in USA

Seit vielen Jahren sind die USA und ihre Verbündeten, etwa Deutschland, nun in Afghanistan aktiv. Die Friedensmission, wie sie dargestellt wird, verlangt offenbar viele Opfer. 305 Zivilisten sind von den USA und ihren Verbündeten in Afghanistan alleine im ersten Quartal getötet worden. Ein bitteres Ergebnis, so Kritiker.

Taliban friedlicher

Demgegenüber, so meldet die „Welt“, sind die Taliban friedlicher. Die wiederum haben 227 Menschen auf ihrem Gewissen. Die Zahlen entstammen den Angaben der UN-Mission selbst. In der Regel werden Zivilisten offenbar bei Luftangriffen oder bei Suchaktionen an Land getötet. Vor allem scheinen laut der Aussagen des Berichtes die von den USA „unterstützten afghanischen Truppen in einem rechtsfreien Raum“ unterwegs zu sein.

Grund für die zunehmende Gewalt durch die USA und ihre Verbündeten könnte ein Erlass von Donald Trump sein. Der hatte 2017 angeordnet, Taliban-Standorte könnten durch US-Kampfflugzeuge nun unter erleichterten Bedingungen bombardiert werden. Der Einsatztakt, so der Bericht, habe sich damit erhöht.

Allerdings gibt es auch eine „gute Nachricht“: Immerhin ist die absolute Zahl der Opfer unter Zivilisten im Vergleich zum ersten Quartal 2018 um 23 % niedriger ausgefallen. Dennoch sind insgesamt 1773 zivile Gesamtopfer bei insgesamt 581 Toten gezählt worden. Der Rückgang wird wiederum darauf zurückgeführt, dass es nun weniger Selbstmordanschläge geben würde.

Dafür werden wiederum zwei Gründe angeführt: Der Winter sei „hart“ gewesen – und die Taliban nehmen mittlerweile möglicherweise mit einer anderen Strategie an den Friedensgesprächen teil.

Eine Erfolgsgeschichte scheint die Strategie der USA und ihrer Verbündeten insgesamt jedoch nicht geworden zu sein. Auch die Bundeswehr steht ihrer Teilnahme wegen unter kritischer Beobachtung. Der Afghanistan-Einsatz wird ohnehin weiter verlängert. Die jüngsten Meldungen über die Zahl der Opfer wird keine nennenswerte Änderung der öffentlichen Diskussion über den Sinn und Unsinn des Einsatzes mit sich bringen, meinen Kritiker.

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  1. Ich sage seit vielen Jahren:
    Raus aus islamischen Staaten. Sollen die machen, was Allah befielt, ist nicht unser Problem.
    Um Gottes Willen, laßt sie aber nicht in unser Land!
    Zu spät, zu spät.

    • ANANYMUS Berichtet

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