in USA

Diese Ausführungen beginnen nach der „Operation Wüstenschild“, dem erfolgreichen Irak-Krieg der Bush .Administration und dem damit verbundenen sichern der kuwaitischen Ölquellen.

Der Beginn: Die US-Intervention in Afghanistan – Operation: „Enduring Freedom“

Der 11. September 2001 ist der Tag, welcher sich der westlichen Welt in das freiheitliche Gedächtnis eingeprägt hat und der die Legitimation für einen bis heute andauernden Krieg gegen den Terror liefert.
Fakt ist, dass die US-Regierung bereits vor dem 11. September Einsätze in Afghanistan durchführen ließ und auch eine gezielte und ausgedehnte militärische Intervention nicht ausschloss. Der Grund hierfür ist auch hier so banal wie notwendig; Sicherung amerikanischer Interessen in Form von Bodenschätzen; hier Erdöl. Nun scheint jedermann klar zu sein, dass Afghanistan nicht gerade berüchtigt für seine Bodenschätze ist, aber der Gedanke dahinter ist und war ein anderer.

Die Auflösung der Sowjetunion im Jahre 1991, brachte den Umstand hervor, den amerikanischen Einfluss nach Zentralasien auszudehnen. Anlass hierzu waren unter anderem die Entdeckung riesiger Gas-und Ölvorkommen. Die aserbaidschanische Küste des Kaspischen Meeres ist bereits seit hundert Jahren ein Zentrum der Ölförderung, doch große Reserven im Nordwesten (Kasachstan) und im Weiteren im Südwesten (Turkmenistan) des Kaspischen Beckens wurden erst in dieser Zeit entdeckt. Amerikanische Ölgesellschaften haben sich die Rechte von ungefähr 75% der zu erwartenden Förderungen gesichert und US-Regierungsbeamte verweisen auf eben diese Vorkommen als Alternative zu den unsicheren und instabilen Regionen am Persischen Golf.

Das Hauptproblem der Ausbeutung dieser Öl-und Gasvorkommen im Kaspischen Becken besteht aber darin, dass diese Regionen über keinen Zugang zu den Weltmeeren verfügen, um die entsprechenden Transportwege zu sichern. Die US-Regierung wollte aus verständlichen Gründen hierzu nicht das russische Pipelinenetz benutzen, noch den einfachen Landweg, der über den Iran zum Persischen Golf geführt hätte, zumal das angespannte iranisch-amerikanische Verhältnis dieses ohne weiterführende Auseinandersetzungen gar nicht möglich erschienen ließ. So erkundeten Ölkonzerne und US-Regierung alternative Pipeline-Routen. In westlicher Richtung über Aserbaidschan, Georgien und die Türkei ans Mittelmeer.

In östlicher Richtung durch Kasachstan und China zum Pazifik und in südlicher Richtung durch Turkmenistan, Westafghanistan und Pakistan zum Indischen Ozean.
Der US-Ölkonzern „Unocal“ setzte sich für einen Pipelineverlauf durch Afghanistan ein und führte hierzu intensive Verhandlungen mit den herrschenden Taliban. Erst nach den Anschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania, für die Osama Bin Laden verantwortlich gemacht wurde, kamen die Gespräche über den Pipelinebau ins Stocken.

„Unocal“ war eines der größten Energieunternehmen der Welt und ist seit 2005 Teil der Chevron Cooperation. Noch heute ist „Unocal“ einer der wichtigsten Lieferanten von Erdöl und Erdgas. Laut Zeitungsmeldungen soll der spätere afghanische Präsident Hamid Karzai bereits in den 80er Jahren einen Beratervertrag mit „Unocal“ unterschrieben haben, was beide Seiten aber immer bestritten. 1998 zog „Unocal“ sich unter öffentlichem Druck zunächst aus dem angestrebten Pipelineprojekt durch Afghanistan zurück.

Der kanadische Journalist Patrick Martin geht aufgrund seiner fundierten Recherchen und seinem Hintergrundwissen davon aus, dass der Krieg der USA in Afghanistan lange vor dem 11. September geplant wurde. Anhand von Berichten aus diversen britischen, französischen und indischen Medien geht eindeutig hervor, dass Vertreter der amerikanischen Regierung Afghanistan bereits im Frühsommer 2001 mit Krieg gedroht haben. Ebenfalls in diesem Rahmen erschienen Berichte aus dem Juli 2001, die eine Militäraktion noch vor Einsetzen des ersten Schnees, spätestens Mitte Oktober ankündigten.

Alles also vor dem 11. September, vor dem Anlass der den Kampf gegen den Terror ausweiten und legalisieren sollte. Tatsächlich begann die Bush-Regierung am 7. Oktober 2001 mit der Bombardierung des völlig verarmten und bedauernswerten Landes. Die Bodenangriffe der speziellen US-Truppen begannen am 19. Oktober. All diese Indizien sprechen also für eine lang vorher geplante Operation, auf eine sorgfältige Planung und Vorbereitung und nicht auf einen in den US-Medien zelebrierten „Glücksfall“, einen schnellen Sieg über das Talibanregime nach kaum einen Monat hastiger Improvisation.

Faktisch begann die US-Intervention in Afghanistan viel früher. Nach den gescheiterten Pipelinegesprächen und den Anschlägen auf die US-Botschaften mit dem mutmaßlichen Drahtzieher Osama Bin Laden verstärkten die USA den Druck auf die Talibanführung, mit dem Verlangen Bin Laden an die USA auszuliefern. Schon im August 1998 ließ die Clinton-Regierung angebliche Ausbildungslager Bin Ladens im Osten Afghanistans mit Marsch-Flugkörpern angreifen. Es folgten Wirtschaftssanktionen gegen das Land und die nebenbei immer noch stattfindenden Verhandlungen bezüglich der Pipelines schleppten sich dahin.

Am 3. Februar 1999 trafen sich der amerikanische, stellvertretende Außenminister Karl E. Inderfurth und der Leister der Abteilung Terrorismusbekämpfung im Außenministerium, Michael Sheehan in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad mit dem stellvertretenden Außenminister der Taliban, Abdul Jalil. Sie warnten Jalil unmissverständlich, dass die USA die Regierung Afghanistans für jeden weiteren Anschlag, der auf Osama Bin Laden zurückgeht, verantwortlich machen werde.
Berichten der „Washington Post“ zur Folge, aus dem Jahre 2001 kann man entnehmen, dass die Clinton-Regierung und der damalige Präsident Pakistans, Nawaz Sharin, 1999 eine gemeinsame Geheimoperation vereinbarten, Osama Bin Laden zu töten.

Die USA sollten Geld, per Satellit gewonnene geheimdienstliche Erkenntnisse und Luftunterstützung beisteuern, während Pakistan Agenten nach Südafghanistan einschleusen sollte, die paschtunisch sprachen und den Tötungsauftrag ausführen konnten. Im Oktober 1999 war das Kommando einsatzbereit und seitens der US-Regierung war man hoch erfreut über den sich vermutlich bald einstellenden Erfolg.

Doch am 12. Oktober 1999 putschte sich der General Pervez Musharraf an die Macht und dieser lies die mit den Amerikanern geplante Operation sofort abblasen und die Clinton-Regierung musste sich mit einer UN-Resolution begnügen, die lediglich eine Überstellung Osama Bin Ladens an die zuständigen Behörden , nicht aber seine Auslieferung verlangte. Doch die USA setzen auch im nächsten Jahr ihre Umsturzversuche gegen die Taliban-Regierung fort. Es liegt ein Bericht von Robert McFarlane vor, der später in der amerikanischen Presse („Wall Street Journal*) veröffentlicht wurde. McFarlane war nationaler Sicherheitsbereiter der Reagan-Regierung von 1983-1985.

Hierbei hat er sich vor allem als ‚Mann fürs Grobe‘ in der Iran-Contra Affäre einen Namen gemacht. Nach einem Selbstmordversuch 1987 wurde er später im Rahmen des Skandals zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er den Untersuchungsausschuss belogen hatte und später 1992 von Präsident George Bush Senior begnadigt.

McFarlane berichtete, dass im Jahre 2000 zwei reiche Spekulanten aus Chicago, Joseph und James Ritchie, ihn anheuerten. McFarlane sollte helfen unter den afghanischen Flüchtlingen in Pakistan Guerillakämpfer für den Kampf gegen die Taliban anzuwerben und ein Vorgehen zu organisieren. Ihr wichtigster afghanischer Verbindungsmann war Abdul Haq, der ehemalige Führer der Mudschaheddin. Abdul Haq wurde im Oktober 2001 von den Taliban hingerichtet, nachdem er versucht hatte einen Umsturz herbeizuführen.

McFarlane traf sich im Herbst und im Winter 2000 mehrmals mit Abdul Haq und anderen Mudschaheddin-Führern. Nach Amtsantritt der Bush-Regierung veranlasste McFarlane die Mitglieder der Republikanischen Partei, zu denen er enge Kontakte hatte, zu einer Reihe von Zusammenkünften mit Mitgliedern des Pentagons, des Außenministeriums und des Weißen Hauses, die alle seinen Vorschlag hinsichtlich der Vorbereitung einer Militäraktion gegen die Taliban befürworteten.

Im Sommer, vor den Luftangriffen der Amerikaner, flog James Ritchie mit Andul Haq und Peter Tomsen nach Tadschikistan. Peter Tomsen war Sonderbeauftragter der Regierung Bush Senior und für die afghanische Opposition zuständig. Das Trio traf sich mit Achmed Schah Massud, dem Führer der Nordallianz, welche als letzte militärische Kraft den Taliban Widerstand leisteten. Die Gespräche sollten vor allem einer Abstimmung der zukünftigen Militäraktionen aus dem gesicherten Pakistan heraus dienen.

Nach McFarlanes Darstellungen wollte Abdul Haq mit den Operationen bereits im August 2001 beginnen und kehrte nach Peschawar zurück, um letzte Vorbereitungen zu treffen. Auch aufgrund dieser Fakten und Geschehnisse ist deutlich erkennbar, dass die heiße Phase des geplanten Krieges gegen Afghanistan längst vor den Anschlägen des 11. September begonnen hatte.

Die amerikanischen Medien stellten es später immer so dar, dass unter anderem die Ritchies auf eigene Faust und privaten Gründen handelten, da sie emotional mit Afghanistan verbunden waren. Die Brüder verbrachten einige Jahre ihrer Kindheit in dem Land, weil ihr Vater dort als Bauingenieur tätig war. Zumindest einige Journalisten aber recherchierten und fanden heraus, dass James Ritchie vielleicht doch auch Gespräche bezüglich der Ölpipelines suchte.

Dieser reiste bereits 1998 nach Afghanistan und führte dort offiziell Verhandlungen über die Förderungen von Kleinunternehmen. In seiner Begleitung war auch ein Vertreter des saudi-arabischen Ölkonzerns Delta Oil, der gemeinsam mit einer argentinischen Firma eine Gaspipeline durch Afghanistan bauen wollte. McFarlane deutete in diesem Zusammenhang auch eine Involvierung des amerikanischen Geheimdienstes CIA an. Die CIA habe in der Konsequenz Abdul Haq verraten und ihn so dem Tode preisgegeben, weil diese Haq und MacFarlane selbst als zu unzuverlässig gehalten haben. Die CIA führte zu diesem Zeitpunkt längst eigene Operationen im Süden Afghanistans durch, vor allem im paschtunischen Stammesgebiet.

Der weltbekannte Journalist Bob Woodward berichtete am 18. November 2001 in der Washington Post, dass die CIA bereits 1997 paramilitärische Einsätze im Süden Afghanistans durchführte. Woodward verfügte über Informationen direkt aus der Führungsspitze von Militär und den Geheimdiensten. Woodward nannte hier auch Einzelheiten über die Rolle der CIA und spezifisch über die paramilitärische Geheimabteilung, die „Special Activities Division“, die in Südafghanistan zum Einsatz kam. Aufgeteilt in sogenannte Einsatzteams, bestehen die Trupps aus etwa einem Dutzend Männer, die keine Uniformen tragen.

Sie sind exzellent ausgebildet, bestehen aus Spezialisten, Piloten und bewährten Veteranen des US-Militärs. Die ersten offiziellen Kampfhandlungen begannen am 27. September, sowohl Bodentruppen als auch mit Raketen bestückte Drohnen kamen zum Einsatz. Die Special Activities Division beteiligte sich ganz konkret am Aufbau eines neuen Netzwerkes in der Region. Die Spionageagentur der USA begann ihre Operationen, die man heute wohl auch als eine Art von terroristischen Anschlägen bezeichnen würde, also gut ein Jahr vor den Anschlägen des 11. September 2001.

Die sich abzeichnende Bereitschaft zum Krieg gegen die Taliban formte sich mit dem Amtsantritt von George W. Bush. Es ging nun nicht mehr um einen beschränkten Eingriff, sondern um eine handfeste Militärintervention gegen die Taliban als Ganzes. Die in Gro0britannien erscheinende Militär – Fachzeitschrift „Jane’s International Security“, berichtete im Frühjahr 2001 von gemeinsamen Anstrengungen der US Regierung mit Indien, Iran und Russland, eine gemeinsame Front gegen die Taliban aufzubauen. Indien sollte der Nordallianz Techniker, Gerät und Berater zur Verfügung stellen.

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Kommentar

  1. Obwohl es keine Beweis gab (und bis heute keinen Beweis gibt),
    war Osama Bin Laden kurz nach den Anschlägen 9.11 als Täter medial fixiert. 4Tage nach 9.11 nannte der Friedensnobelpreisträger Kissinger
    Afghanistan,Irak,Syrien und auch den Iran als Angriffsziele.
    Nach 2001 gab es von O.B.L. kein glaubwürdiges Lebenszeichen. Entgegen der mediealen Darstellung hat sich O.B.L. nie zu 9.11 bekannt.
    Laut Benazir Bhutto, der später ermordeten Ministerpräsidentin Pakistans, wurde O.B.L vom Pakistanischen Geheimdienst ermordet.

    https://www.youtube.com/watch?v=kHoa3SMYugY

    Die Gefangennahme und Tötung Bin Ladens durch die Navy Seal 2011 war offensichtlich auch nur eine Soap aus der Abteilung „Hollywood Reality Show“.

    • Benazir Bhutto selbst war aber auch kein Unschuldslämmchen. Sie hat die Armen ausgebeutet und für die Amerikaner gebuckelt. Nachdem Sie ins Ausland geflohen ist, hatte sie reichlich viel Zeit darüber nachzudenken, wie sie zu dem Land un den Menschen steht. Nach Jahren, als sie schon zu einer alten Papschachtel mutiert ist, bekam sie Gewissenbisse und wollte dem Land und der Bevölkerung dienlich sein. Sie wollte ihre Fehler aus der Vergangenheit gut machen. Jedoch hat sie leider auch Geheimnisse, die Sie nicht hätte ausposaunen sollen, mitgebracht, die der illegalen Amerikanischen Regierung nicht schmeckte. So ist sie nun von uns gegangen und wurde nie mehr gesehen.