in USA

Es ist kein Geheimnis dass sämtliche Regierungen, die eine aktive Außenpolitik betreiben, im In- und Ausland Propagandatechniken anwenden, um Stimmungen zum eigenen Gunsten zu beeinflussen. Auch der Westen ist davon nicht befreit, im Gegenteil, unter Federführung der USA entwickelt die NATO derzeit neue Propagandastrategie um sich im internationalen Informationskrieg zu behaupten.

Dies zeigte sich jüngst auf der NATO-Konferenz in Lettland und im neuesten Kriegsrecht des Pentagon. Um eine wirksame Strategie in der Praxis einzusetzen, werden künftig psychologische Kriegsführung, Propaganda und Öffentlichkeitsarbeit kombiniert unter dem Begriff „strategische Kommunikation“. Die psychologische Kriegsführung – manipulative Techniken, um den Geisteszustand einer Zielbevölkerung zu beeinflussen und insgeheim die Wahrnehmung der Menschen zu formen – ist jetzt ein normaler Teil der Informationspolitik der USA und der NATO.“ kommentiert Don North die Vorgänge.

„Im Fall der Nato ist das Argument, dass die Herangehensweise der NATO bezüglich psy-ops (psycho­lo­gi­scher Kriegsführung) als ein im Prinzip offenes, wahrheitsgemäßes und gutartiges Instrument zu sehen ist. Zusammen mit der Beseitigung größerer Unterschiede zwischen einheimischen und ausländischen Medienkonzernen und in sozialen Medien bedeutet das de facto die Fusion von psy-ops und Öffentlichkeitsarbeit“, sagt der britische Militärhistoriker Dr. Stephen Badsey, einer der führenden Köpfe zum Thema Krieg und Medien.

Als Teil dieser Schönen Neuen Welt der „strategischen Kommunikation“ gehen das US-Militär und die NATO jetzt gegen Nachrichtenorganisationen vor, die einen Journalismus bieten, der ihrer Ansicht nach die Wahrnehmung dessen schädigt, was die US-Regierung der Welt vermitteln will.

Diese Haltung führte zum neuen „Kriegsrecht“ des Pentagon, welches in Kriegszeiten die Einstufung von Journalisten als „Spionen“ oder „nicht privilegierten Kriegsteilnehmern“ zulässt. Das könnte dazu führen, dass Reporter mit unbegrenzter Haft, Kriegsgerichten oder außergerichtlicher Hinrichtung zu rechnen haben – die gleiche Behandlung wie für Terroristen von AlQaeda, ebenso als „nicht privilegierte Kriegsteilnehmer“ eingestuft.

Das Konzept der „strategischen Kommunikation“ – die Wahrnehmung der Weltöffentlichkeit zu schaffen – hat unter Obama immer größere Dimensionen angenommen und die Verhinderung des Informationsflusses ist beispiellos. Mehr als jeder seiner Vorgänger geht Präsident Barack Obama mit scharfen rechtlichen Mitteln gegen „Durchstecher“ vor, die unangenehme Wahrheiten über die Machenschaften der US-Außenpolitik und der Geheimdienste veröffentlichten.

Und Obamas Außenministerium hat einen bissigen öffentlichen Feldzug gegen den russischen Sender RT begonnen. Man fühlt sich an Bill Clintons Feindschaft gegen Serb TV und Bush jr. Zorn gegen Al Jazeera erinnert.

Vielen Dank an die Recherche und Übersetzung von FritzTheCat.

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