielen Millionen Menschen genauer beobachtet. Becker meinte, das „sei der Sinn“ einer Notfallzulassung, zu beobachten, welche weitere Nebenwirkungen im Verlauf einer Massen-Impfung auftreten würden.

Becker bestätigte, dass Forscher die genaue Kenntnis der Biontech/Pfizer-Impfstudie nicht kennen würden und dass keiner genau wisse, was wirklich dabei herausgekommen sei. Die Zulassungsbehörden indes würden die Resultate der Studie erhalten, die Wissenschaftler hätten die Ergebnisse noch nicht vorliegen. Ob mit der Notfallzulassung bereits im Dezember in Deutschland geimpft werden könne, hänge davon ab, wann der Zulassungsantrag in der europäischen Zulassungsbehörde eingehen werde, so Becker. Dies könne nach Aussagen von Biontech und Pfizer der Fall sein.

Während die Merkel- und EU-Regierungen offenbar Menschenversuche mit Impfungen planen, die per Notfallzulassung eingesetzt werden sollen, fordert der Infektiologe Matthias Schrappe in einem anderen Interview bei ZDF heute live ein radikales Umdenken der Corona-Strategie. Schrappe kritisiert die Corona-Kennzahlen des Robert-Koch-Instituts.

Der Infektiologe Prof. Matthias Schrappe, welcher ehemaliges Mitglied des Sachverständigenrats Gesundheit ist, hält das Robert-Koch-Institut für vom Bundesministerium für Gesundheit politisch gesteuert. Das RKI müsse reale Zahlen liefern und nicht Mutmaßungen, so Schrappe. Grundrechte würden eingeschränkt, ohne dass verwertbare Zahlen vorlägen. Er halte es als Wissenschaftler und als Bürger für ein „Unding“, dass ohne feste Zahlenbasis zu solch drastischen Einschränkungen gegriffen werde.

Dabei gebe es bei Epidemiologen und Infektiologen probate Mittel, um reale Infektionszahlen zu erheben. Diese würden zum Standardrepertoire von Wissenschaftlern gehören. Das sei auch der Grund, weshalb der Sachverständigenrat die Zahlen vom RKI ständig einfordere. Diese täglich vom RKI gemeldeten Infektionszahlen seien aber „vom Nebel nicht weit entfernt“, so Prof. Schrappe. Die Testzahlen des RKI seien „das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben seien“. „Diese RKI-Zahlen sind nichts wert.“