US-Präsidentschaftswahlen: Sanders bricht Tabu

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In den Vorbereitungen zu den anstehenden US-Wahlen in diesem Jahr gewinnt der selbsternannte demokratische Sozialist Bernard Sanders weiter an Momentum: Im demokratischen Lager sehen ihn immer mehr Experten vor Hillary Clinton; während den TV-Debatten zur Vorwahl der republikanischen Kandidaten hat Sanders mit seiner Live-Kommentierung auf Twitter ebenfalls einen höheren Traffic, wie die republikanischen Hauptakteure der Debatte.

In einem weiteren Interview hat Bernie Sanders nun ein weiteres Tabu gebrochen, in dem er die Verbindung von Geld und politischer Einflussnahme der Wirtschaft thematisiert:

“Lasst mich etwas sagen, was euch kein anderer Präsidentschaftskandidat sagen wird: Es ist egal, wer am Ende zum Präsidenten gewählt wird. Keinem Präsidenten wird es möglich sein, die gravierenden Probleme anzugehen, mit denen unsere ‘Arbeiter-Familien’ heute konfrontiert sind. Keiner wird erfolgreich sein, weil die Macht und der Einfluss des großunternehmerischen Amerikas, die Macht und der Einfluss der Wallstreet, sowie der großen Geldgeber im Wahlkampf, so groß sind, dass keiner der Präsidenten alleine gegen sie gewinnen kann.”

Im amerikanischen Wahlsystem verschlingen die Wahlkampfkampagnien immense Summen an Spendengeldern, welche wiederum von jedem Kandidaten unabhängig im öffentlichen und privaten Bereich als Wahlkampfgelder gesammelt werden. So fließen oft Summen von mehreren hundert Millionen Dollar von Privatpersonen an Kandidaten, welche oftmals an Forderungen seitens der Geldgeber gebunden sind.

“Es geht deshalb nicht nur um die Wahl von Bernie Sanders zum Präsidenten, sondern darum eine politische Bewegung aus dem Volk heraus aufzubauen”, so Sanders.

Auf diesem Weg sollen die Grundzüge der Demokratie, Entscheidungen aus dem Volk, wieder hergestellt werden. Laut Sanders ist das politische Systeme zu lange vom ‘Big Money’ regiert worden.

Quellen:
http://www.huffingtonpost.com/entry/bernie-sanders-gop-debate_us_55f9efd2e4b0fde8b0cce931
https://berniesanders.com/issues/money-in-politics/
http://thinkprogress.org/politics/2015/11/19/3723929/bernie-sanders-democratic-socialism/

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