in USA

Ehemalige hochrangige US-Geheimdienstler haben in einem offenen Brief an US-Präsident Barack Obama die vorgelegten „Beweise“ der Geheimdienste kritisiert. „Wir empfehlen Ihnen, die Propaganda einzustellen“ schreiben die Ex-Agenten. In dem Brief geht es um die Schuldzuweisungen der US-Administration gegen Russland.

Scharfe Kritik an der „Beweisführung“

Obwohl der Brief nicht gerade von Russland-Freunden verfasst ist, ist er überraschend deutlich.  Er ist eine Reaktion auf die bisher durch nichts belegten Behauptungen und Beschuldigungen durch die US-Regierung im Zusammenhang mit dem Absturz von Malaysia-Airlines-Flug 17 über der Ostukraine und der sich zuspitzenden Konfrontation der USA mit Rußland. Im Brief üben sie nicht nur scharfe Kritik an der Art der »Beweisführung«, die jeden Beleg schuldig bleibt. Die Verfasser des Briefes sind in der US-Organisation »Ehemalige Geheimdienstler für Vernunft« (Veteran Intelligence Professionals for Sanity, VIPS) zusammengeschlossen. Unter den Unterzeichnern befindet sich auch der ehemalige Technische Direktor der NSA, der lange vor Snowden zum »Wistleblower« geläuterte William Binney, der jüngst vor dem NSA-Untersuchungsausschuß des Bundestags in Berlin ausgesagt hat.

„Ihre Regierung hat keine Satellitenbilder vorgelegt, die zeigen, daß die Separatisten über solche Waffen verfügen, und es gibt einige ›andere Hunde, die nicht gebellt haben‹ (womit die Machthaber in Kiew gemeint sind, Anm. Verfasser). Washingtons Glaubwürdigkeit, und Ihre eigene, werden weiter erodieren, falls Sie nicht bereit sind – oder es nicht können – mit konkreten Beweisen die Behauptungen Ihrer Regierung zu belegen. Dies werden wir im Folgenden aus der Perspektive ehemaliger Geheimdienstprofis mit einer Gesamtsumme von 260 Jahren Berufserfahrung in verschiedenen Branchen der US-Geheimdienste untersuchen (…) Zugleich wollen wir Ihnen mit diesem Memorandum eine andere Perspektive bieten.“

So die Verfasser wörtlich. Außerdem sehe die „Beweisführung“ anders aus als die US-Regierung sie darstelle:

„Als Amerikaner finden wir nur in der Hoffnung Trost, daß Sie tatsächlich schlüssigere Belege haben und diese ohne weitere Verzögerung öffentlich machen, zumal US-Außenminister John Kerry besonders unmißverständlich erklärt hat, daß Rußland direkt oder indirekt schuldig ist. Die Beweislage aber sieht anders aus. Kerrys Aussagen sind verfrüht und zielen darauf ab, bei der Öffentlichkeit eine Vorverurteilung Rußlands zu erreichen.“

Die US Regierung habt in den vergangenen Wochen behauptet Russland sei „indirekt“ oder „direkt“ Schuld an dem Absturz der MH-17. Jede beteiligte Kriegspartei schiebt sich bis jetzt gegenseitig die Schuld zu. Eine Aufklärung ist auch wegen der Offensive der ukrainischen Armee am Ort der Absturzstelle noch nicht erfolgt.

Namhafte Ex-Geheimdienstler

Unter den Unterzeichnern befinden sich ehemals hochrangige US-Geheimdienstler und Militärs. Unter anderem unterzeichneten William Binney, früherer Technischer Direktor der NSA, zuständig in der Abteilung »World Geopolitical and Military Analysis«, im Ruhestand (i.R.); Larry Johnson, CIA und US-Außenministerium, i.R.; Edward Loomis, NSA, Verschlüsselungsexperte, i.R.; David MacMichael, National Intelligence Council (ein Gremium der United States Intelligence Comunity, des Zusammenschlusses der 17 Nachrichtendienste der USA), i.R. und Ray McGovern, früherer US-Armee- bzw. Geheimdientsoffizier und CIA-Analyst, i.R. Sie sind für Kritik am Konfrontationskurs der US-Regierung bekannt.

Der komplette Brief im Wortlaut

Nachfolgend veröffentlichen wir den Brief, der so laut der „Jungen Welt“ und dem „Freitag“ abgeschickt und veröffentlicht wurde. Der Brief ist auf Englisch verfasst. Wir können diesen Übersetzer empfehlen: Reverso

Hier der Brief im Wortlaut: USGEHEIMDIENSTBRIEFOBAMA.pdf

QUELLEN:
http://www.jungewelt.de/2014/08-09/033.php
https://www.freitag.de/autoren/hans-springstein/nachrichtenmosaik-ukraine-folge-52
http://consortiumnews.com/2014/07/29/obama-should-release-ukraine-evidence/
https://ossiblock.wordpress.com/2014/08/09/ex-us-geheimdienstler-schreiben-brief-an-obama/
http://www.heise.de/tp/news/Ex-Geheimdienstler-schreiben-offenen-Brief-an-Obama-zu-Syrien-2007262.html
TOOL: http://www.reverso.net/text_translation.aspx?lang=DE

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

    • Das Twitterprofil soll (angeblich) gefälscht worden sein. Soll heißen, den spanischen Fluglotsen gab es nicht (wieder angeblich). Würde mich allerdings nicht wundern, wenn er plötzlich spurlos, nennen wir es „untergetaucht“ oder in einem Autounfall starb. Oder man hat auf einmal KiPos auf seinem Rechner gefunden und konnte ihn wegsperren. Dann kam er halt im Knast auf tragische Weise ums Leben. Schlimm, dass ich den Eliten so etwas zu traue.

      Ich weiß es nicht, ich munkel nur.

      Da fällt mir ein: werden hier eigentlich die IP-Adressen geloggt? Ich möchte nämlich weder spurlos verschwinden, noch den Verfassungsschutz vor der Tür haben. Mit der Meinungsfreiheit ist das ja so ne Sache…