in USA

Christof Lehmann (np) Die Ankündigung der USA nicht an der Bewaffnung der syrischen Opposition teilzunehmen, entbindet die USA nicht von ihrer vollen Verantwortung für das was in Syrien stattfindet oder die Praktiken der Opposition, sagte der ständige russische UNO Vertreter Tschurkin in einem Interview mit dem russischen Sender RT

Tschurkins Erklärung folgt einer Reihe von Aussagen russischer Top-Diplomaten, die ein neues russischer Selbstbewusstsein ankündigen. Russland hat einen deutlichen roten Strich im Sand Syriens gezogen.

Der russische UNO Botschafter verwies auf den großen Einfluss, den die USA über Länder wie Katar, das die Hauptquelle für die Unterstützung und für die Bereitstellung von Waffen an Kämpfer in Syrien ist, ausüben. Tschurkin fuhr mit der Feststellung fort, dass Washington, wenn es wirklich eine strikte Politik in dieser Hinsicht hätte, durchaus in der Lage sei diese Länder und deren Entscheidungen zu beeinflussen.

Tschurkin stellte fest: „ Es ist möglich für die USA , noch vor anderen westlichen Alliierten, zu erkennen, dass die Ereignisse in Syrien einen kritischen Punkt erreicht haben, und dass die Perspektive eines bewaffneten Umsturzes der syrischen Regierung sich nach zwei Jahren, als unrealistisch, und weitab von der realen Situation im Land erwiesen hat“.

Tschurkins Interview ist ein weiteres, unter vielen jüngsten Signalen der russischen Top-Diplomaten, die ein neues russisches Selbstbewusstsein andeuten. Tschurkins jüngste Warnung, dass Russland jeden Versuch der vom Ausland unterstützten syrischen Opposition bei den Vereinten Nationen Einfluss zu erwerben verhindern wird; die Aussage des russischen NATO Botschafter Alexander Gruchko, dass die NATO nicht jedes Problem als einen Nagel auffassen kann, weil sie über sich selber denkt ein Hammer zu sein; und die jüngsten Aussagen des russischen Außenminister Sergei Lawrow, der die USA scharf für ihre subversive „regime change“ Politik kritisierte, verdeutlichen dass Russland klar meldet, dass es einen roten Strich gezogen hat, den man besser nicht überschreiten sollte, während Russland sich für jeden Dialog offen hält.

Russische Diplomaten haben guten Grund ihre Positionen zu verdeutlichen. Es ist allgemein bekannt, obwohl in westlichen Medien nicht viel darüber berichtet wird, dass Katar, die USA und Saudi-Arabien seit 2007 aktiv an der Finanzierung und Planung des Arabischen Frühling beteiligt sind.

Die Verantwortung der USA ist durchaus nicht nur auf eine politische Verantwortung beschränkt. Die USA könnten direkt für Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen werden. Bereits im September 2011 erklärte ein Offizier der Special Forces in Fort Bragg, Nord Carolina, USA gegenüber nsnbc, dass die USA bereits seit Monaten Spezialeinheiten in Libyen und Syrien im Einsatz hätten. Die USA können auch direkt für Kriegsverbrechen in Syrien zur Verantwortung gezogen werden, weil es genügend Beweismaterial gibt um zu beweisen, dass türkische NATO-Offiziere an der Verteilung von Waffenlieferungen an terroristische Gruppen, innerhalb von Syrien beteiligt sind.

Schließlich ist auch die Stationierung von US-Truppen zur Bemannung der Patriot Raketen Systeme entlang der 900 Km langen syrisch – türkischen Grenze gleichbedeutend mit der Einführung einer de facto Flugverbotszone, die es Söldnern erlaubt, Kriegsverbrechen zu begehen und die Syrien daran hindert, sich gegen Söldner zu verteidigen. Deutschland könnte aufgrund seiner Teilnahme durchaus auch zur Verantwortung für Kriegsverbrechen gezogen werden.

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  1. solange die USA von der Welt als Polizeimacht anerkannt wird, gibt es keine Haftbarmachung für Kriegsverbrechen. Die amerikanische Bevölkerung muss leider die Suppe auslöffeln, wenn das US Regime zusammenbricht.

    Wir können dies nur beschleunigen, in dem wir Katar, die Saudis wegen Völkerrechtsverbrechen international anklagen, wegen Mord, Terrorismus…

    Die Reparationen die Sie zahlen, dürften um einiges höher sein, als sie im Moment sich selber vorstellen. Spätestens hier sollte beide Länder begriffen haben, das die USA, Sie Fallen lassen wird.
    Welches Druckmittel haben sie den dann noch, – den wertlosen Dollar.
    Der Opiumkrieg der Chinesen lässt grüßen, als die britische Ost-Indien-Company ihre Zahlungsverpflichtung einstellten.